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Harry Collins (13. Juni1943) ist ein britischSoziologe die sich auf Wissenschaftssoziologie. Seine Arbeit ist Teil einer neuen Bewegung innerhalb der Wissenschaft und Wissenssoziologie, die sogenannte „Soziologie der wissenschaftlichen Erkenntnis“ (Wissenschaftssoziologie, SSK). Collins ist der Hauptvertreter der sogenannten "Bath School" (an der Universität Bath), die eine soziale Studie von Laboratorien und Experimenten betonte.
2012 wurde er zum Fellow der Britische Akademie.
Denken
Collins ist vor allem für sein Buch bekannt Reihenfolge ändern (1985). Hauptsächlich inspiriert von Ludwig Wittgenstein und der Phänomenologische Soziologie Er entwirft einen theoretischen Rahmen, um das Verhalten von Wissenschaftlern und die Art und Weise, wie sie Regeln formulieren und befolgen, zu verstehen. Collins' Schulleiter Fallstudie ist die wissenschaftliche Kontroverse um die Existenz und den Nachweis von Gravitationswellen in der Physik des 20. Jahrhunderts, insbesondere durch die Arbeit von Joseph Weber.
In diesem Zusammenhang führt Collins auch die sogenannte 'Rückschritt des Experimentators" (Regress des Experimentators). Diese Regression bezieht sich auf die Tatsache, dass man zum Nachweis der Existenz eines noch umstritteneren Phänomens wie der Gravitationswellen ein angemessenes wissenschaftliches Experiment entwickeln muss. Um jedoch zu wissen, ob das Experiment selbst ausreichend ist, muss man sich bereits sicher sein, dass die Phänomene existieren, oder man muss ein neues Experiment durchführen, das eine adäquate Reproduzieren stammt aus dem ersten Versuch. Die Angemessenheit des letzten Experiments wiederum steht nicht fest und muss durch ein nachfolgendes Experiment bestätigt werden usw. bis ins Unendliche. Die Angemessenheit kann daher nicht endgültig entschieden werden, es sei denn aufgrund sozialer Faktoren oder Entscheidungsbefugnisse. Dieses Regressionsargument wurde vielfach widerlegt, unter anderem von Allan Franklin, Peter Galison und David Gooding.
Collins' Perspektive wird oft als eine Form von Relativismus und sozialer Konstruktivismus. Collins verwendet dieses Label auch selbst, sieht aber beides nur als methodischen Ausgangspunkt. Man muss so tun, als gäbe es keinen Unterschied zwischen Pseudowissenschaften wie Parapsychologie und Physik, oder zwischen imaginären UFOFotos und echte Gravitationswellen, um die beteiligten sozialen Faktoren besser hervorzuheben.
Zusammen mit Steven Yearley Collins schrieb 1992 auch einen einflussreichen Artikel mit dem Titel "Epistemological Chicken", in dem sie neue Entwicklungen in der Wissenschaftssoziologie als Fehltritte kritisieren. Einerseits kritisieren sie die Faszination für Reflexivität im Werk von Autoren wie Steve Woolgar, aber vor allem die aufstrebenden Akteursnetzwerktheorie von Michel Callon und Bruno Latour. Diese würden in naive Formen von Positivismus und Realismus die die soziologische Perspektive hinter sich lassen wollten.
Eine diesbezügliche Kritik findet sich in dem Buch Why Democracies Need Science (2017), das Collins gemeinsam mit verfasst hat Robert Evans schrieb und in dem er das Konzept der 'Sachverstand'. Sie selbst charakterisieren diesen Beitrag als „dritte Welle in der naturwissenschaftliches Studium'. Sie warnen vor fehlerhaften Tendenzen innerhalb der Wissenschaftssoziologie, die aus der Kritik an wissenschaftlicher Expertise den irrigen Schluss ziehen, dass plötzlich jeder zum Experten geworden wäre. Sie bezeichnen es vielmehr als „interaktionale Expertise“, die versucht, die Arbeit und die Eigenschaften zu erfassen, die zum Aufbau einer angemessenen Expertise in einem Bereich erforderlich sind.
Literaturverzeichnis
- (1985) Ordnung im Wandel: Replikation und Induktion in der wissenschaftlichen Praxis.
- (1990) Künstliche Experten: Soziales Wissen und intelligente Maschinen
- (1993) Der Golem: Was Sie über Wissenschaft wissen sollten (mit Trevor Pinch)
- (1998) Die Form von Handlungen, die Menschen und Maschinen tun können (mit Martin Kusch)
- (1998) Der Golem im Großen und Ganzen: Was Sie über Technologie wissen sollten (mit Trevor Prise)
- (2004) Der Schatten der Schwerkraft die Suche nach Gravitationswellen
- (2005) DR. Golem: Wie man über Medizin nachdenkt (mit Trevor Prise)
- (2007) Kompetenz neu denken (mit Robert Evans)
- (2010) Implizites und explizites Wissen
- (2011) Gravity's Ghost: Wissenschaftliche Entdeckung im 21. Jahrhundert
- (2013) Gravity's Ghost und Big Dog: Wissenschaftliche Entdeckung im 21. Jahrhundert
- (2014) Sind wir jetzt alle wissenschaftliche Experten?
- (2016) Bad Call: Angriff der Technologie auf Schiedsrichter und Schiedsrichter und wie man ihn behebt (mit Robert Evans und Christopher Higgins)
- (2017) Gravity's Kiss: Der Nachweis von Gravitationswellen
- (2017) Warum Demokratie Wissenschaft braucht (mit Robert Evans)
- (2018) Künstliche Intelligenz: Gegen die Hingabe der Menschheit an Computer