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Es Internationales Exlibriszentrum, gegründet 1975, war in den Stadtmuseen von Sint-Niklaas (SteM) und hat eine reiche Sammlung von Exlibris. Es war die einzige offizielle Institution in Belgien, die das Exlibris als ihren ausschließlichen Tätigkeitsbereich hat. Im November 2019 wurde der Betrieb des Zentrums eingestellt.[1]
Geschichte
Geschichte
Große Berühmtheit erlangte das Exlibris durch eine Ausstellung im Oktober 1900 im Gebäude des Berufungsgerichts in Antwerpen. Diese Ausstellung wurde von der Konferenz der Jungen Anwaltskammer Antwerpen (Conférence du Jeune Barreau) organisiert. 35 Aussteller zeigten rund 2.500 Exlibris aus der Zeit von 1450 bis 1900.
Eine späte Fortsetzung dieser Ausstellung war 1919 die Gründung der Association belge des Collectionneurs et Dessinateurs d'Ex-Libris (A.B.C.D.E.) in Brüssel. Die Vereinigung war eng mit dem Brüsseler "Muséé du Livre" verbunden. Trotz guter Ergebnisse auf internationalen Ausstellungen führte es nach der Schließung des Museums ein schmachtendes Dasein. 1956 wurde eine Kunstmappe herausgegeben, aber 1975 wurden die Archivalien an das Internationale Exlibriszentrum überführt und der Verein endete.
1937 wurde die Antwerpsche Ex-Libris Kring (A.E.K.) gegründet. Dieser Kreis litt sehr unter den Kriegsbedingungen, konnte aber dennoch überleben. 1955 organisierte sie - zusammen mit der schmachtenden A.B.C.D.E. - Dritter Europäischer Exlibris-Kongress 1955 in Antwerpen. Das letzte Lebenszeichen war die Veröffentlichung einer Kunstmappe im Jahr 1964.
1944 wurde in Anlehnung an die A.E.K. der Brugshe Circle for Book and Print (BKBP) gegründet. Wie der bereits erwähnte Verein organisierte er Ausstellungen und gab Kunstmappen heraus, doch schon 1956 stellte der Kreis seine Aktivitäten ein.
Internationales Exlibriszentrum
Herkunft und Sammlung
Das Internationale Exlibriszentrum wurde am 15. März 1975 in Sint-Niklaas gegründet. Das spielte Gerard Gaudaen ein großer Teil. Diese Gründung war der Beginn einer Verbindung zwischen der Stadt Sint-Niklaas und dem Exlibris. Das Zentrum hat mit dem Erwerb der Sammlung Rhebergen begonnen. Im Laufe der Jahre ist die Sammlung durch Ankäufe und Spenden gewachsen. Auf ihrem Höhepunkt umfasste die Sammlung 160.000 Exlibrisblätter und gelegentliche Grafiken von 5.500 verschiedenen Künstlern aus sechs Jahrhunderten und aus 50 Ländern.[2][3] Diese umfangreiche Sammlung machte das Zentrum weltberühmt.
Biennale Grafik
Von 1977 bis November 2019 veranstaltete das Zentrum Wettbewerbe für Exlibris und andere Kleindrucke. Diese Wettbewerbe wurden zunächst auf nationaler Ebene und ab 1979 auf internationaler Ebene organisiert. Eine Auswahl aus dem Wettbewerb wurde während der Grafikbiennale ausgestellt. Dieser Wettbewerb wurde organisiert, um das authentische Exlibris weiter zu stimulieren. Die Preise wurden vom Stadtrat von Sint-Niklaas und dem Internationalen Exlibriszentrum verliehen.[1]
SteM Sint-Niklaas und Kündigung
Die Stadtmuseen (SteM) von Sint-Niklaas Gruppe drei Museen: Voice Silent Corner, Mercator-Museum und der Salons der Schönen Künste. Das Internationale Exlibriszentrum befand sich im Zwijgershoek Museum. Die Ausstellungen fanden im Gerard Gaudaenzaal statt, für einen Besuch im Zentrum selbst muss ein Termin vereinbart werden.
Seit November 2019 hat es den Museumsbetrieb mangels Besuchern eingestellt.[3] Die Sammlung wird im SteM Zwijgershoek aufbewahrt und ist der Öffentlichkeit nicht mehr zugänglich. Die Sammlung steht nur für wissenschaftliche Studien zur Verfügung. Auch die zweijährlichen Wettbewerbe wurden eingestellt.[1] Die Zukunft der Sammlung ist noch ungewiss.[4]
Externe Links
- Website des Internationalen Exlibris-Zentrums
- Heritageinzicht.be für die Datenbank
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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