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EIN (Musik-)Konservatorium ist eine schule in der höhere Bildung wo man sich zum Berufsmusiker, Schauspieler/Schauspieler oder Tänzer ausbilden kann.
Historischer Hintergrund
Der Name 'Wintergarten' leitet sich vom Latein 'konservieren' (= 'bewahren'). Der Name geht zurück auf die Waisenhäuser, 'Lagerräume' (Schutzplätze) für verwaiste Kinder, in Italien. Bereits Papst Gregor II (ca. 600) rekrutierten Jungen aus diesen Einrichtungen für die Sängerknaben. Seit dem 16. Jahrhundert wurde es zur Regel, dass diese Burschen, wenn sie eine gute Stimme und musikalisches Gespür hatten, eine Sängerausbildung zugunsten der Chöre der Kathedralen und anderer großer Kirchen erhielten. Erst Ende des 18. Jahrhunderts wurden in anderen Ländern außerhalb dieser Waisenhäuser Musikschulen gegründet, doch der Name hat sich in praktisch allen Ländern bis heute erhalten.
Die wichtigsten Konservatorien wurden in Neapel gegründet (1537: die: Santa Maria di Loreto, der Vorgänger des aktuellen Conservatorio di San Pietro a Majella di Napoli), Stockholm (1771), Stuttgart (1775), Paris (1784), Mailand (1807), Prag (1811), Brüssel (1813), Wien (1822), London (1822), Den Haag (1826), Madrid ( 1830), Genf (1835), Boston (1853), Sankt Petersburg (1862), Moskau (1866), Amsterdam (1862) und Antwerpen (1897).
Ende des 20. Jahrhunderts erhielten viele niederländische und belgische Orte für ihre Musikschule den Rechtsstatus „Konservatorium“. Darüber hinaus hat sich die bisherige Beschränkung der Zahl der Musikfächer, die an einer Musikhochschule unterrichtet werden, erheblich ausgeweitet.
Struktur
Abhängig von der eingeschlagenen Richtung ist es möglich, ein Diplom zu erhalten auftretender Musiker, Dirigent, Komponist zu erwerben, ggf. ergänzt durch ein pädagogisches Diplom (Musiklehrer). Aufgrund der Einführung der Bachelor-Master-System (BaMa)-Absolventen erhalten zudem das international anerkannte akademischer TitelBachelor of Music Arts (BMA).
Neben den offiziellen Konservatorien gibt es auch einige Privatschulen, an denen man sich zum Berufsmusiker, Sänger etc. ausbilden kann. Dies ist jedoch im Vergleich zu den bisherigen Konservatorien mit erheblichen Kosten verbunden.
Um an einem Konservatorium aufgenommen zu werden, müssen Sie zuerst ein Aufnahmeprüfung (bestehend aus einem schriftlichen und/oder mündlichen theoretisch Teil und ein praktischer Teil, ein "Vorsprechen"). Erfahrung in der Musik ist daher eine Voraussetzung. Darauf kann man sich vorbereiten, indem man eine Musikakademie besucht, die in Flandern als berufsbegleitende Kunstausbildung, oder im Kunstsekundarschulbildung für das Studienfach Musik- oder Wortkunst wählen.
Neben der Wintergartenausbildung ist es auch möglich UniversitätMusikwissenschaft studieren. Hier sind vor allem theoretische Fächer wichtig, nicht Instrumentenkenntnisse. Es gibt auch Rockakademien die sich spezialisiert haben Popmusik als Studienfach.
Darüber hinaus kann man durch ein Staatsexamen einen Bachelor-Abschluss erwerben. Die theoretischen Fächer werden dann in der Regel an einem darauf spezialisierten Institut (zB MOS) belegt, die praktischen Fächer werden von einem Privatlehrer betreut. Personen, die diesen Prozess durch ein Staatsexamen absolvieren, sind oft Personen, die in einem späteren Alter ein Diplom auf Konservatoriumsniveau für ihr Instrument erwerben möchten.
Literatur
Andreas Dorschel, 'Die Idee des Konservatoriums', in: Mendelssohns Welten, Hrsg. Laurenz Lütteken (Kassel - Basel - London: Bärenreiter, 2010), 89-108.