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Cryovulkanisme
Kryovulkanismus auf Enceladus, einer der Monde von Saturn.

Kryovulkanismus oder Eisvulkanismus ist die Form von Vulkanismus wie es auf einigen eisigen Monden um die Jupiterplaneten. Diese Welten bestehen nicht aus Felsen, wie terrestrische Planeten, aber größtenteils aus Wassereis. Der dort auftretende Vulkanismus produziert also kein Magma in Form von flüssigem Gestein, sondern Eismagma in Form von Kunststoff oder flüssigem geschmolzenem Eismaterial.

Auf den Jupitermonden Europa und Ganymed dieses Eismagma kann aus gewöhnlichem Wassereis bestehen (eventuell mit darin gelösten Magnesium- und Natriumsulfaten). Da dort keine so sehr niedrige Temperatur herrscht, wird relativ wenig zusätzliche Energie benötigt, um das Eismaterial zu verflüssigen.

Auf den vulkanischen Eismonden um Saturn (wie z Enceladus, Titan), Uranus (Ariel) und Neptun (Triton) ist es viel kälter und wahrscheinlich kann nicht genug Wärme erzeugt werden, um gewöhnliches Wassereis plastisch zu machen. Dort besteht das Eismagma eher aus einer Mischung aus Wasser und Ammoniak.

Dass auf Titan wahrscheinlich Eisvulkane aktiv sind, schlossen amerikanische Forscher 2008 anhand von Fotos und Messungen des amerikanischen Planetenforschers. Cassin. Früher gab es schon indirekt Beweise für eine solche Existenz von Eisvulkanismus auf Titan wurden gefunden. Neue Messungen, vorgestellt im Dezember 2008 auf einer Tagung der Amerikanische Geophysikalische Union, lässt sich folgern, dass Teile der Oberfläche dieses Saturnmondes im Laufe der Zeit ihre Helligkeit ändern, als ob sich neues, reflektierendes Material abgesetzt hätte. Außerdem wurde in diesen hellen Bereichen das Vorhandensein von gefrorenem Ammoniak festgestellt - dieses Molekül wurde bereits unter der Oberfläche des Titans vermutet. Die Messungen könnten jedoch auch durch lokalisierte Veränderungen in der Atmosphäre von Titan erklärt werden.