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Diederik Willem (Dick) Simonis (Amsterdam, 10. September1919 - Zeist, 20. April2004)[1] ist ein Holländer Industriedesigner, Schmuckdesigner und Goldschmied. Simonis begann seine Ausbildung zum Goldschmied 1940 an der Institut für Angewandte Kunstpädagogik in Amsterdam. Dann ging er nach Dänemark und Schweden, um seinen Designstil zu perfektionieren. Sein Stil könnte daher als skandinavisch bezeichnet werden.
Als Sohn des Gerofabriek-Direktors Henri Simonis war er ab 1944 bei der Gerofabriek angestellt. Nach dem Zweiten Weltkrieg war es vor allem wichtig, die Produktion wieder aufzunehmen und der Einführung neuer Modelle wurde keine Aufmerksamkeit geschenkt. 1955 stellte die Fabrik in Gero die Produktion von Zinnobjekten ein, so dass nur noch Zilmeta- und Zilvium-Objekte hergestellt wurden. Ab 1959 stellte Gero auch Zilduro-Produkte her, bei denen der Nickelanteil höher ist als bei Zilmeta-Objekten.
1957 ging Geros ständiger Designer Georg Nilsson in den Ruhestand. Mit der Ernennung von Georg Jensens Sohn Ib Georg Jensen versuchte der damalige Direktor, einen bekannten Designer aus Dänemark zu gewinnen. 1962 kehrte Ib Jensen jedoch nach Fertigstellung einiger Entwürfe nach Dänemark zurück. Dick Simonis war der einzige fest angestellte Designer der Gero-Fabrik. Die technisch gut gestalteten Objekte von Simonis zeichnen sich durch eine nüchterne, schmucklose Linie aus. Der Einfluss aus Dänemark, wo er einen Teil seiner Ausbildung erhalten hatte, ist deutlich sichtbar. Ein 1958 von Simonis entworfenes Gero Zilmeta Pfannenset wurde in Brüssel und Kanada ausgezeichnet, „weil ihre hohe Qualität mit einer angenehmen Form verbunden ist“. Das Campingbesteck 'Relax' mit bunten Griffen von 1965 wurde für den großen Markt produziert. Es erfüllte die Verbraucherbedürfnisse mit geringerem Gewicht und mehr Farbvariationen. Es musste nicht gereinigt werden. 1966 wurden die Entwürfe von Dick Simonis in einer Ausstellung „Essgeschirr aus Metall“ im Stedelijk Museum in Amsterdam ausgestellt. Der Verkauf dieser schlanken modernen Produkte war nur ein Teil des Sortiments, das 1962 aus ca. 4000 – 5000 verschiedenen Artikeln bestand, die von mehr als 1000 Händlern verkauft wurden. Die Verbrauchernachfrage war für die Gerofabriek ein wichtiger Punkt, um das Besteckdesign in die Produktion aufzunehmen. Simonis hatte nicht viel Gestaltungsfreiheit. Als Designer musste er berücksichtigen, dass die Produktionskosten niedrig blieben. Dies äußerte sich oft in einem schlanken Design.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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