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Macropolis
Makropolis
Makropolis
Einrichtung1997
SchlüsselfigurenWijnand Boy, Niek Vrielink
Portal  Portalsymbol  Wirtschaft

Makropolis war eine virtuelle Einkaufsplattform, die über CD-ROM und Internet besucht werden konnte. Die Plattform konzentrierte sich auf den niederländischen Markt.

Geschichte

Macropolis wurde 1997 von der OVD Group, dem Ausbildungsinstitut für den Vertrieb, ins Leben gerufen. Macropolis wurde ursprünglich als virtuelle Stadt mit Einkaufsstraßen konzipiert. So konnte der niederländische Einzelhandel Erfahrungen mit der Nutzung neuer Medien sammeln, um Verbraucher zu erreichen.[1] Um dem niederländischen Verbraucher Macropolis vorzustellen, entwickelt Verlorene Jungen eine CD-ROM im Namen der OVD-Fraktion. Die CD-ROM ermöglichte es dem Benutzer, in einer virtuellen Umgebung durch Einkaufsstraßen zu „laufen“. Die CD-ROM kann in Kombination mit einer Internetverbindung verwendet werden. Wenn Sie offline auf einen der Stores geklickt haben, wurde automatisch eine Verbindung zu der Site dieses Stores hergestellt. Die erste Version von Macropolis umfasste Geschäfte von ABN Amro, Bruna, Dixons, Quantum und Der Gesellschaftsladen. 350.000 Exemplare der CD-ROM wurden verteilt.

1998 kam Macropolis nach einem Management-Buy-out in die Hände der ehemaligen OVD-Mitarbeiter Wijnand Boy und Nick Vrielink. Gemeinsam bildeten sie den Vorstand. 1999 erfolgte die Umstellung von der CD-ROM auf eine Online-Suchmaschine. „Makropolis soll das Leben im Internet einfacher machen“, erklärt Wijnand Boy bei der Ankündigung des Übergangs zu vollständigen Online-Diensten.[2] Der Besucher von Macropolis.nl konnte in mehr als zwanzig Kategorien nach Geschäften sowie nach Produkten und Dienstleistungen (Preisvergleich) suchen.[3] Im Juli 1999 beliefen sich die Kosten für Unternehmen zum Erwerb eines A1-Standorts im Einkaufsportal auf 50.000 Gulden pro Jahr.[4]

Übernahme und Insolvenz

Im April 2000 erwarb die Investmentgesellschaft Newconomy alle Aktien von Macropolis. Im September 2000 wurde die beschriebene Automatisierungsleitfaden Macropolis als 'die Niederlande' größte Einkaufsstadt im Internet'. Laut der Fachzeitschrift erweckte Macropolis jedoch den Eindruck eines „chaotischen Marktplatzes“.[5]

Im Dezember 2000 war Macropolis laut einer Zählung von Nielsen/Netratings die Nummer vier der meistbesuchten Websites niederländischer Internetnutzer, nach bol.com, ibazar und Wehkamp.[6] Macropolis wurde im Juli 2001 für bankrott erklärt.

Wissenswertes

Ursprünglich war beabsichtigt, die Plattform Makropolis zu nennen. Denn der Großhändler Makro protestierte, wurde der Name Macropolis gewählt.[1]