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Jacobus Overduin (Führen, 27. August1902 - Veenendaal, 4. Juni1983) war ein NiederländischPastor innerhalb der Reformierte Kirchen in den Niederlanden. Bekannt wurde er durch seinen offenen Protest gegen die Einschränkung der christlichen Bildung durch die Nazis. In der Folge landete er im KZ Dachau.
Sein Vater war reformiert und ein Anhänger des Theologen Hermann Friedrich Kohlbrügge. Seine Mutter war Christlich reformiert und in dieser Kirche besuchte er den Katechismus. Nach dem Abitur studierte er Theologie an der Freie Universität in Amsterdam. Er war Pastor in sleen (1930), Kämpfen (1933), Arnheim (1939), Amsterdam (1946 für die evangelistische Arbeit) und Veenendaal (1953-1964).
1942 beteiligte er sich am Arnheimer Schulkampf. Er predigte gegen die drohende Überwachung der christlichen Erziehung durch die deutschen Besatzer. Er tat dies in klaren Worten, wohl wissend, was auf dem Spiel stand. Er wusste, dass dies Gefangenschaft bedeuten würde und war darauf vorbereitet. Er wurde tatsächlich nach einem Gottesdienst in der Oosterkerk in Arnheim festgenommen. Er wurde an verschiedenen Orten in den Niederlanden inhaftiert und dann über Campingplatz Amersfoort ins Konzentrationslager Dachau weggenommen. Er kam dort zusammen mit fast siebzig anderen an. Nur drei von ihnen überlebten das Lager. Nach dem Krieg hat er darüber in dem Buch geschrieben Hölle und Himmel von Dachau.
Nach Ansicht vieler war Overduin ein besonders begabter Prediger und Redner. Als junger Pastor betonte Overduin die soziale Verantwortung der Gläubigen und der Kirche und war als Sleens „roter Pastor“ bekannt. Sehr kritisch stand er auch dem Intellektualismus und Rationalismus gegenüber, der sich in allerlei kirchlicher Arbeit (Predigt, Jugendarbeit, Synodalbeschlüsse) ausdrückte und legte starken Wert auf die Erfahrung des Glaubens. Er war nicht mit der kirchlichen Ansicht von einverstanden Klaas Schilder. In späteren Jahren, vor allem in den 60er und 70er Jahren, als die Predigten der reformierten Vorgänger mehr horizontalistisch wurden, mit all der Betonung darauf, was wir Menschen in dieser Welt tun sollten, begann Rev. Overduin mit Nachdruck, den vertikalen Aspekt der Evangelium Voranbringen. Über ihn hieß es: "Er ist immer so ausgeglichen, er geht nie ins Extreme, er sieht immer, dass ein Fall mehrere Seiten hat."
Im Interview mit Dr. Klaas Runia, anlässlich seines 80. Geburtstages sagte Rev. Overduin: „In meiner Predigt und Seelsorge wollte ich immer ein ganzheitliches Evangelium bringen, dass Christus sowohl Retter als auch Vorbild ist.. Ebenfalls: "Ich erkenne an, dass das Evangelium weit gefasst ist und sich keineswegs nur auf die menschliche Seele beschränkt, sondern auf den ganzen Menschen, ja auf die ganze Welt. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass Christus - obwohl er es im Auge hat - immer mit beginnt." einen Brückenkopf im Herzen des Menschen zu bauen. Dass er oder sie wiedergeboren wird. Das ist für alles notwendig. Wenn du nicht mehr damit anfangen willst, wird das Evangelium zu einer Art Moral oder einem Idealismus vermenschlicht und Jesus wird nur ein Beispiel".
Sonntag, 1. Heidelberger Katechismus wurde ihm von Herzen genommen. Er sagte einmal: "Ich glaube, man kann es nicht besser sagen als Sonntag 1 des Katechismus. Die ganze Erlösung, die Christus im menschlichen Leben bewirkt, diese große Wende, dass du nicht mehr selbst König bist, sondern dass dir ein anderer Herr gegeben wurde." , der zugleich der Retter ist. Es ist der allumfassende Trost im Leben und im Tod. Es ist nicht nur ein Ansporn zur Gnade des Todes, sondern auch zur Gnade des Lebens, denn von nun an wirst du es tun Ihm dienen. Ich behaupte, dass du am Sonntag 1 alles finden wirst.“
Veröffentlichungen
- Die Unberührbaren: Über die christliche Hoffnung (1941)
- Hölle und Himmel von Dachau (1945)
- Auf einen neuen Psalter! (mit Jac. Kort und J. van Wier Dz.) (1949)
- Suggestion und Religion (mit G. Brillenburg Wurth) (1950)
- Was haben wir Rom zu sagen? (1951)
- Takt und Kontakt: Der moderne Mensch und das Evangelium (1958)
- Gottes große Überraschung: Die Seligpreisungen (1961)
- Sie waren also... Pastorale Erinnerungen (1970)
- Ist Gott tot oder sind wir tot? (mit J.J. Buskes und Jac. van Dijk) (1971)
- Sprechen ohne Antwort? Gedanken zum Vaterunser (1972)
- Die Kunst des Krankseins (1973)
- Wie ein Mann werden: Über die geistige Reife (3. Aufl., 1974)
- Ist das Glauben schwerer als früher? (1980)
- Hier unten ist es... (1982)
Wissenswertes
- Jacobus Overduin wird oft mit seinem Bruder verwechselt Jan Overduin.