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Biowert (vollständiger Name: DELTA Biovalue B.V.) wurde im April 2001 von den Herren Hilboezen und Wortelboer gegründet[1]. Im April 2006 kaufte es SeelandVersorgungsunternehmenDELTA eine Beteiligung von 65 % an der Gesellschaft und Ende 2008 hielt DELTA alle Anteile. Die Produktion von Biodiesel begann Mitte 2007, aber aufgrund enttäuschender Ergebnisse war das Unternehmen bereits Pleite. Im September 2012 wurde bekannt gegeben, dass Bio-Oil die Fabrik übernehmen wird.
Einrichtung
Die Aussichten für Biodiesel waren zunächst günstig. Im Jahr 2005 führten internationale Vereinbarungen zu einer Verpflichtung zur Vermischung Biodiesel bei normal Diesel-. Das fing mit einem kleinen Anteil von 2% an und musste sein EU-Richtlinien 2010 auf 5,75 % ausgeweitet werden.
Mit DELTA als Großaktionär wurde im Juli 2006 mit dem Bau einer industriellen Biodieselanlage im Eemshaven. Das Fassungsvermögen betrug etwa 65 Millionen Liter Biodiesel pro Jahr und fast 30 Arbeiter wurden benötigt. Die technische Fertigstellung erfolgte im August 2007 und einen Monat später startete die Produktion. Es handelte sich um eine sogenannte Biodieselfabrik der ersten Generation. Der Hauptrohstoff war Raps, aber auch andere Ölsaaten können verarbeitet werden. Die Rapssaat kam aus anderen Ländern per Schiff in die Eemshaven Auf. Eine Verladestation an der Kaimauer transportierte die Rapssaat zu vier Lagersilos transportiert[2]. Die Rapssaat wurde in der Fabrik gepresst, wonach die Rapsöl wurde zur Herstellung von Biodiesel verwendet. Biovalue hatte einen einzigartigen Produktionsprozess, der keinen Abfall produzierte und während der Produktion wenig Energie verbrauchte. Der Rückstand wurde zu einem Zusatzstoff für die Futtermittelindustrie verarbeitet.
Ergebnisse
Die Fabrik hat seit ihrer Gründung Verluste erlitten. 2008 betrug der Verlust 11,9 Millionen Euro bei einem Umsatz von 73 Millionen Euro. 2009 hat sich der Umsatz mehr als halbiert und der Verlust auf 44,4 Mio. € erhöht. Das Ergebnis 2009 wurde jedoch zusätzlich durch eine Vollabschreibung der Produktionsmittel in Höhe von 38 Mio. € belastet[3].
Die Hauptgründe für diese schlechten Finanzergebnisse waren die starken Schwankungen des Rapspreises[3]. Die Pressenanlage funktionierte nicht optimal, so dass weniger Öl aus Raps gewonnen wurde als gewünscht. Auch die weniger strengen staatlichen Vorschriften zur Beimischung von Biokraftstoffen spielten eine wichtige Rolle[3]. Die Beimischungspflicht wurde 2008 auf 4 % im Jahr 2010 reduziert. Schließlich wurde der stark gestiegene Import von billigem Biodiesel aus dem Vereinigte Staaten und Lateinamerika gegen. Die geringere Nachfrage zwang Biovalue 2009 dazu, die Produktion für drei Monate einzustellen. Technisch war die Installation von Anfang an veraltet; es handelte sich um eine Biodieselanlage der ersten Generation, während die zweite Generation schon länger auf dem Markt war und an einer dritten Generation bereits gearbeitet wurde[3].
Geschäftsende
Anfang 2010 hat sich DELTA aufgrund der anhaltenden Verluste entschieden, die Biodieselanlage zu veräußern. Die Wahl lag zwischen Abriss oder Verkauf. Ein möglicher Käufer, Sunoil, wurde Mitte 2010 gefunden, aber am Ende wurde keine Einigung erzielt[3].
Bio-Öl kauft Biovalue
Im September 2012 wurde bekannt, dass der Insolvenzverwalter einen Käufer für Biovalue gefunden hat. Es österreichisch Firma Bio-Oil übernimmt die Fabrik[4]. Im Januar 2013 wird die Fabrik wieder in Betrieb gehen und 23 Mitarbeiter beschäftigen. Bio-Oil wird Biodiesel aus Altfetten herstellen und nicht - wie ursprünglich geplant - aus Raps.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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