WikiDer > Burg Posterstein
Burg Posterstein | ||
| Ort | Posterstein, Deutschland | |
| Koordinaten | 50° 52′ N, 12° 15′ O | |
| Allgemeines | ||
| Schlosstyp | Hohe Burg | |
| Eingebaut | ca. 1191 | |
| Webseite | http://www.burg-posterstein.de | |
| Detailkarte | ||
| Liste der Schlösser in Deutschland | ||
Das Burg Posterstein (Deutsche: Burg Posterstein) ist eine Burg in der Nähe der deutschen Stadt Posterstein, in dem Kreis Altenburger Land, Thüringen (Bundesland).
Geschichte
Bis zum 16. Jahrhundert war die Burg Stein erwähnt. Die erste bekannte Erwähnung stammt aus einer Urkunde aus dem Jahr 1191, in der der Ministerialrat Gerhard de Nubodicz und seine Mutter Mechthilde van Stein erwähnt werden. Als Besitzer auch genannt: Ritter Gerhard der Mittlere, Gerhard genannt von Löwenberg, Gerhard der Jüngere, Conrad Heidenreich und Eberhard von Stein (der Lapide).
Im 15. Jahrhundert gelangte das Land in den Besitz der Brüder Puster, die nach damaligem Sprachgebrauch als Postern vom Steyne - ein Hinweis darauf, wie der gebräuchliche Ortsname Posterstein seit dem 16. Jahrhundert entstand.
1528 gelangte die Burg in den Besitz der Familie Pflugk, denen es mit der Zeit gelang, die Herrschaft durch effektive Herrschaft und fruchtbare Heiratspolitik zu stärken und auszubauen. Im 17. Jahrhundert wurde das stark von der Zeit geprägte und vom Krieg betroffene Schloss instand gesetzt und die angrenzende Kirche mit barocken Schnitzereien verziert (Inschrift: Johannis Hopf 1689).
Nach mehreren Besitzerwechseln (von Werder, von Flemming) erwarb 1833 die bürgerliche Familie Herrmann das Rittergut. Rudolf Ditzen (1893-1947), später bekannt als Schriftsteller, folgte von 1913-1915 Hans Fallada, seine landwirtschaftliche Ausbildung in Posterstein.
Mit der Durchführung der Bodenreform in Thüringen wurde 1946 auch das Rittergut Posterstein enteignet. Die gleichnamige Burg ist seit 1952 in der denkmalgeschützten Burg untergebracht: Burg Posterstein. Die Anlage wurde von 1984 bis 1991 komplett restauriert.
Literatur
- Sabine und Klaus Hofmann: Burg Posterstein Geschichte und Restaurierungstein. Museum Burg Posterstein 1998.
- Thomas Bienert: Mittelalterliche Burgen in Thüringen. Wartberg Verlag, Gudensberg-Gleichen 2000, ISBN 3-86134-631-1. S. 22. (enthält teilweise falsche Angaben).
- Georg Dehio (Begr.), Stephanie Eißing (Bearb.): Thüringen (Handbuch der deutschen Kunstdenkmäler / Dehio-Handbuch). Deutscher Kunstverlag 1998
- Hans C. von der Gabelentz: Die Ausgestorbenen Adelsfamilien des Osterlandes. Im: Mitteilungen der Geschichtsforschenden Gesellschaft des Osterlandes, Jg. 1836–66, ISSN0863-694X
- Klaus Hoffmann (Hrsg): Die Herzogin von Kurland im Spiegel ihrer Zeitgenossen. Europäische Salonkultur um 1800. Zum 250. Geburtstag der Herzogin von Kurland, Museum Burg Posterstein, 2011
- Sabine und Klaus Hofmann: Wo ich einst residierte, wo ich Fürstin des Landes war…Lebensstationen der Herzogin von Kurland, Museum Burg Posterstein, 2007
- Sabine und Klaus Hofmann: Zwischen Metternich und Talleyrand. Der Musenhof der Herzogin von Kurland im Schloss zu Löbichau, Museum Burg Posterstein, 2004
- Museum Burg Posterstein (Herausgeber): Ein Wegweiser durch die Burg Posterstein.
| Siehe die Kategorie Burg Posterstein von Wikimedia Commons für Mediendateien zu diesem Thema. |