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Jan Kassies
Jan Kassies
J. Cassis (1981)
Allgemeine Information
Vollständiger NameJan Kassies
GeborenLobith, 30. Mai1920
VerstorbenAmstelveen, 31. Oktober1995
PartyArbeiterpartei
Politische Funktionen
1987-1995Mitglied Erstes Zimmer
Biografie bei Parliament.com
Portal  Portalsymbol  Politik
Die Niederlande

Jan Kassies (Lobith (Gemeinde Herwen und Aerdt), 30. Mai1920Amstelveen, 31. Oktober1995) war ein niederländischer Kulturphilosoph. Er war im Zweiter Weltkrieg an der Verbreitung des damals illegalen Magazins beteiligt Freie Niederlande. 1941 wurde er verhaftet und blieb bis Kriegsende in deutscher Gefangenschaft. Nach dem Krieg bekleidete er zahlreiche Positionen im kulturellen und politischen Leben.

Biografie

Von 1945 bis 1958 arbeitete Jan Kassies für den Verband der Künstlervereinigungen, zunächst als Verwalter, später als Direktor. Von 1958 bis September 1966 war er Sekretär des Rates für die Künste (jetzt: Rat für Kultur). 1966 wurde er Direktor der Amsterdam Theatre School. Unter seiner Führung hat die Theaterschule, in dem neben der Theaterschule auch verschiedene Tanzkurse, die Kleinkunstakademie und die Mime Academy ihren Platz fanden. Bis 1978 war Kassies Direktorin dieser Partnerschaft. Bis 1995 leitete er das von ihm aufgebaute Institut für Theaterforschung.

Darüber hinaus hat Jan Kassies seinen Einfluss durch die Ausübung vieler Nebenfunktionen ausgeübt. Später war er stellvertretender Vorsitzender des Arts Council (1966-1971), Vorsitzender des VPRO (1969-1971), Vizepräsident (1981-1992) und dann Präsident der Stiftung Unternehmensfonds für die Presse (1993-1995) und Vorsitzender des niederländischen Kulturrundfunk-Förderfonds (später Medienfonds) von 1988-1995.

Von 1987-1995 war er Mitglied der Erstes Zimmer für die Arbeiterpartei. Er war Kultursprecher und engagierte sich auch im Hochschulbereich. Als Senator verfolgt er einen eigenständigen Kurs. So stimmte er 1993 als einziger in seiner Fraktion gegen die Streichung der Berufungen aus dem Ausländergesetz. Eine weitere politische Funktion war die Mitgliedschaft im Kuratorium der Wiardi Beckman Stiftung (1978).

Jan Kassies heiratete zweimal. Er hat einen Sohn und drei Töchter.

Beeinflussen

Jan Kassies spielte eine zentrale Rolle bei der Entwicklung der kulturellen und politischen Ideen der Nachkriegszeit. Er ging von einem weiten Kulturbegriff aus, in dem Verteilung und Partizipation Schlüsselwörter waren. Jeder musste als Zuschauer oder (Amateur-)Kunstschaffender am kulturellen Leben teilhaben können. Neugier und die Bereitschaft, den eigenen Horizont zu erweitern, seien seiner Ansicht nach unabdingbar, um in einer sich schnell verändernden Welt zu bestehen. Dabei spielten Kunst und künstlerische Praxis eine wichtige Rolle: Als Direktor des Bundes der Künstlervereinigungen, der aus dem Widerstand der Künstler in Zweiter Weltkrieg, gelang es ihm, die Interessen verschiedener Künstlergruppen (Schriftsteller, Komponisten, Designer, Filmemacher) zu vereinen. Durch die Föderation gelang es ihm auch, die Widerstandskraft dieses Künstlers in eine effektive Organisation umzuwandeln, die es der Kunstwelt ermöglichte, ein professioneller und maßgeblicher Gegner der Regierung zu werden. So entstanden Einrichtungen der Kunst- und Berufsbildung, Fonds wie der Medienfonds und Forschungsinstitute wie die Boekman-Stiftung.

Anerkennung

Literaturverzeichnis

  • Auf der Suche nach Kultur. Gesammelte Aufsätze, Nijmegen, SO, 1980
  • Anmerkungen zu einer Neuorientierung der Kunstpolitik, Den Haag, Sdu Publishers, 1983
  • Künstler der Niederlande! ist m. F. van den Burg, Amsterdam, Van Gennep, 1987
  • An meine Reisegefährten, Zolderpers, Vught, 1990
  • Zwischen Politik und Kultur, F. Van den Burg (Komposition und Hrsg.), Boekmanstudies, Amsterdam 1996
  • In den frühen 1960er Jahren veröffentlichte Kassies regelmäßig in Maatstaf.

Externe Links

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