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Gerhard Chor | ||||
| Geboren | 1285 Aachen, Heiliges Römisches Reich | |||
| Verstorben | 20. April1367 Aachen, Heiliges Römisches Reich | |||
| Beruf | Landeshauptmann und Bürgermeister von Aachen | |||
| Ernennung | 1326 | |||
| Schlussendlich | 1346 | |||
| Monarch | Ludwig IV. der Bayer | |||
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Ger(h)ard Chorus[1] (Aachen, 1285 - Dort, 20. April1367) war ein Deutsche Treiber. Er war zwischen 1326 und 1346 siebenmal Bürgermeister van Aken und befahl unter anderem den Bau der Aachener Rathaus. Er kam aus einem wichtigen Regentenfamilie.
1326-1327 war er erstmals Bürgermeister von Aachen. Wahrscheinlich an 18. August1331 Chor wurde Ritter vom Kaiser geschlagen Ludwig IV. der Bayer, wohl in Anerkennung seiner Verdienste um den Konflikt des Monarchen und der deutschen Städte mit Papst Johannes XXII. 1332 war er Stadtvorsteher und Bürgermeister. Birmanns (Quelle 2) zufolge bemühte er sich, die Beziehungen innerhalb Aachens zwischen den Zünften und dem Patriziat auf Kooperation statt auf gegenseitigen Kampf auszurichten: „Er nutzte seinen Einfluss einerseits, um die berechtigten Wünsche der Zünfte zu erfüllen und um ihren Klagen Gehör zu verschaffen. Andererseits war er aber zu sehr Patrizier, um allen Forderungen der Zünfte nachzukommen. Die Stadtverwaltung blieb in den Händen der Patrizier. Sie waren auch zu mächtig und zu zahlreich für eine gelungene Erhebung der Zünfte, die aber weiterhin zu unterdrücken entsprach weder dem Gerechtigkeitsempfinden des Chores noch der allgemeinen Politik seines Herrn Kaiser Ludwigs, der ja der Gnade ausgeliefert war der Gilden überall."
Der Chor vertrat die Stadt Aachen bei vielen Gelegenheiten als Diplomat. In dieser Funktion widmete er sich der Treue des Aachener Bürgertums zum Kaiser. Auch im Kampf zwischen Klerus und Bürgertum – der sich wie überall in Aachen bis ins Mittelalter hinzog – verfolgte Gerard Chorus eine vermittelnde Politik. Der Klerus hatte überall eine Sonderstellung erlangt, so dass die Bürgerpflichten für ihn nicht galten. Dem ungezügelten Anstieg des Kirchenvermögens versuchten die Stadträte mit hohen Steuern und Erbschaftsbeschränkungen oder gar mit Testamentsverboten der Kirche zu begegnen. Ihm sei es zu verdanken, dass es zu Lebzeiten des Ritterchores keine gravierenden Reibungen zwischen Konzil und Klerus gegeben habe, wovon auch sein Epitaph mit der Wendung „In Clero mitis ut agnis“ (zu den Klerus so mild wie ein Lamm), was auf seine gelungene, gewaltfreie Aussöhnung von Stadt und Klerus hinweist. Aus Dankbarkeit wurde ihm die hohe Ehre zuteil, im Aachener Dom begraben werden.
Der Schrein mit seinen Gebeinen war ursprünglich mit einer Kupferplatte versehen, die verschwunden ist und durch a . ersetzt wurde Inschrift mit folgendem Text: [1]
- Gerardus Corus Meilen virtute sonorus
- Magnanimus multum, scelus hic nicht flüssiges Inultum.
- Bei populo magnus, bei clero mitis ut agnus.
- Urbem dilexit et gentem superbe rexit,
- Quem Deus a poena liberet barathrique gehenna
(Hier liegt) Gerard Corus, auserwählter Ritter
Von Natur aus edel, ließ er Verbrechen nicht ungestraft.
Er bot den Bürgern starken Schutz, den Klerus Nachsicht.
Der Stadt ergeben, regierte er sie mit Glanz und Ehre.
Möge Gott ihm Strafe und höllischen Schmerz ersparen.
Das Grab wurde geräumt und die sterblichen Überreste von Chorus wurden am 19. Oktober 1843 an dieselbe Stelle in der Kirche zurückgebracht.
Zitat
- Kämmerer, Walter: Chor, Gerhard in dem Neue deutsche Biografie (NDB). Band 3, Duncker & Humblot, Berlin 1957, S. 214.
- [2] "Auszüge aus der Dissertation über Gerhard Chorus" (voller Titel: Ritter-Gerhard-Chor, Oberbürgermeister von Aachen. Ein Beitrag zur Geschichte der Stadt Aachen im 14. Jahrhundert. Dissertation zur Promotion an der Philosophisch-Naturwissenschaftlichen Fakultät der Königlich Westfälischen Wilhelms-Universität Münster) von Martin Birmanns, Aachen 1913 (übers. von Boudewijn-Chor).
Hinweise und Referenzen
- ↑Am gebräuchlichsten ist die Schreibweise „Chorus“, aber auch die Varianten Corus, Choris, Coris, Corys, Choerus, Korus, Koris, Korres, Kores, Corius und Corvius kommen vor.
| Bibliographische Informationen |
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Gemeinsame Normdatei:136186106 |