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EIN Computer-Notfallteam (CERT) ist ein spezialisiertes Team von ICT-Experten, das bei Sicherheitsvorfällen mit Computern oder Netzwerken schnell reagieren kann. Ziel ist es, Schäden zu reduzieren und eine schnelle Wiederherstellung der Dienste zu fördern. Neben der Reaktion auf Vorfälle konzentriert sich ein CERT auch auf die Prävention und Vorbereitung.
CERT ist das Akronym, das das Software Engineering Institute der Carnegie Mellon Universität in Pittsburg wurde das erste Computer Emergency Response Team (bekannt als CERT/CC) eingerichtet.[1] Da die Carnegie Mellon University den Namen CERT schützt, werden andere Incident Response Teams auch als CSIRT (Computer Security Incident Response Team) oder die Abkürzung für Computer Emergency Readiness Team verwendet. Im Wesentlichen haben sie die gleiche Funktion: Vorfälle zu verhindern und zu handeln, wenn ein Vorfall eintritt.
Geschichte
Der Grund für die Gründung von CERT/CC ist der Ausbruch der Morris-Wurm im Internet im Jahr 1988. Dieser Wurm verbreitete sich schnell in einem Großteil des damaligen Internets und unterbrach unter anderem E-Mail-Dienste, weil Server abstürzten. Unmittelbar nach dem Ausbruch des Wurms und der schwierigen Genesung entschied das American Defense Institute Agentur für fortgeschrittene Verteidigungsforschungsprojekte (DARPA) zur Bereitstellung von Budgets für die Einrichtung eines Expertenteams zur Koordinierung von Sicherheitsvorfällen im Zusammenhang mit Computern und Netzwerken. Die Tatsache, dass das CERT/CC innerhalb von zwei Wochen nach der Bergung des Morris-Wurms eingerichtet wurde, ist ein Hinweis auf die Auswirkungen des Wurms.
CERT/CC hat Methoden und Werkzeuge entwickelt, um Vorfälle zu verhindern und Probleme schnell zu analysieren. Kurz nach seiner Gründung förderte CERT/CC die Gründung von CERTs in anderen Organisationen und Ländern. Inzwischen gibt es etwa 200 CERTs in 43 Ländern. 1992 gegründet SURFnet in den Niederlanden erstmals ein CERT.
Erscheinungsbilder eines CERT/CSIRT
Jedes CERT/CSIRT ist insofern einzigartig, als es für verschiedene Mitgliedsgruppen (Wahlkreise) arbeitet, in verschiedenen Organisationen verankert ist und unterschiedliche Fachgebiete hat. Im Allgemeinen sind drei Erscheinungsformen dominant:
- das zentrale Team, in dem alle Vorfallbearbeiter für die Vorfallreaktion zuständig sind und bei einem Vorfall in die Computer und Netzwerke eingreifen.
- das virtuelle oder dezentrale Team, in dem Incident-Handler in anderen Organisationseinheiten arbeiten und (Teilzeit) als Incident-Handler arbeiten
- das Koordinationsteam, in das die Störfallbearbeiter nicht selbst eingreifen, sondern mit den tagtäglichen technischen Administratoren der EDV-Infrastruktur in den Organisationseinheiten zusammenarbeiten. Das Koordinationsteam konzentriert sich mehr auf Ansprache, Analyse, Kommunikation und Beratung.
In Organisationen, in denen Informationssicherheit wichtig, ein CERT verschmilzt oft mit der Betriebsführung von Sicherheitssystemen in einem SOC.
Da das Internet zu einem integralen Bestandteil lebenswichtiger gesellschaftlicher Prozesse geworden ist, gibt es in vielen Ländern ein CERT/CSIRT, das auf nationaler Ebene koordiniert.
Niederländische CERTs/CSIRTs
CERTs/CSIRTs sind bei privaten und öffentlichen Organisationen in den Niederlanden im Einsatz, darunter:
- NCSC, zentrale Informationsdrehscheibe und Kompetenzzentrum für Cybersicherheit in den Niederlanden
- AMC-CERT, für die Systeme von Akademisches Medizinisches Zentrum Amsterdam
- CERT-RU, für die Informationssicherheit der Radboud-Universität in Nimwegen
- CERT-RUG, für die Systeme der Universität Groningen
- DI-CERT, das CERT of Digital Investigation in Hilversum, bietet CERT-Dienste für Unternehmen in den Niederlanden
- DefCERT, Teil der Joint IV-Kommando für die Systeme der Verteidigungsministerium
- Edutel-CSIRT, für die IP-Dienste von Edutel .
- EUR CERT, für die Informationssicherheit der Erasmus-Universität Rotterdam
- FoxCERT, Reaktion auf Vorfälle Fox-IT[2]
- CED, Informationssicherheitsdienst für (niederländische) Gemeinden [3]
- ING Globale CIRT
- KPN-CERT für die Dienste von KPN
- Northwave-CERT und Northwave-SOC
- NFIR, Cybersicherheit, digitale Forensik, Stifttests
- Rabobank SOC
- Saxion-CSIRT, Teil von Sachsen
- SURFcert, für alle angeschlossenen Institutionen SURFnet
- Tesorion CERT und Tesorion SOC
- UVA-CERT, für Systeme aus der Universität Amsterdam
- VUCERT, für Systeme der Freie Universität in Amsterdam
- WUR-CERT, für die Systeme von Universität Wageningen und Forschungszentrum
- CERT-UU, für Systeme innerhalb der Universität Utrecht
- CERT-UT, für Systeme innerhalb der Universität Twente
- Z-CERT, Kompetenzzentrum Cybersicherheit im Gesundheitswesen[4]
Externe Links
- eine Übersicht der Leistungen, die von einem CSIRT erwartet werden können
- NIST SP 800-61, ein Handbuch für CSIRTS
- Belgisches Cyber-Notfallteam des Bundes
- Portal für Computer Emergency Response Teams in den Niederlanden
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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