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Michaël II Apafi
Michael II. Apafi
1676 - 1713
Michael II. Apafi
Prinz von Zevenburgen
Zeitspanne1690 - 1699
VorgängerImre Tököly
NachfolgerFranz II. Rákóczi
VaterMichael I Apafi
MutterAnna Bornemisza

Michael II. Apafi (Gyulafehervar, 13. Oktober1676 - Wien, 1. Februar1713) war der Sohn des Prinzen Michael I Apafi und Anna Bornemisza und war selbst Prinz von Zevenburgen von 1690 bis 1699.

Biografie

Nach dem Tod von Michäel I Apafi erkannte es an Osmanisches Reich die Anti-HabsburgerImre Tököly als Fürst von Zeburg, anstelle von Michael II. Apafi. Thököly kontrollierte 1690 und 1691 kurzzeitig Zeburg, verließ aber das Land, nachdem seine Generäle von den habsburgischen Truppen besiegt worden waren.

Inzwischen hatten sich die Berater von Apafi mit Kaiser Leopold II, die 1690 Zevenburgen administrative, wirtschaftliche und kulturelle Autonomie verlieh und Religionsfreiheit gewährt. Außerdem erkannte ihn der Kaiser als Monarchen an und Nationalfeiertag im Fogaras ab 1691 wurde ein Rat ernannt, der Zeburg bis zur Volljährigkeit Apafis regierte. Vorsitzender dieses Rates war der Gouverneur von Zevenburgen, György Banffy, und auch Kanzler Miklos Bethlen, General Gergely Bethlen und Schatzmeister János Haller. Um türkische Angriffe abzuwenden, erklärte Apafi auf Anraten der Kanzlerin den englischen König English Wilhelm III und Friedrich I. von Preußen, den Kurfürsten von Brandenburg, als seine gesetzlichen Vormunde.

England und Die Niederlande forderte den Kaiser auf, dem Krieg gegen die Türken und schlug einen Waffenstillstand vor, der die Unabhängigkeit von Zeburg respektiert. Nach diesem Vorschlag würde Michael I. Apafi Monarch unter dem gemeinsamen habsburgischen und osmanischen Schutz und der Aufsicht der internationalen Mächte bleiben. Die Verhandlungen über diesen Vorschlag dauerten bis 1698.

Allerdings sahen die Habsburger ein unabhängiges Zeburg unter englischem und niederländischem Einfluss als Bedrohung für die Zukunft der eigenen Dynastie. Parallel zu den Friedensverhandlungen stärkten sie daher ihre eigene Position im Land. 1692 wurde Apafi dann nach Wien vorgeladen, angeblich wegen eines Streits über seine jüngste Ehe. Er war jedoch in Wien inhaftiert und Leopold gezwungen, ihm die Herrschaft über Zevenburgen abzutreten. 1695 wurde das Land von einer Armee von 8000 Soldaten besetzt und im folgenden Jahr einem Militärgouverneur unterstellt. Danach lebte Apafi mit kaiserlicher Erlaubnis weiter in Wien, wo er 1713 im Alter von 36 Jahren starb.