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Gerard Dochy (Zonnebeke, 14. August1903 - Izegem, 19. Mai1990) war ein Belgier Politiker. Er war 38 Jahre alt Bürgermeister der Gemeinde Oekene.
Biografie
Gerard Dochy war ein Bauernsohn aus Zonnebeke. Während der Erster Weltkrieg die Familie Dochy floh nach Frankreich, in die Marne-Region. Nach dem Krieg blieben die meisten Familienmitglieder in Frankreich hängen. Gerard Dochy kehrte nach Zonnebeke zurück, wo er bis zu seiner Heirat 1931 mit Emma Vanneste aus Oekene auf dem elterlichen Hof tätig war. Er zog nach Oekene, um dort eine Farm zu betreiben.
Seine Frau stammte aus einer Familie, die der kleinen Landgemeinde bereits einen Bürgermeister gestellt hatte. Bald nach seiner Heirat wurde er als Mitglied der Kommission für öffentliche Unterstützung. Die 1930er Jahre hatten die Gemeinde Oekene politisch gespalten. Nach dem Umzug des Bürgermeisters Emiel Labeau nach Frankreich im Jahr 1937 wurde Dochy gebeten, die Liste der „Gemeindeinteressen“ im Jahr 1938 zu erstellen. Er wurde als Neuankömmling in der Gemeinde als Vermittler zwischen den politischen Parteien angeworben. Es gelang ihm, die Liste „Gemeindeinteressen“ als Abgleichsliste zu erstellen und es wurde keine Gegenliste erstellt. 1939 wurde er ohne Wahl zum Bürgermeister ernannt.
Dochy hat sofort mit dem Zweiter Weltkrieg zu machen. Zusammen mit dem Stadtrat Honoré Vanbiervliet hielt er in dieser schwierigen Zeit die Gemeinde richtig und versuchte optimal zwischen der Bevölkerung und den deutschen Besatzern zu vermitteln. Im Gegensatz zu vielen anderen Bürgermeistern wurde er nicht von den Deutschen abgelöst. Nach dem Krieg wurde er 1948 für sein Engagement für die Gemeinde während des Krieges geehrt. Bei den Wahlen 1946 gab es wieder keine Gegenliste und Dochy wurde wiedergewählt. Dochy blieb bis zu den Fusionen 1976 Bürgermeister. Er diente sechs Wahlperioden und musste sich nur dreimal mit einer Gegenliste auseinandersetzen. Nach den Fusionen verließ er die Politik. 1982 erhielt er den Titel Ehrenbürgermeister von Oekene.
Dochy begann in den ersten Jahren seiner Herrschaft mit der Modernisierung der Gemeinde. Besonders aktiv war er im Bereich der öffentlichen Arbeiten. Schon bald übernahm er die Instandhaltung der Wasserstraßen und insbesondere den Bau von Asphaltstraßen in den ländlichen Straßen. Als eine der ersten Gemeinden in der Region konnte Oekene eine vollständig befestigte Straßeninfrastruktur entwickeln. Eine neue städtische Schule und ein neues Rathaus wurden gebaut. Nach seinem Bürgermeisteramt lebte Dochy weiterhin in Oekene.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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| Vorgänger: Emil Labeau | Bürgermeister von Oekene 1939-1976 |