WikiDer > Merkelzellkarzinom
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Merkelzellkarzinom | ||||
| Codierungen | ||||
| ICD-O | M8247/3 | |||
| KrankheitenDB | 31386 | |||
| eMedizin | derm/262Kunststoff/423, ent/521 | |||
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Merkelzellkarzinom[1] oder Merkelzellkrebs ist eine seltene, aber sehr aggressive Form von Hautkrebs. Sie tritt hauptsächlich im Kopf-Hals-Bereich auf. Es ist eine feste, nicht schmerzhafte Beule, hautfarben, rot oder blau, aber die Diagnose ist nicht visuell. Die Größe kann von 5 mm bis 5 cm variieren, aber der Krebs wächst schnell. Etwa die Hälfte der Fälle entwickelt sich an sonnenexponierter Haut, 1/3 an den Beinen und Armen und manchmal am Rumpf. Das Merkelzellkarzinom breitet sich schnell vor allem auf die Lymphknoten, aber auch auf Leber, Lunge, Knochen oder Gehirn aus.
Ursache
Exposition gegenüber ultraviolett Licht (Sonnenlicht) trägt zur Entstehung des Merkelzellkarzinoms bei. 2008 wurde ein Virus entdeckt, das möglicherweise zur Entstehung des Merkelzellkarzinoms beitragen könnte. Das Virus wurde Merkelzell-Polyomavirus erwähnt. Es wurde jedoch auch in gesunder Haut gefunden. Der genaue Zusammenhang ist also noch nicht klar.[2]
Epidemiologie
Dieser Krebs tritt hauptsächlich – aber nicht ausschließlich – bei weißen Patienten im Alter zwischen 60 und 80 Jahren auf. Bei Männern genauso oft wie bei Frauen.[3] Es ist etwa 50x seltener als Melanom[4]Störungen des Immunsystems erhöhen das Risiko für ein Merkelzellkarzinom deutlich, zum Beispiel ist es bei Patienten mit HIV deutlich häufiger[5]; eventuell auch nach Organtransplantationen.[6]
Therapie
Es ist wichtig, die Behandlung so schnell wie möglich durchzuführen, um das Risiko einer Metastasierung zu verringern.
Operation
Die chirurgische Exzision ist die Grundlage der Behandlung. Der Krebs wird mit einem breiten Rand aus gesundem Gewebe herausgeschnitten. Häufig werden auch regionale Lymphknoten entfernt, da sie oft metastatische Zellen enthalten. Manchmal geschieht dies durch a Sentinel-Node-Verfahren.
Bestrahlung und Chemotherapie
Zusätzlich Bestrahlung hat sich als wirksam bei der Vorbeugung von Rückfällen erwiesen und Fünf-Jahres-Überleben verbessern. Wenn keine Metastasen gefunden werden, ist die Prognose gut. Bei Metastasen zusätzlich Chemotherapie nützlich sein.
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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