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Bioconcentratiefactor

Das Biokonzentrationsfaktor (BCF) einer Chemikalie ist ein Maß für die Fähigkeit dieser Substanz, sich aus der Umwelt im Körper von Organismen anzureichern (Bioakkumulation oder Biokonzentration).

Sie ist das Verhältnis der Konzentration des Stoffes in einem (Wasser-)Organismus und der Konzentration dieses Stoffes im Wasser (im Gleichgewichtszustand). Der BCF muss experimentell bestimmt werden und unterscheidet sich je nach Art des Organismus (Fische, Krustentiere, Algen...).

Die vorgeschlagene europäische Verordnung zur Registrierung, Bewertung und Zulassung von Chemikalien (ERREICHEN) stuft einen Stoff als „bioakkumulativ“ ein, wenn sein BCF (gemessen an Wasserorganismen) größer als 2000 ist, und als „hoch bioakkumulierbar“, wenn sein BCF größer als 5000 ist.

Ein Beispiel für eine stark bioakkumulierende Substanz ist Tributylzinnhydrid, verwendet in Antifouling-Farben für Schiffe. Dafür wurden Biokonzentrationsfaktoren bis 60.000 (bei Muscheln), 11.000 (Meerwasserfische) und 12.000 (Algen) gefunden.

Biokonzentrationsfaktoren werden auch für Nutzpflanzen wie Gemüse verwendet; dies ist dann das Verhältnis der Konzentration des Schadstoffes in der Pflanze und im Boden. Auch die Beschaffenheit des Bodens beeinflusst dies; der BCF variiert je nach Beschaffenheit des Bodens.

Siehe auch