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Luc Loubry (Antwerpen, 1954) ist ein belgischer Fagottist. Seine Ausbildung erhielt er an der Königliches Konservatorium von Antwerpen. Er studierte auch in Genf und Paris. Seine wichtigsten Lehrer waren Paul Vandenwegaete, Michel Denize und Maurice Allard. Während seines Studiums in Antwerpen wurde er 1973 für die Sommersession des „World Orchestra of Youth and Music“ in Israel mit Zubin Mehta.
Werdegang
Luc Loubry begann seine professionelle Orchesterlaufbahn 1973 beim damaligen Sinfonieorchester des BRT/RTB als 2. Fagottist neben seinem Lehrer Paul Vandenwegaete. 1976 wurde er als Solofagottist bei der Nationales Orchester von Belgien. Von 1994 bis 2018 war er Solo-Fagottist im selben Orchester. Außerdem war er von 1980 bis zur Auflösung dieses Kammerorchesters 2007 Fagottist beim Collegium Instrumentale Brugense (unter der Leitung von Patrick Peire). Mit diesem Ensemble machte er Dutzende von Aufnahmen, viele davon auch als Solo.
Als Solist trat er regelmäßig mit nationalen und internationalen Orchestern auf.
Als internationaler Kammermusiker war er im Laufe seiner langen Karriere Teil mehrerer Kammermusikensembles: dem Holzbläsertrio Avena, dem Klavierquintett Amadea und dem Bellerophon-Ensemble (beide mit Pianist André de Groote), das Ensemble Harpeggione, das Duo Legno und das Bläserquintett 5 Beaufort des Belgischen Nationalorchesters.
1985 trat er die Nachfolge seines Lehrers Paul Vandenwegaete als Fagottlehrer am Konservatorium Antwerpen an. 1993 wurde er Dozent für Fagott und Kammermusik an der Königliches Konservatorium von Brüssel, wo er einige Jahre später auch die Kammermusikabteilung koordinierte. Er hat viele Meisterkurse im In- und Ausland gegeben und wird regelmäßig in die Jurys nationaler und internationaler Wettbewerbe, Konservatorien (u.a. des Pariser „Conservatoire Supérieur“) und Orchester eingeladen.
Luc Loubry spielt ein Fagott von Buffet-Crampon, Paris.
Musikaufnahmen
Als glühender Verteidiger der französischen Fagottschule baut Luc Loubry seit Jahrzehnten eine Diskographie mit dem wichtigsten Kammermusikrepertoire, zahlreichen Konzerten (u.a. Antonio Vivaldi, Jean-Baptiste Bréval, Jan Krtitel Vanhal, 2 mal das KV.191 Fagott Konzert von Wolfgang Amadeus Mozart, Ernanno Wolf-Ferrari, Michel Damase und Bernard Andres) und Liederabende von Händel über Mozart bis Jolivet.
Neben zahlreichen Kreationen zeitgenössischer Musik, von denen viele ihm gewidmet sind,[Quelle?] er nahm auch „Wiederentdeckungen“ vergessenen historischen Repertoires aus wichtigen Musikbibliotheken (Paris, London und Washington) auf.
Preise
Er ist Preisträger der wichtigsten internationalen Wettbewerbe für Fagott: 3. Preis beim internationalen Wettbewerb „Prager Frühling“ 1974, beim internationalen Wettbewerb in Genf 1974 Silberne Ehrenmedaille und 2. Preis 1980. In Brüssel wurde Loubry Preisträger des jährlichen Musikwettbewerbs Tenuto (Ausgabe 1977) des flämischen Rundfunks und Fernsehens, der ihm neben mehreren Liederabenden auch eine Fernsehsendung widmete. 1976 gewann er zusammen mit dem Oboisten Jan De Maeyer und dem Klarinettisten Nestor Janssens mit dem Trio Avena den ersten Preis beim internationalen Kammermusikwettbewerb in Colmar.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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