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Alfred Bertrand

Alfred Alfons Elisabeth (Fred) Bertrand (Bilzen, 26. Mai1913 - Sint Truiden, 22. November1986) war ein belgischer Politiker und Minister für die CVP.

Lebenszyklus

Bertrand war der Sohn von Louis Bertrand und Agnes Beurts. Er heiratete und hatte vier Kinder.

Er war anfangs Bergmann: von 1927 bis 1929 im Bergwerk Winterslag und von 1929 bis 1936 im Bergwerk Waterschei André Dumont. 1932 wurde Bertrand Vorsitzender der Limburgse KAJ, danach folgte eine lange Karriere in der christlichen Arbeiterbewegung: 1933 bis 1938 war er Vorsitzender des KAJ-VKAJ-Limburg, 1936 bis 1938 war er KAJ-Freigestellter für Jugendsyndikalismus und Propagandist der KAJ-Sektion der Kreis Hasselt, von 1938 bis 1945 regionaler Propagandist der ACW im Sint Truiden, von 1945 bis 1946 Sekretär des ACV-Limburg, von 1946 bis 1965 Gewerkschaftssekretär beim ACV, von 1951 bis 1977 Vorsitzender der Limburgse ACW und von 1984 bis 1986 Vorsitzender des Katholische Rentnervereinigung.[1] Von 1937 bis 1945 war er auch Mitarbeiter der Zeitschrift Jugendfront, 1942 Mitbegründer der Limburger Filiale der Christliche Arbeiterbewegung, von 1944 bis 1951 stellvertretender Vorsitzender und von 1951 bis 1968 Vorsitzender der Zentrale für Studien- und Berufsorientierung der ACW-Limburg, Gründer und Vorsitzender der Europäischen Union Christlich Demokratischer Arbeitnehmer und Vorsitzender des Politischen Komitees der Europäischen Union für Christliche Demokratische Arbeiter.

Nach dem Zweiter Weltkrieg Bertrand engagiert sich in der CVP: von 1946 bis 1979 als Gemeinderat von Sint-Truiden und von 1946 bis 1978 als Mitglied der Abgeordnetenkammer für die Kreis Hasselt. Von 1959 bis 1961 war er Vorsitzender des flämischen CVP-Flügels, von 1952 bis 1958 Mitglied des Nationalkomitees der Partei und 1968 Mitglied des Ständigen Ausschusses des Beratungsgremiums zwischen CVP und CVP PSC. Von 1961 bis 1965 und von 1966 bis 1972 war er außerdem Verkehrsminister und von 1965 bis 1966 Gesundheitsminister. Von 1954 bis 1961 war er auch Sekretär des Repräsentantenhauses.

Außerdem war er von 1952 bis 1958 Mitglied der Common Assembly of the Europäische Gemeinschaft für Kohle und Stahl und von 1958 bis 1961 und von 1972 bis 1979 Mitglied der Europäisches Parlament. Von 1975 bis 1977 war er Parteivorsitzender der Europäische Volkspartei und von 1975 bis 1979 Vorsitzender der Christlich-Demokratischen Fraktion. Im Zeitraum Dezember 1971-Dezember 1978 war er aufgrund des damals bestehenden Doppelmandats auch Mitglied der Kulturrat der Niederländischen Kulturgemeinschaft, die am 7. Dezember 1971 installiert wurde und ist der entfernte Vorgänger der Flämisches Parlament. Von 1978 bis 1985 war er auch Schatzmeister der Europäischen Volkspartei.

Während seiner politischen Laufbahn konzentrierte sich Bertrand hauptsächlich auf sozioökonomische Fragen und beschäftigte sich in diesem Sinne auch mit flämischen Themen. Nach dem Zweiten Weltkrieg betonte er immer wieder, dass der Schwerpunkt der Flämische Bewegung auf die wirtschaftliche Ebene verschoben. In diesem Zusammenhang verurteilte Bertrand die finanzielle Unterstützung der Regierung für die wallonischen Kohlebergwerke. Bertrand hat nach seinen eigenen Worten nur in seiner Jugend damit geflirtet Flämischer Nationalismus.

Bertrand war der Vater des ehemaligen Gouverneurs der Provinz Limburg und erste weibliche Gouverneurin in Belgien, Hilde Houben-Bertrand.

Andere Aktivitäten

Bertrand war außerdem von 1951 bis 1975 Mitglied des Exekutivausschusses des Limburger Wirtschaftsrates, ab 1978 Vorsitzender der belgischen Sektion der Union Europäischer Föderalisten, bis 1986 Vorsitzender der Caritas Catholica Limburg Caritas Limburg, Vorsitzender des vzw Streekontwikkeling Zuid - Limburg, Manager des Minenschadensgarantiefonds, nationaler Vorsitzender des belgischen Schifffahrtsfonds und Vorstandsmitglied der wissenschaftlichen Kurse im dritten Lebensalter (nach der Universität) Limburg

Veröffentlichungen

  • Das Kohleproblem in Belgien, in: Zeitschrift für Politik, 31.12.1954
  • Verkehrsprobleme in Europa, in: Internationaler Zuschauer, 04.08.1962.
  • Das Wohlfahrtsproblem in einigen Regionen: Limburg, in Journal of Politics, 1957.
  • Europa in der Brandung in Straßburg, in: Die Stimme des Volkes, 1959.
  • Nachricht vom neuen Flügelvorsitzenden, in: Die Stimme des Volkes, 1959.
  • Die CVP hält, was sie verspricht, in: Die Stimme des Volkes, 1960.
  • Am Vorabend unseres Kongresses, in: Die Stimme des Volkes, 1960.
  • Nur die CVP schenkt klaren Wein ein, in: Die Stimme des Volkes, 1960.
  • Wir sind noch kein Irrenhaus in Belgien, in: Die Stimme des Volkes, 1961.

Literatur

  • Helmut GAUS, Politisches biographisches Lexikon
  • Sie leiten die CVP, in: Die Stimme des Volkes, 1969
  • Emmanuel GERARD, Die christliche Arbeiterbewegung in Belgien, Herr. II, .
  • Paul VAN MOLLE, Das belgische Parlament, 1894-1972, Antwerpen, 1972
  • Fred Bertrand, vom Bergmann zur europäischen Behörde.in: Die Stimme des Volkes, 1959.
  • Minister Fred Bertrand, in: Die Stimme des Volkes, 1961.

Externer Link

Vorgänger:
Henri Vanden Branden
Vorsitzende des KBG
1984 - 1986
Nachfolger:
Rik Kuylen