WikiDer > Bass (Singstimme)
Das Bass (von LateinBassus, tief, niedrig) ist in der Gesangskunst das niedrigste Männchen Singstimme mit einer Steigung von etwa E groß bis d'. Auch derjenige, der mit dieser Stimme singt, wird als 'Bass' bezeichnet.
Der Bass ist auch der Name der vierten Stimme in den vier Stimmen Harmonie. In einem vierstimmigen Arrangement eines Liedes singt der Bass oft die Wurzelnote einer Vereinbarung.
In Bezug auf die Tonhöhe (Unterregister) lässt sich der Bass einteilen in:
- der 'tiefe' Bass (basso profondo oder, in Französisch, 'basse edel'), z.B. Sarastro in Die Zauberflöte von Wolfgang Amadeus Mozart;
- der 'glückliche' Bass (basso buffo), zum Beispiel Don Basilio in Il Barbiere di Siviglia von Gioacchino Rossini;
- der „ernste“ Bass (basso serioso oder basso cantato), zum Beispiel Filippo II in Don Carlos von Giuseppe Verdic; und
- der 'folgende Bass' (Basso continuo), ein hauptsächlich instrumental Bass; dies war ein grundlegendes Stilelement der Barockmusik zu Beginn des 17. Jahrhunderts; diese durchgehende instrumentale Bassstimme dient als Begleitung zu den Sängern und anderen Instrumentalisten.
Zu den bekannten Bässen gehören Boris Christoff, Nicolai Ghiaurov, Ruggero Raimondic, Samuel Ramey, Fjodor Schalyapin und Iwan Rebroff.
Besonders von russischen Komponisten wird für sehr tiefe Bässe geschrieben, Chesnokov schreibt zB bis G1 vor.[1]
Verweise
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