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Cambridge Structural Database

Das Cambridge Strukturdatenbank, abgekürzt CSD, ist ein Datenbank in denen alle in der wissenschaftlichen Literatur veröffentlicht wurden Kristallstrukturen von organischen und metallorganischen Verbindungen, die mit Röntgenstrahlen behandelt wurden oder Neutronenbeugung wurden gelöst.

Zu den wichtigsten in der Datenbank pro eindeutiger Verbindung (Eintrag) gespeicherten Daten gehören unter anderem die Strukturformel, der Name der Verbindung, die Elementarzelle, die Kristallsymmetrie, die Raumgruppe, die Atomkoordinaten und eine Zahl, die angibt that die Genauigkeit, mit der die Struktur bestimmt wurde, der sogenannte R-Faktor.

Die Entwicklung des CSD begann in 1965, als es noch kaum Computer gab, als jährliche Druckausgabe aller bekannten organischen Kristallstrukturen, damals ca. 3000. In 2007 die mehrfach elektronisch durchsuchbare Datei enthielt mehr als 400.000 Einträge. Im 2015 diese Zahl hatte sich auf über 800.000 Bauwerke verdoppelt. 2019 wurde der Meilenstein von 1 Million Kristallstrukturen überschritten.

Die CSD ist in vielen Bereichen eine unverzichtbare chemische Informationsquelle und wird intensiv genutzt, um beispielsweise Wasserstoffbrückenbindungen (intermolekulare Wechselwirkungen, die unter anderem für biochemische Prozesse verantwortlich sind), für die Untersuchung von Materialeigenschaften und als Referenzmaterial für theoretische chemische Berechnungen.

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