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Uckermark (Jugendschutzlager Uckermark) | ||
| Inbetriebnahme | 1. Juni 1942 | |
| Geschlossen | 20. April 1945 | |
| Befreiung | 30. April 1945 | |
| Ort | Fürstenberg/Havel | |
| Verantwortliches Land | Nazi Deutschland | |
| Koordinaten | 53° 11′ N, 13° 11′ O | |
| Administrator | SS | |
| Gefangene | 6.000 | |
| Zahl der Todesopfer | 5.500 | |
Lager Uckermark (Deutsche: Jugendschutzlager Uckermark) war ein Konzentrationslager dass 1. Juni 1942 wurde geöffnet. Auf der offiziellen deutschen Konzentrationslagerliste hat die Uckermark die Nummer 648 (siehe auch 1490).[1] Die Uckermark war zunächst ein Internierungslager für tausend junge Frauen, diente aber in den letzten Monaten als Vernichtungslager.[2][3]
Geschichte
Uckermark wurde im Mai 1942 neben dem Frauencamp Ravensbrück geöffnet. In den Anfangsjahren diente das Lager als sogenannter Mädchen-Internierungslager. In diesem Lager wurden Frauen im Alter zwischen 16 und 21 Jahren untergebracht.[2] Bei Überschreitung der Altersgrenze wurden sie in das Frauenlager Ravensbrück überstellt. Diese Position behielt das Lager bis Ende des Jahres bei 1944. Es wurden Mädchen vermittelt, die nach Nationalsozialist Standards mussten umerzogen werden. Ein Gespräch mit einem Juden könnte ein ausreichender Grund sein, um ein Mädchen ins Lager zu bringen. Im Lager gab es einen vierundzwanzigstündigen Knebelbefehl.
Zu morgens ein ähnliches Lager für Jungen und junge Männer bestand von Juni 1940 bis April 1945.
Im 1945 das Konzentrationslager erhielt eine andere Funktion. Anstelle einer Mädchen-Internierungslager, diente es als Vernichtungslager. Zwischen Januar und März 1945 wurden in diesem Lager etwa fünftausend Frauen und Kinder ermordet.[2] Das geschah in einer provisorischen Gaskammer oder durch Vergiftung. Das Camp wurde in der Nacht von 29 auf 30. April 1945 von der rote Armee befreit.[2] Insgesamt überlebten etwa fünfhundert Menschen das Lager Uckermark.[2]
Aktuellen Zustand
Nach dem Krieg wurde das Lager einige Zeit als Krankenhaus genutzt. Danach nutzte die Rote Armee das Lager mehrere Jahre, bevor sie es niederbrannte. Heute kann man den Standort des ehemaligen Konzentrationslagers besichtigen. Einige Teile der Fundamente sind hier noch zu sehen. Die baufälligen Gebäude, die heute stehen, sind russischer Nachkriegsbauweise.
Literatur
- Limbächer, Merten, Pfefferle; Das Mädchenkonzentrationslager Uckermark, Beiträge zur Geschichte und Gegenwart. ISBN 3-89771-204-0
Siehe auch
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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Alphabetisch nach Namen. Wenn ein Lager mehrere Rollen hatte, ist es in der "höchsten" Gruppe.
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Siehe auch: Liste der Konzentrationslager der Nazis · Japanische Lager in Niederländisch-Ostindien · Liste der japanischen Lager