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FG42
FG42

Das FG42 ist eine Waffe, die in der Zweiter Weltkrieg hauptsächlich von deutschen Fallschirmjägern eingesetzt. Sie ist für das Kaliber 7,92 x 57/8 x 57 IS ausgelegt. FG42 steht für "Fallschirmjägergewehr 42". Das ist deutsch für Fallschirmjägergewehr von 1942. Die Waffe wurde in Auftrag gegeben von Hermann Göring. Obwohl es wie viele andere deutsche Waffen eine gute Waffe war, wurde es in sehr geringer Stückzahl hergestellt. Dies liegt vor allem an den hohen Kosten, die mit der Herstellung des Gewehrs verbunden sind. Die Waffe auf dem Foto rechts ist der erste Typ, es werden insgesamt 3 Typen hergestellt, von denen 2 sehr ähnlich sind. Der 2. und 3. Typ (FG 42/II) haben einen fast quadratischen Pistolengriff und einen Holzkolben.

Entwicklung

Während der Schlacht um Kreta (20.-29. Mai 1941) mussten die deutschen Fallschirmjäger nur mit Pistolen, Pistolen-Maschinengewehren und Handgranaten landen. Das deutsche Fallschirmsystem veranlasste den Fallschirmjäger, auf den Knien zu landen und dann in eine Vorwärtsrolle zu gehen. Infolgedessen war es nicht möglich, schwere Waffen zu tragen. Oft wurden separate Container abgeworfen, die die Waffen enthielten. Während der Schlacht um Kreta hatten die Briten, Neuseeländer, Australier und Griechen den Vorteil von Langstrecken-(Maschinen-)Gewehren. Dies machte die Situation der deutschen Fallschirmjäger sehr schlimm, denn sie mussten erst zu den abgeworfenen Waffencontainern gelangen. Die hohen Verluste der deutschen Fallschirmjäger (ca. 4500 Tote) sorgten daher dafür, dass die Deutschen mit der Entwicklung des neuen Gewehrs begannen.

Hermann Göring, Kommandant der „Luftwaffe“, argumentierte, dass die deutschen Fallschirmjäger eine automatische Waffe erhalten sollten. Aufgrund von Meinungsverschiedenheiten zwischen Wehrmacht und Luftwaffe Luftwaffe die Waffe selbst zu entwickeln. Dies war möglich, weil die deutschen Fallschirmjäger Teil der Luftwaffe waren. Die sogenannten LC-6-Spezifikationen bestanden darauf, dass die Waffe nicht länger als 100 Zentimeter sein sollte und dass die Waffe nicht schwerer als die K98. Auch das Kaliber entsprach dem einer K98. Die Waffe musste auch halbautomatisch und (in der Funktion eines leichten Maschinengewehrs) vollautomatisch schießen können. Eine revolutionäre Waffe ist sie auch deshalb, weil sie halbautomatisch mit geschlossenem Verschluss (d Bolzen ist nach hinten und schiebt bei nach vorne gezogenem Abzug eine Patrone in das Patronenlager und feuert sie sofort ab). Mit einem geschlossenen Verschluss können Sie viel genauer schießen, da der Verschluss Ihrer Waffe nicht zuerst nach vorne eilt, und für die Vollautomatik ist ein offener Verschluss sinnvoller, da Kammer und Lauf besser abkühlen. Dieses Prinzip wurde auch beim amerikanischen leichten Maschinengewehr M41 Johnson angewendet.

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