WikiDer > Lotuseffekt

Lotuseffect
Demonstration des Lotus-Effekts
Wassertropfen auf einem Lotusblatt
Computergeneriertes Bild des Lotuseffekts

Es Lotuseffekt ist das Phänomen, das auftritt, wenn Wasser oder Schmutz auf die Klinge eines heilige lotus endet: es klebt nicht. Diese selbstreinigende Eigenschaft ist auf viele kleine mikroskalige Unebenheiten auf dem Blatt zurückzuführen. Dies ist durch die Forschungen der deutschen Botaniker bekannt geworden Wilhelm Barthlott und Christoph Neinhuis. Auch andere Pflanzen wie Ostindische Kirsche und KohlArten zeigen diesen Effekt.[1]

Materialwissenschaftler versuchen, diesen Selbstreinigungseffekt durch die Entwicklung fortschrittlicher Materialien nachzuahmen. Die Anwendung könnte beispielsweise bei schmutzabweisenden Badezimmerfliesen oder dünne Beschichtungen an Autos, aber auch zum Beispiel im Einsatz in der Flugzeugindustrie, um Rumpf und Tragflächen vor und während eines Fluges einfach zu enteisen.

Innerhalb der Nanotechnologie Es werden nun Materialien entwickelt, die diese Eigenschaften übernehmen. Es werden spezielle Lacke und andere Materialien entwickelt, die diese Eigenschaften erwerben. Die Tests mit der Nanotechnologie im Autolack laufen noch, allerdings gibt es diverse Nebenwirkungen. Vor allem die deutschen Automarken im höheren Segment testen häufig. Beschichtungen auf Basis der Nanotechnologie wurden bereits entwickelt und erfolgreich getestet.

Dem Chemiker Pieter van der Wal gelang es, den Lotuseffekt mit einer Beschichtung aus mikroskopisch kleinen Teflonkugeln zu imitieren. Die Bälle sind mit Styroporkugeln gemischt, und mit einem Aufstrich oder Sprühbeschichtungstechnik angewendet. Durch anschließendes Erhitzen der Beschichtung auf über 300 °C verbrennt das Polystyrol und hinterlässt eine dünne Schicht aus Teflonkugeln und kleinen Hohlräumen mit Luft. Sowohl Teflonkugeln als auch Luftkammern sind hydrophob, damit das Wasser schnell abfließen kann.[2]

Mediendateien zu diesem Thema finden Sie auf der Seite Lotuseffekt auf Wikimedia Commons.