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OTAP

Entwicklung, Test, Abnahme und Produktion, abgekürzt OTAP ist der Name einer Methodik, die in der IKT. Die Hauptwörter im Namen weisen auf die Phasen hin, die unter anderem in der Software-Entwicklung durchlaufen werden. Der niederländische Begriff leitet sich vom englischen DTAP ab: Entwicklung, Test, Abnahme und Produktion.

Der Weg, den es nimmt, ist wie folgt:

  1. O: Ein Programm oder eine Komponente wird zuerst in der Entwicklungsumgebung entwickelt, wo in der Regel eine oder mehrere Personen in einem Entwicklungsteam anwesend sind, die an einem Entwicklungsarbeitsplatz jeweils an einer gemeinsamen Version arbeiten, die am Ende kopiert oder „eingecheckt“ wird eines jeden Tages im Versionskontrolltool auf dem Entwicklungsserver.
  2. T: Diese gemeinsame Version wird dann über Nacht automatisch vom Programmcode in ein laufendes Programm umgewandelt, bzw. „gebaut“ und eventuell an den Testserver weitergegeben. Auf dem Testserver ermöglichen Teiltests, sogenannte Unit-Tests, automatische technische und funktionale Tests, deren Ergebnisse am nächsten Tag für das Entwicklungsteam bereitstehen. Wenn eine funktionsfähige zusammengesetzte Version oder ein 'Release' nach einer Entwicklungszeit stabilisiert wird, kann dieses Release mit allen für die Software ausgewählten Testfällen von allen Parteien, Personen und Benutzern vollständig getestet werden.
  3. A: Nach der Freigabe kann die Version in der Akzeptanzumgebung installiert werden. Der Installationsvorgang wird in einem Produktionslaufskript dokumentiert. Die Abnahmeumgebung ist in Bezug auf Soft- und Hardware der Produktionsumgebung möglichst ähnlich. Hier kann der Kunde bereits sehen, wie das Release funktional und performant in der Produktion aussehen wird. Dies, ohne die tägliche Produktion zu unterbrechen.
  4. P: Wenn der Kunde in der Abnahmeumgebung abnimmt, wird das Programm auf der Produktionsumgebung installiert, wie dokumentiert, als die Freigabe in die Abnahmeumgebung ging. Außerdem muss ein Rollback-Plan vorhanden sein, um im Falle von Überraschungen die Produktionsinstallation rückgängig zu machen und mit der alten Version weiter zu produzieren.

E: Wenn viele Benutzerschulungen durchgeführt werden müssen, ist es sinnvoll, eine Bildungsumgebung einzurichten. Die Bildungsumgebung ist auch eine Produktionsumgebung, jedoch für Schulungen. Hier kann ungestört vom OTAP-Release-Prozess trainiert werden.

Alle anderen Umgebungen wie Wartungsumgebungen und Straßentestumgebungen könnten innerhalb der OTAP-Umgebungen ermöglicht werden und es sind dafür keine speziellen Umgebungen erforderlich.

Mit dieser OTAP-Methode wurde die Software vollständig getestet und in einer vergleichbaren Umgebung zur Produktion akzeptiert. Zusammen mit dem vorhersehbaren dokumentierten Produktionslauf und dem Rollback-Plan für den Fall von Überraschungen ist die Produktionsumgebung extrem geschützt und die Kontinuität gewährleistet.

OTAPU

OTAP hat auch die Erweiterung OTAPU, wobei das U für steht Abweichung. Ein Fallback-Speicherort kann verwendet werden, wenn die Produktionsumgebung nicht mehr funktioniert. Durch die Ergänzung der OTAP-Methode wird gewährleistet, dass der Fall-Back-Standort im Katastrophenfall verfügbar bleibt, um die Geschäftskontinuität zu gewährleisten.

Bücher

  • ger. E. van Beveren Jr. MSc., Die OTAP-Methode, 2010. ISBN 978-9081701518 .

Siehe auch