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Maria Austria
Maria Österreich
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persönliche Daten
Vollständiger NameMarie Karoline Oestreicher
GeborenKarlsbad, 19. März1915
VerstorbenAmsterdam, 10. Januar1975
Beruf(e)Fotograf
RKD-Profil
Portal  Portalsymbol  Kunstkultur

Maria Österreich (geboren als Marie Karoline Oestreicher) (Karlsbad, 19. März1915Amsterdam, 10. Januar1975)[1] war ein NiederländischFotograf. Die Hauptthemen ihrer Arbeit sind Theater- und Dokumentarfotografie.

Lebenszyklus

Vondelstraat 110, Amsterdam

Sie wuchs als drittes Kind in einer jüdischen Künstlerfamilie auf. Ihr Vater, der Arzt war, starb kurz vor ihrer Geburt. Sie folgte in Wien eine technische Ausbildung für Fotografie an der Höhere Graphische Bundes Lehr- und Versuchsanstalt. 1934 arbeitete sie als Assistentin für den Wiener Fotografen Willinger und fotografierte avantgardistische Bühnenauftritte. Wegen der Maßnahmen gegen Juden zog sie 1937 nach Amsterdam, wo sie bei ihrer Schwester Lisbeth lebte, die seit 1930 in Amsterdam als Textildesignerin tätig war. Sie arbeiteten unter dem Namen 'Model en Foto Austria' zusammen und lebten im Rivierenbuurt. Von da an trug sie den Namen Maria Austria. 1938 flohen ihre Mutter und ihr Bruder Felix mit seiner Familie nach Amsterdam. Während des Krieges heiratete sie 1942 den deutschen Geschäftsmann Hans Bial. Im November 1943 wurden ihre Mutter und ihr Bruder mit seiner Familie ins Durchgangslager gebracht Westerbork transportiert. Ihr Mann und ihre Schwester waren dort schon einmal gelandet. Österreich tauchte nun unter der Adresse Vondelstraat 110 unter. Sie traf Henk Jonker, der im Amsterdam Einwohnermeldeamt arbeitete und war in der Widerstand Ausweise fälschen. Österreich hat dafür Passfotos gemacht und Jonker das Fotografieren beigebracht. Ende 1945 ließ sie sich von Hans Bial scheiden und heiratete 1950 Henk Jonker.

Arbeit

Willemsparkweg 120, Amsterdam

1945 gründete Maria Austria die Fotoagentur am Willemsparkweg 120 Teilnahme auf, zusammen mit Fotografen Henk Jonker, Aart Klein und Wim Silber Rupe. Sie konzentrierten sich auf dokumentarische Berichte für Zeitungen und Zeitschriften über Berufstätige und das kulturelle Leben der Niederlande in den Niederlanden Wiederaufbau. Von 1949 bis 1960 hatten Österreich und Jonker auf der Rückseite der Allgemeine Fachzeitschrift. Gemeinsam fotografierten sie auch die Flut für die Christian National Weekly Week Der Spiegel.[2]

Österreich spezialisierte sich auf Theaterfotografie und porträtierte Tänzer, Schauspieler, Komiker, Musiker, Dirigenten und Regisseure. Zu ihren Kunden gehörten große Ballettkompanien, die Holland-Festival (ab 1947), die Niederländische Opernstiftung (ab 1949) und die Concertgebouw-Orchester.

Nach ihrem Tod 1976 war es Maria Austria Institut (MAI) gegründet. Diese verwaltet in Zusammenarbeit mit der Archiv der Stadt Amsterdam, die Archive von mehr als 50 Fotografen, darunter das Archiv von Maria Austria selbst.[3]Im Jahr 2018 wurde die Jüdisches Historisches Museum zeigt erstmals ein Gesamtbild ihres umfangreichen und vielseitigen uvres aus den Jahren 1930-1975 unter dem Titel Leben vor der Fotografie[4]

Publikationen (Auswahl)

  • Martin Frijns: Maria Österreich. Fotograf. Enschede, Afdh Publishers, 2018. ISBN 9789072603890
  • Holland ohne Eile. 4. Fotos von Maria Österreich (inkl. Judith Herzberg). Amsterdam, Voetnoot, 2001. ISBN 90-71877-54-X
  • Maria Österreich. Fotos. Komponiert und gestaltet von Kees Nieuwenhuijzen. Amsterdam, De Bezige Bij, 1976. ISBN 90-234-5226-7

Externe Links