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Jacob van Gerines (Brüssel?, ca. 1375 - da, dazwischen 1. Oktober1463 und 30. September1464) war ein Brüsseler Kupferschmied und Bronzegießer. Im Auftrag von Herzog Philipp der Gute er machte zwei berühmte, aber verschwundene Gräber: das der Flämischer GrafLudwig von Male und das von der Brabanter HerzoginJohanna.
Lebenszyklus
Jacobs Vater war höchstwahrscheinlich der Jan van Gerinis die aufgeführt ist als copersleghere im Register der Brüsseler Bruderschaft des Heiligen Jakobus (Beginn 1357). Der Nachname weist auf eine Herkunft aus Gerin (in der Nähe von Dinant mit seiner Tradition von dinanderie). Etwas später taucht Jakob selbst in der Liste auf, ebenfalls mit der Qualifikation „Kupfermetzger“ (1405). Er hatte einen Sohn Jacob (Priester 1432, aber auch „Kupferschmied“ genannt) und eine Tochter Katrien (gestorben 1485). Ihr Haus war gegenüber der Oedenvare (jetzt Rollebeekstraat in der Nähe der Sablon).
Van Gerines bekleidete verschiedene Mandate in der Stadt: Stadtrat der Stadtrat (1428), Verwalter (1435) und Matricularius der Kapellenkirche (1451). Er war auch vereidigter Landvermesser der Zonienwald (1443) und später aus Brabant (1457). 1450 maß er den Höhenunterschied von Anderlecht bis es Schloss Koudenberg um zu prüfen, ob eine Wasserleitung installiert werden kann. Er ging darauf ein Brügge Bericht an Philipp der Gute.
Er war zu dieser Zeit wahrscheinlich weit über siebzig und starb weitere dreizehn Jahre später, 1463-64.
Arbeit
Von den Bronzestatuen von Jacob van Gerines ist außer Skizzen nichts erhalten.
Das Grab von Ludwig von Male († 1384) entstand nur siebzig Jahre nach seinem Tod dank seines Enkels Philipp der Gute. Auf Wunsch des Verstorbenen kam es im Stiftskirche Sankt Peter von Lille. Auch seine Frau Margaretha († 1380) und ihre Tochter Margaretha († 1405) erhielten einen Platz. Philipp ließ das Grabmal in Brüssel anfertigen (1454-55): Bildhauer Jean de le Mer die Holzmodelle geschnitzt und Jacob van Gerines in Bronze gegossen. Stadtmaler Rogier van der Weyden kümmerte sich um die Polychromie. Van Gerines erschien als (einziger) Künstler auf der Inschrift, die das Denkmal trug.[1] Lodewijk lag in der Mitte zwischen den beiden Frauen, die jeweils einen Hund am Fuß hatten. An der Spitze standen zwei Engel mit ausgebreiteten Flügeln. Um den Sarkophag herum befanden sich zwanzig Nischen mit den Vorfahren Philipps des Guten, alle wunderschön verziert.
Einige Jahre später ließ Philip für seine Tante ein ähnliches Grabmal anfertigen. Johanna von Brabant. Dafür rief er das gleiche Künstlertrio auf. Die Arbeit im Karmelitenkirche Brüssel wurde 1458 fertiggestellt, wurde aber 120 Jahre später unter den Brüssel republik (von den lokalen Calvinisten). Nach einigen Patches war es wieder vorzeigbar, nur um in der Bombardierung von 1695.
Namensvarianten
Archivdokumente erwähnen ihn als Jacob van Jerenis, Jacob de Jerenis, Jacoppe van Gerenis, Jacoppe van Gerynes, Jacques de Gerines dit Coperslegere. In der französischen Literatur sprach man zuerst von Jacques de Germes und später von de Gérines, heute korrigiert auf Gerines.
Externer Link
Literatur
- C.M.A.A. Lindeman, "Datierung, Provenienz und Identifizierung von Jacques de Gérines 'Grabfiguren'", in: Altes Holland, LVIII, 1941, S. 49-58, 97-105, 161-168 und 193-219
- Marguerite Devigne, Ein neues Dokument zur Geschichte der Statuetten von Jacob van Gerines [Mémoriaux d'Antoine de Succa] im Nederlandsch Museum in Amsterdam, Amsterdam, 1922
- Jan Sechs, Les bronzes de Jacques de Gérines au Musée National d'Amsterdam, Paris, 1896
- Alexandre Pinchart, Jacques de Gerines, batteur de cuivre du XVe siècle, et ses oeuvres, Brüssel, 1866
Fußnoten
- ↑Ceste tombe a fait le t[rè]s excellent et t[rè]s mächtiger Prinz Philippe [...] en sa ville de Bruxelles von Jacques de Gernes, bürgerlich d'icelle et fù parfaite en l'an M CCCC LV