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Offene Ära (Englisch: offene Ära) bezeichnet die Zeit des Profi-Tennis von Mai 1968 bis heute.
Geschichte der offenen Ära
Bis 1968 waren Tennisamateure und Tennisprofis durch die Organisation der ITF strikt voneinander getrennt (Internationaler Tennisverband). Letztere Organisation bestimmte das Format internationaler Amateur-Tennisturniere auf der ganzen Welt. Professionelle Tennisspieler organisierten ihre Turniere separat. Wichtig dabei war der amerikanische Ex-Wimbledon-Champion und Promoter Jack Kramer, die viele professionelle Turniere organisierte. Das wurde bekannt Jack Kramer Cup und der „Tenniszirkus Kramer“, der Anfang der 1960er Jahre um die Welt fegte. Profis gibt es seit 1927, vor allem in den USA. In Australien kamen später die ersten Profis. Vivian McGrath und später Dinny Eimer waren die ersten australischen Profis. Bald folgte (gefragt von Jack Kramer): Frank Sedgman, Ken McGregor, Rex Hartwig, Ian Ayre, George Worthington, Donald Tregonning, Jack Arkinstall und Mervyn Rose. Später folgten: Lew Hoad, Ashley Cooper, Ken Rosewall und Rod Laver. Owen Davidson und Tony Roche folgte vor der offenen Ära. Ab 1968 wurden alle Tennisspieler bei den ILT-Tennisturnieren mit Preisgeldern bezahlt. In der Amateurzeit erhielten Tennisspieler nur eine Reisekostenpauschale. Fred Perry und Tony Mottram waren die berühmtesten britischen Profis kurz nach dem Zweiten Weltkrieg. Spanier Andrés Gimeno wurde 1962 Profi. Die wichtigsten professionellen Tennisturniere (Profi-Tennis-Meisterschaften) waren der US-Profi, der Wembley-Profi und der französische Pro. Inoffiziell galten sie als „Pro-Grandslams“.
Geschichte
1968 führte kommerzieller Druck dazu, dass die Trennung zwischen Amateuren und Profis, die zuvor in getrennten Turnieren gespielt hatten, beendet wurde. Damit begann die offene Ära im Tennis 1968, als die Grand-Slam-Turniere, mit dem ersten Roland Garros, änderten sich die Regeln und erlaubten es Profis, an ihren bisher nur Amateurturnieren teilzunehmen. Das erste Grand-Slam-Turnier, das "eröffnet" wurde, waren die Franzosen Roland Garros. Für die Australian Open trat erst 1969 in die offene Ära ein.
Gründung des NTL und des WCT
1967 gab es noch einige Profis wie Lewis Hoad, Luis Ayala, und Owen Davidson unabhängig, aber die meisten standen unter Vertrag. Sie hatten also die folgenden großen Partys:
- Nationale Tennisliga (NTL) von George McCall
- Tennis-Weltmeisterschaft (WCT) von Dave Dixon (Nachfolge von Lamar Hunt)
Die unter Vertrag stehenden Profis spielten also nur dort, wo ihre Teamchefs sie spielen wollten. Den WCT-Spielern wurde 1968 von ihren Chefs das Spielen bei Roland Garros untersagt. 1970 durften NTL-Spieler nicht in die Australian Open weil die NTL nicht die gewünschte Garantie erhalten hatte und im selben Jahr keine Spieler beider Organisationen bei Roland Garros spielten.