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Dirk Bruyn
Dirk Bruyn
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Allgemeine Information
GeborenAmsterdam, 1657
VerstorbenAmsterdam, März 1708
StaatsangehörigkeitFlagge der Niederlande Die Niederlande
BerufBuchdrucker
Portal  Portalsymbol  Kunstkultur

Dirk Bruyn (1657 - März 1708), auch genannt Dirk Bruijn, war ein Amsterdamer Drucker. Er war von 1695 bis 1708 beschäftigt.

Leben und Arbeiten

Dirk Bruyn wurde 1657 als Sohn des Trockenrasierers Dirk Bruyn und Femmetje Hendricx (Meyer) geboren. Am 16. Februar 1657 wurde er in der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Amsterdam getauft. Dirk Bruyn trat am 15. Oktober 1685 zusammen mit seinem fünf Jahre jüngeren Bruder Hendrik in die Zunft der Buchdrucker ein. Die Brüder waren Lutheraner und druckten mehrere lutherische Bücher. Am 15. September 1688 wurden sie zu einem Jahr Ladenschließung und einer Geldstrafe von 150 Gulden für den Druck und Verkauf eines Spottes verurteilt.

Am 10. Juli 1696 wurden die Brüder Eigentümer der Druckerei Erven Blaeu an der Bloemgracht. Sie nutzten diese Druckerei vermutlich seit dem 1. Mai 1696. Bis zu ihrem Tod blieben die Brüder an der Bloemgracht ansässig. Ihre Räumlichkeiten waren als „Bloemgracht an der dritten Brücke“ oder „Bloemgracht an der Ecke der letzten Querstraße“ bekannt.

Das Titelblatt von Christliche Antrits-Predigt von Johan Georg Hunslar, auf dem Dirk und Hendrik Bruyn ihre Namen in deutscher Sprache gedruckt haben.

Dirk Bruyn starb im März 1708. Er wurde am 12. März 1708 beigesetzt. Seine Hälfte der Druckerei ging durch seinen Willen in den Besitz seiner Eltern über. Hendrik Bruyn kaufte die Hälfte der Druckerei von seinen Eltern und wurde damit zum vollständigen Eigentümer.

Veröffentlichte Werke

Von 1695 bis 1709 erschienen verschiedene Ausgaben mit den Namen Dirk und Hendrik Bruyn. Diese Veröffentlichungen hatten fast alle etwas mit der lutherischen Gemeinde zu tun. Unter anderem druckten die Brüder viele lutherische Bibeln und Psalmbücher. Diese Bibeln und Psalmbücher wurden 1701 gedruckt. Gemäß einer Vereinbarung vom 27. April 1700 durften die Hefte nur mit Zustimmung des Papiereinkäufers Jan van Duysbergh verkauft werden. Er hatte die Psalmen gereimt und für die Veröffentlichung am 7. Januar 1688 ein 15-jähriges Privileg von den Staaten Hollands erhalten.

Die Brüder druckten viel auf Niederländisch, aber auch eine Reihe von Werken in anderen Sprachen, darunter auch Deutsch. Auf den in deutscher Sprache gedruckten Werken nannten sie sich „Diderich und Hendrich Bruyn“.

Dirk und Hendrik Bruyn haben unter anderem auch folgende Werke veröffentlicht:

Literatur

  • ICH H. van Eeghen (1965). Die Amsterdamer Buchhandlung 1680-1725. Teil 3. Angaben zu den Herstellern, ihren internationalen Beziehungen und Ausgaben A-M. s. 54-57. Scheltema & Holkema, Amsterdam.
  • M. M. Schneider (1914). Die Buchhandlung in Amsterdam hauptsächlich im 17. Jahrhundert. Geographische und historische Anmerkungen. s. 110. Den Haag: Martinus Nijhoff.