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Antwerpener Altarbild (im Volksmund auch Antwerpener Altarbild) ist der Sammelname für eine Reihe von Altarbilder, mit oder ohne Polyptychen, die hauptsächlich im ersten Drittel des 16. Jahrhundert im Antwerpen groß angelegte Workshops für die Export wir produzierten.
Ikonographie
Ein Retabel besteht aus einer Reihe von hölzern Skulpturen im Mittelteil mit einer oder mehreren gemalt zwei oder mehr Luken. Antwerpen Retabel. Sie sind oft mit zwei kleinen Zeigern gekennzeichnet, die auf ihre Antwerpener Herkunft hinweisen. Die Altarbilder zeichnen sich in der Regel durch eine im Mittelschrank erhabene und detaillierte Skulptur aus, aber auch durch eine gewisse Standardisierung, etwa in den Maßen und der häufigen Wiederholung bestimmter Figurengruppen.
Die übliche Bewertung als „Massenproduktion“ wird der Variantenvielfalt jedoch nicht gerecht und muss überdacht werden. Ähnliche Altarbilder als Exportstücke entstanden - neben anderen Kunst- und Luxusgütern - in den nahegelegenen Produktionszentren Brüssel und Mecheln. Heute werden mehr als 200 Kopien von Antwerpener Altarbildern in Kirchen und Museen in verschiedenen europäischen Ländern aufbewahrt.
Ein Antwerpener Altarbild aus der Zeit um 1525, das in die flämische Liste der Meisterwerke zu sehen im St. Laurentius-Kirche zu Bocholt. Die bemalten Tafeln werden zugeschrieben Colijn de Coter und zeigen Szenen aus dem Leben des Heiligen Laurentius.
Literatur
- Hans Nieuwdorp, Antwerpener Altarbilder, 15.-16. Jahrhundert, Antwerpen, Museum für religiöse Kunst, 1993, 2 Bde.