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Kinderstraße war ein mehrjähriges Forschungs- und Gestaltungsprojekt zur kinderfreundlichen Straße. Es hatte einen internationalen Start, konzentrierte sich aber schließlich auf die Situation in den Niederlanden. Das Projekt lief von 2004 bis 2009.
Geschichte
Grund war das regelmäßige internationale Interesse unter anderem aus Großbritannien für Wohngebiete in den Niederlanden als Beispiel für eine kinderfreundliche Straße. Diese Exkursionen wurden in der Regel von Mitarbeitern der der Fußgängerverband und Stiftung Kinderpriorität. Über die Exkursion wurde 1999 ein ausführlicher Filmbericht [1] angefertigt. Darüber hinaus bestand innerhalb des International Network of ChildFriendly Cities Bedarf an einer Konferenz, die stärker auf die kindgerechte Gestaltung des öffentlichen Raums ausgerichtet war.
Sommerkonferenz 2005
In Zusammenarbeit mit dem IIUE, dem International Institute for the Urban Environment, wurde in Delft eine mehrtägige internationale Sommerkonferenz organisiert. Die Gemeinde Delft und der Technische Universität Delft gemeinsam veranstaltet. Das Thema wurde aus internationaler Perspektive behandelt, zum Beispiel Referenten aus den USA und Japan. Während der Konferenz wurde die erste Version des KiSS-Messgeräts, der Kinderstraatscan [2], vorgestellt und getestet. Design-Sessions wurden an der Technischen Universität abgehalten. Ein niederländischer Konferenzbericht [3] wurde von der Verkehrssicherheitsorganisation vorgelegt Sicherer Verkehr Niederlande (VVN, damals noch 3VO für sicheren Verkehr genannt) als Mitveranstalter an alle Gemeinden.
Nachforschungen
Im Auftrag der Stadtregion Haaglanden Nachforschungen wurden durchgeführt. Daraus entstand 2007 ein Zwischenbericht, Playing on the Street [4], in dem eine Typologie der kinderfreundlichen Straße vorgestellt wurde. Im Jahr 2009 wurde die Abschlusspublikation Childstreet 2009 [5] veröffentlicht. Diese Publikation wurde 2009 vom Verkehrswissensinstitut kpVV/CROW allen Kommunen vorgestellt und mit einer nationalen Konferenz abgeschlossen.
Straßenkonzept für Kinder
Das Spielen auf der Straße war bis 1960 üblich, danach wurde das Kind vom Auto gewissermaßen weggeschoben. Das ist schlecht für die gesunde Entwicklung von Kindern. Childstreet definiert zusätzlich zu Nachhaltig sicher Gestaltungsanforderungen an die eigenständige Mobilität von Kindern. Diese Anforderungen sind oft auch für viele andere schutzbedürftige Menschen auf der Straße attraktiv, beispielsweise für ältere Menschen und Behinderte. Damit legte dieses Projekt eine praktische Grundlage für die Entwicklung des Feldes Wohnsitz. Dieser Begriff wurde in der letzten Veröffentlichung geprägt.
- Sicherer Wohnraum direkt vor der Haustür
- Innerhalb geschlossener Ortschaften sind 30 km/h Standard und 50 km/h dürfen nur angewendet werden, wenn die Sicherheit der Schwachen gewährleistet ist (Radwege, Querung)
- Bei 30 km/h haben Wohnstraßen einen guten Gehweg, wenn kein Platz dafür ist, wird das Wohngebiet bevorzugt, damit der Straßenraum besser genutzt werden kann.
Zukunftsperspektive
Die abschließende Veröffentlichung schließt mit einem Entwurf einer machbaren Zukunftsperspektive. Unter Verwendung der periodischen Instandhaltungsarbeiten und der Stadterneuerung sind im Bereich der Straßenkategorisierung folgende quantitative Entwicklungen von 2010 bis 2025 wünschenswert und mit den Prozentsätzen im Jahr 2009 als Ausgangspunkt realisierbar:
- autofreie Straßen von 15% bis 20%
- (Wohn-)Erbstücke von 10 % bis 20 %
- 30 km Straßen ohne guten Asphalt von 15% auf 5%
- 30 km Straßen mit guten Bürgersteigen bleiben bei 35%
- 50 km Straßen ohne Radweg von 15% auf 5%
- 50 km Straßen mit Radweg von 10% bis 15%
In dieser Zeit kann der Übergang von 50 km/h auf 30 km/h auch innerhalb geschlossener Ortschaften standardmäßig erfolgen. Die Arbeit wurde von WoonERFgoed fortgesetzt, das Teil von LEUTESTRASSE