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Augustales

Augustales war der Name mehrerer priesterlicher Gesellschaften in der Römisches Reich. Die wichtigsten waren die Sodales Augustales, das Seviri Augustales und der Augustales. Obwohl der Name das Gegenteil vermuten lässt, hatten diese drei Priesterschaften wenig gemeinsam.

Sodales Augustales

Das Sodales Augustales eine Hochschule gegründet, die in 14 n.C. durch Tiberius wurde gegründet. Sie waren nur in der Stadt Rom tätig und hatten die Aufgabe, die gens Julia. Das Sodales Augustales hatte 21 Mitglieder, alle hochrangigen Senatoren durch das Los gewählt[1].

Seviri Augustales und Augustales

Das Seviri Augustales gebildet a kommunal Hochschule, dass die Kaiserkult gepflegt[2]. Auch der Augustales hatte mit dem Kaiserkult zu tun[3], obwohl nicht wirklich klar ist, mit welchem ​​​​Aspekt. Es gibt viele Debatten über die Beziehung zwischen den Augustales und den Seviri Augustales. Es ist nicht ganz klar, ob es sich um zwei verschiedene, getrennte Gesellschaften handelte oder eher zwei verschiedene Namen für ein einziges College existierten.

Die häufigste Idee ist, dass die Seviri Augustales ein Gemeindekollegium mit 6 Personen bildeten[4], dessen Amt nur vorübergehend war, wahrscheinlich jährlich[5]. Die Augustales hingegen wären auf Lebenszeit berufen worden[6]. Oft werden die Wörter Seviri Augustales und Augustales synonym verwendet oder als Synonyme angesehen. Manchmal wird der Name Augustales auch als Abkürzung für die Severi Augustales verwendet[7]. Einige Theorien behaupten, dass die beiden Colleges getrennt entstanden sind, aber dass die Seviri Augustales später in die Augustales integriert wurden[8]. Kurz gesagt, es gibt wenig Konsens über die Augustales, was die Forschung alles andere als einfach macht. Die Ursache des gesamten Problems liegt vor allem im enormen Mangel an Literatur und Quellen[9].

Der Name Augustales bezieht sich eindeutig auf Kaiser August. Der Anhang -talis weist auf eine Gottheit hin[10]. Die Benennung des Priesterkollegiums ist daher nicht zufällig gewählt, sondern weist auf die Verehrung des vergöttlichten Kaisers Augustus hin. Augustus war während seiner Regierungszeit äußerst beliebt, weil er dem Römischen Reich Frieden brachte[11]. Es ist daher nicht unwahrscheinlich, dass die Augustales und die Seviri Augustales bereits zu Lebzeiten des Kaisers Augustus entstanden sind. Auch über die Herkunft der beiden Hochschulen herrscht Uneinigkeit. Sie können aus anderen Gesellschaften herausgewachsen sein. Die Seviri Augustales sind möglicherweise entstanden, nachdem sich eine Reihe von Gemeindebeamten in einem Kolleg zusammengeschlossen hatten[12]. Wie dem auch sei, sowohl die Augustales als auch die Seviri Augustales haben sich im Laufe der Jahre weiterentwickelt 1. Jahrhundert n.C. geschaffen mit der Absicht, Kaiser Augustus zu ehren.

Struktur und Zusammensetzung beider Gesellschaften zeigen, dass insbesondere die Seviri Augustales eine gesellschaftliche Rolle spielten. Die Severi Augustales bestanden hauptsächlich aus Freigelassenen. Nur eine kleine Zahl einfallsreich (Freigeborene) Mitglied war, sehr selten konnten auch Ausländer Mitglied werden[13]. Auch Personen, die einen von der Lex Iulia als unehrenhaft angesehenen Beruf ausübten und als solcher nicht in die Kurie aufgenommen wurden, konnten Mitglieder der Augustales werden[14]. Dies gab Menschen, die anderswo von öffentlichen Ämtern ausgeschlossen waren, die Möglichkeit, Prestige zu erlangen und ihr Prestige zu steigern.

Die Organisation der Augustales war ähnlich der der decuriones bestellen[15], eine Art Stadtrat in der gemeinde. Sie hatten eine Gemeindekasse, die von der summa Gebühr, eine Summe, die neue Mitglieder bei ihrem Beitritt zahlen mussten. Dies war notwendig, da die von den Augustales und Severi Augustales organisierten Opfer und Spiele vollständig auf eigene Kosten bezahlt werden mussten.[16].

Wer den Augustales oder Seviri Augustales beitreten wollte, musste eine ganze Prozedur durchlaufen. Es ist ziemlich sicher, dass die Severi Augustales decuriones bestellen wurden ernannt[17]. Wie bereits erwähnt, gab es bei der Auswahl neuer Mitglieder keine wirkliche Diskriminierung. Die einzige Bedingung um Mitglied zu werden war, dass man eine gewisse Fähigkeit mitbringen musste[18]. Frauen und Sklaven waren natürlich nicht erlaubt. Kandidatenmitglieder mussten sich beim Magistrat der gemeinde. Letzterer eröffnete dann eine Umfrage, um die Eignung des Kandidaten zu untersuchen[19]. Die Liste der in Frage kommenden Kandidaten wurde dann dem decuriones bestellen Daten, die dann eine Reihe von Personen benannten[20]. Die Namen der gewählten Kandidaten wurden dann veröffentlicht[21]. Zu Beginn seines Bestehens war eine Stelle innerhalb des Kollegiums sehr beliebt[19]. Nach einiger Zeit ließ das Interesse jedoch nach und mangels geeigneter Kandidaten musste ein neues Aufnahmeverfahren angewendet werden. So entstand die adlectio, ein Einstiegsweg, bei dem die notwendige Anzahl neuer Mitglieder ohne Formalitäten in den Verein aufgenommen wurde.[22].

Die Augustales und Seviri Augustales hatten viele Pflichten und Befugnisse. Diese Aufgaben gehörten alle zum Kaiserkult. Aber auch der Reichskult der Augustalen schloss sich der Verehrung der anderen Götter an und verband den Kaiser bald mit bedeutenden Göttern und mythologischen Gestalten wie z Merkur und Herkules[23]. Eine der Hauptaufgaben der Augustales und Seviri Augustales war es, Spiele zu organisieren[24]. Die Präsentation dieser Spiele kann enorm variieren. Weil die Leute Zirkusspiele liebten und Gladiatorenkämpfe, organisierten die Augustales regelmäßig Wagenrennen, um die Plebs einhalten[25]. Wie oben erwähnt, mussten sie diese Spiele selbst bezahlen. Es war auch ihre Aufgabe Opfer und organisieren die Mahlzeiten, die diesen Opfern folgten[26]. Darüber hinaus mussten die Augustales und die Severi Augustales eine Reihe von öffentlichen Arbeiten durchführen. Diese öffentlichen Arbeiten wurden dann mit der Summe der Gebühren bezahlt[27]. Auch die Augustales und Seviri Augustales besuchten euergetismus[28], eine Form der Spende, bei der die Eliten freiwillig die Kosten für öffentliche Arbeiten, Brillen, Mahlzeiten usw. trugen, die der Gemeinschaft zugute kamen. Dies deutet wiederum darauf hin, dass die Mitglieder der Augustales und Severi Augustales wohlhabend waren.

Wie bei so vielen Aspekten der Augustales und Seviri Augustales ist noch ungewiss, wie beide Priesterschaften zu Ende gingen. Einige Theorien behaupten, dass sie während der Wirtschaftskrise der Vereinigten Staaten in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind 3. Jahrhundert, wodurch sie einen ruhigen Tod sterben[29]. Die Hypothese, dass die Augustales und Seviri Augustales mit der Ankunft der Christentum[30], scheint mir wahrscheinlicher.

Obwohl viel über die Augustales geschrieben wurde, herrscht noch immer eine große Unsicherheit bezüglich des Themas. Aufgrund des Mangels an Literatur und Quellen zu den Augustales tappen Historiker weitgehend im Dunkeln. Wir können mit einiger Sicherheit sagen, dass Augustales der Name für mehrere separate priesterliche Gesellschaften war, die alle mit dem Kaiserkult und allen damit zusammenhängenden Aspekten verbunden waren.

Fußnoten

  1. G. Bartelinck et al., Hrsg., Dictionary of Antiquity. Encyclopedic Survey of Ancient Egypt-The Ancient Near East-The Greco-Roman World and Early Christiane, Bussum, s.n., 1965-1986, Bd. 1, S.391.
  2. G. Bartelinck et al., Hrsg., ebenda, Bd. 1, S. 391.
  3. H. Gärtner, W. Sontheimer & K. Ziegler, Hrsg., Der kleine Pauly. Lexikon der Alten. Auf Grundlage von Paulys Realencyclopädie der klassischen Alterumswissenschaft, Stuttgart, s.n., 1964-1975, Teil 1, S. 739.
  4. R. Duthoy, „Les Augustales“, in: Aufsteig und Niedergang der Römischen Welt.Geschichte und Kultur Roms im Spiegel der neueren Forschung, Berlin, New York, 1978, Teil II 16.2, p. 1271
  5. R. Duthoy, ebenda, S. 1270
  6. R. Duthoy, ebenda, p. 1272
  7. H. Cancik, M. Landfester & H. Schneider, Hrsg., Der Neue Pauly Enzyklopädie der Antike, Stuttgart, Metzler, 1996-2003, Teil 2, S. 291, Spalte 1.
  8. G. Widisowa et al., Paulys Realencyclopädie der klassischen Alterumswiwwenschaft, Stuttgart & München, s.n., 1993-1978, Bd. 2, p. 2357. und R. Duthoy, „Les Augustales“ in: ANRW, S. 1263
  9. G. Widisowa, ebenda, Bd. 2, p. 2349
  10. R. Duthoy, „Les Augustales“ in: ANRW, S. 131. 1293.
  11. F. Mourlot, Essai sur l'histoire de l'augustalité dans l'Empire Romain, Paris, Libraire Emile Bouillon, 1895, p. 19.
  12. G. Widisowa et al., Paulys Realencyclopädie, Bd. 2, p. 2352.
  13. G. Widisowa et al., ebenda, Bd. 2, S. 2351.
  14. F. Mourlot, Essai sur l'histoire de l'augustalité, p. 87.
  15. H. Cancik, M. Landfester & H. Schneider, Hrsg., Der Neue Pauly, Bd. 2, p. 291, Spalte 2.
  16. H. Gärtner, W. Sontheimer & K. Ziegler, Hrsg., Der kleine Pauly, Bd. 1, p. 739.
  17. F. Mourlot, Essai sur l'histoire de l'augustalité, p. 86
  18. F. Mourlot, ebenda, p. 88.
  19. einbF. Mourlot, ebenda, p. 87.
  20. F. Mourlot, ebenda, p. 88
  21. F. Mourlot, ebenda, S. 88-89.
  22. F. Mourlot, ebenda, p. 89.
  23. G. Widisowa et al., Paulys Realencyclopädie, Bd. 2, p. 2350.
  24. G. Widisowa et al., ebenda, Bd. 2, p. 2352.
  25. F. Mourlot, Essai sur l'histoire de l'augustalité, p. 94-95.
  26. F. Mourlot, ebenda, p. 92.
  27. F. Mourlot, ebenda, p. 96.
  28. R. Duthoy, „Les Augustales“, in: ANRW, p. 1294.
  29. F. Mourlot, Essai sur l'histoire de l'augustalité, S.127.
  30. F. Mourlot, ebenda, p. 128.

Verweise

  • Bartelinck (G.) et al., Hrsg. Wörterbuch der Antike. Enzyklopädischer Überblick über das alte Ägypten - den alten Nahen Osten - die griechisch-römische Welt und das frühe Christentum. Bussum, s.n., 1965-1986, 15 Bde.
  • Cancik (H.), Landfester (M.) & Schneider (H.), Hrsg. Der Neue Pauly Enzyklopädie der Antike. Stuttgart, Metzler, 1996-2003, 13 Bde, 11611 S.
  • Duthoy (R.). „Les Augustales.“ In: Aufsteig und Niedergang der Römischen Welt.Geschichte und Kultur Roms im Spiegel der neueren Forschung. Berlin, New York, 1978-, Teil II 16.2, p. 1254-1309.
  • Gärtner (H.), Sontheimer (W.) & Ziegler (K.), Hrsg. Der kleine Pauli. Lexikon der Alten. Auf Grundlage von Paulys Realencyclopädie der klassischen Alterumswissenschaft. Stuttgart, s.n., 1964-1975, 5 Bde., 4128 S.
  • Murlot (F.). Essai sur l'Histoire de l'Augustalité dans l'Empire Romain. Paris, Libraire Emile Bouillon, 1895, 128 S.
  • Widisowa (G.) ua Paulys Realencyclopädie der klassischen Alterumswissenschaft, Stuttgart & München. s.n., 1993-1978, 71 Bde.