WikiDer > Lange Pyramide

Long Pyramid
Lange Pyramide
Lange Pyramide (Oktober 2011)
KünstlerSol LeWitt
Jahr1994
Aktueller StandortBonnefantenmuseum, Maastricht
ArtMauerwerk ('Konstruktion')
Stromminimale Kunst
MaterialBetonziegel
Länge1440 cm
Breite360 cm
Höhe320 cm²
Portal  Portalsymbol  Kunstkultur

Lange Pyramide ist ein Kunstwerk ab 1994 der amerikanischminimalistischSol LeWitt (1928-2007) in der Niederländisch Stadt Maastricht. Aufgrund der Platzierung der Skulptur in einem unverschlossenen Hof des Bonnefantenmuseum, fungiert das Werk nicht nur als Museumsstück (Inv.-Nr. 1004065), sondern auch als Bild im öffentlicher Raum.

Geschichte

Das Bonnefantenmuseum war seit seiner Gründung im Jahr 1884 lange Zeit ein städtisches, später landesarchäologisches Museum. Erst in den 1970er Jahren moderne Kunst spielen eine Rolle im Sammlungsaufbau und in der Ausstellungspolitik, insbesondere nach der Ankunft von de Alexander van Grevenstein, von 1976 bis 1979 Kurator, Direktor des Museums von 1986 bis 2011. Unter seiner Leitung entwickelte sich das Bonnefantenmuseum zu einer führenden Kunstinstitution in den südlichen Niederlanden. Van Grevensteins Interesse am Amerikaner minimale Kunst und der Konzeptkunst spiegelte sich im Ausstellungsprogramm wider, darunter Einzelausstellungen von Richard Deacon, Robert Mangold und Richard Serra.[1]

1995 zog das Bonnefantenmuseum in die Aldo Rossic geplanter Neubau im Stadtteil Keramik, befindet sich auf der Gittergewebe. 1999 wurden die archäologischen und archäologischen Sammlungen ausgegliedert und die Bonnefanten war fortan ausschließlich ein Kunstmuseum.[2] Da es finanziell nicht möglich war, sammlungstechnisch mit anderen Kunstmuseen mitzuhalten, entschied sich Van Grevenstein für den Aufbau einer Basissammlung (wegweisende Sammlung) mit Arbeiten von u.a. Marcel Broodthaers, Sol LeWitt, Richard Serra, Jannis Kounellis, Mario Merz und Luciano Fabro.[3] Das Museum erwarb insgesamt sechzehn Werke von LeWitt durch Kauf und Schenkung, darunter Komplexe Formen Nr. 8 (1988), Pinselstriche in vier Richtungen (1994) und Teil eines Würfels (1999). Im Todesjahr 2007 unterstrich der Künstler seine besondere Beziehung zum Museum mit einer Schenkung Wandzeichnung #1239 Kritzeleien: (Bonnefanten).[4]

LeWitts Monumental Lange Pyramide entstand 1993-94 und wurde 1995 vom Bonnefantenmuseum erworben. Es war von Anfang an für die Wiebengahal, das zunächst als „Skulpturenpark“ angelegt wurde. In der restaurierten Fabrikhalle der Société Céramique ab 1995 nahm das kunstwerk einen großen teil des ersten stocks ein. Wegen der niedrigen Decke kamen die Arbeiten dort nicht zur Geltung: Die zweithöchste Steinschicht wurde gegen die Deckenbalken gestapelt und für die oberste Schicht war überhaupt kein Platz.[5] Als sich herausstellte, dass sich die Klimatisierung im Gebäude nicht optimal regulieren ließ, entschloss man sich, die Sammlung zeitgenössischer Skulpturen in das Hauptgebäude zu verlegen. Für die beiden größten Skulpturen, Serras Die Stunden des Tages und LeWitts Lange Pyramide, es gab keinen Platz im Inneren und die Innenhöfe des E-förmigen Museumsgebäudes wurden neu gestaltet.

Beschreibung

LeWitt entwarf seine großen Skulpturen (selbst Konstruktionen genannt) als maßstabgetreues Modell und fertigte dann die Arbeitszeichnungen an. Die Hinrichtung überließ er anderen, oft Studenten oder Museumsmitarbeitern. Die Skizzen, Zeichnungen und Modelle sind somit Teil des Kunstwerks und tragen gewissermaßen mehr von seiner Prägung als das Endergebnis. Das Modell für Lange Pyramide wurde bereits 1993 vom Bonnefantenmuseum erworben. Die Maße des Modells (inklusive Sockel) betragen: 164,1 x 55,7 cm x 37,5 cm.[6] Zwei Konstruktionszeichnungen von 1993-1994, eine Seitenansicht und eine Draufsicht, wurden 1994 erworben.[7]

Arbeit Lange Pyramide ab 1994 besteht aus a Mauerwerk Anhäufung von 1112 industriell gefertigten Betonziegel, das ist ein längliches Pyramide Formen mit rechteckigem Grundriss. Jeder Betonblock wiegt 20 kg und hat die gleichen Standardmaße: 39 x 19 x 9 cm. Die Maße des gesamten Werkes betragen: 14,4 x 3,6 x 3,2 m Das Gesamtgewicht beträgt 22.240 kg.[8] Die Ziegel sind in achtzehn Lagen gestapelt, die sich in zwei Lagen verengen. Insgesamt hat die Pyramide acht „Stufen“. Wie viele Arbeiten von LeWitt entsteht auch hier die minimalistische Form aus einem komplexen Arrangement.[9] Das Werk ist zentral im Südhof des Bonnefantenmuseums platziert, das ca. 35 x 15 m misst und Kies gepflastert. Auf der Westseite öffnet sich der Hof zur Maas.

Kunsthistorischer Kontext

Vierseitige Pyramide (1997/99), Nationalgalerie für Kunst, Washington, D.C.

LeWitt hat mehrere Variationen des Themas „Pyramide“ geschaffen, sowohl Zeichnungen als auch Skulpturen. Arbeit Vierseitige Pyramide (1997/99) im Skulpturengarten der Nationalgalerie für Kunst im Washington, D.C ist eine regelmäßige vierseitige Pyramide aus Betonblöcken und misst ca. 10,1 x 9,7 x 4,6 m.[10] Eine besondere Variante der vierseitigen Pyramide ist der Pyramidenteil von Weiße Pyramide / Schwarze Form, die 1987 Teil der zehnjährigen Skulpturenausstellung war Skulptur Projekt im Münster. Die weiße Pyramide wurde nach der Ausstellung vom schwarzen Betonblock getrennt und ist nun in Hamburg. Die Pyramide ist in der Tat ein Viertel einer Pyramide, die in vier Teile geschnitten ist: zwei Seiten sind nach oben gestuft; die anderen beiden Seiten, die 'Schnitte', sind flach und vertikal. Die Maße des Sockels betragen ca. 4,16 x 4,16 m; die Höhe beträgt fast 4 m Im Skulpturenpark Gibbs Farm im Kaipara District an der Nordspitze von Neuseeland ist die 'liegende' Pyramide Pyramide (Keystone NZ) aus dem Jahr 1997. Das Werk ist aus handelsüblichen Betonziegeln gebaut und umfasst eine Grundfläche von 16 x 16 m mit einer Höhe von 7,75 m Die besondere Form wird durch Halbieren einer vierseitigen Pyramide und Aneinanderlegen der Unterseiten erreicht mit der Schnittfläche nach unten.[11] Letztere Skulptur ist bei weitem die größte und existiert genauso wie Lange Pyramide aus grauen Betonsteinen. Die anderen genannten Beispiele sind außen mit weißen Betonsteinen verkleidet, wie auf den Baufotos zu sehen ist.[12]