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Operatie Gutt
Camille Gutt während der Bretton-Woods-Konferenz, 1944

Das Operation Gutt oder der Gutt-Operation ist der Name der Münzrestrukturierung in Belgien nach der Befreiung 1944 und trägt den Namen des Finanzministers Camille Gutt. Dieses Geldreform wurde mit dem Verordnungsgesetz vom 6. Oktober 1944, veröffentlicht in der Belgisches Amtsblatt vom 7. Oktober 1944. Ziel der Währungsoperation war es, Kaufkraft der belgischen Staatsbürger durch die Geldversorgung kontrahieren und die Preise stabilisieren.[1] Darüber hinaus war es auch die Absicht, schwarze Kriegsgewinne damit umgehen.

Während der Zweiter Weltkrieg die Preise waren durch die große Knappheit an Lebensmitteln aller Art enorm gestiegen und die Schwarzmarkt, was zu einer dramatischen Finanzlage des Landes führte. Zwischen Mai 1940 und Oktober 1944 verdreifachte sich die gesamte Geldmenge in Belgien. Dieses Geld wurde jedoch nicht durch mehr Güter ausgeglichen: die Beruf Wirtschaft war ein Knappheitswirtschaft, vor allem die Nahrungsmittelknappheit war akut und quasi permanent geworden.[2] Es war klar, dass sich diese hohe Inflation nachteilig auf die Friedenswirtschaft auswirken würde.[3] Es wurde auch erwartet, dass die Präsenz alliierter Truppen in Belgien nach der Befreiung die Inflation weiter erhöhen würde.

Der Plan bestand aus drei Punkten: Devisenkontrolle, staatliche Kontrolle großer Transaktionen und den Austausch des Kriegsgeldes gegen neues Geld.

Zwischen dem 9. und 13. Oktober 1944 wurden alle Papiergeld kann in Belgien bei der Post oder bei der Bank umgetauscht werden. Jedes Familienmitglied erhielt nur neue Scheine im Wert von zweitausend Franken. Vierzig Prozent des verbleibenden Vermögens wurden gesperrt und die anderen 60 Prozent wurden auf Konten angelegt und umgewandelt im Kredite zur Währungssanierung die langfristig zurückgezahlt wurden. Alle Wertpapiere, Anzahlungs, Anteile und Fesseln musste ebenfalls zur Erneuerung eingereicht werden. Das Ganze bewegliches Vermögen der Belgier und die Immobilien könnten somit im Hinblick auf die Erhebung einer Kapitalsteuer bewertet werden. Die gesperrten vierzig Prozent wurden ab November 1944 nach und nach freigegeben. Die 60 Prozent könnten später für die Zahlung von Steuern verwendet werden.

Es gab jedoch ein paar „Schlupflöcher“, um dem Gesetz zu entkommen. Beispielsweise könnte die Deklaration des beweglichen Vermögens von weniger wohlhabenden Dritten oder von einigen gemeinnützige Vereine (einschließlich Klöster), die ausgenommen waren. Da dieser Vorgang nur für größere Konfessionen kam, stieg die Menge der Scheine von 20 und 50 Franken enorm an.

Da bereits im September 1944 bekannt war, dass die Münzräumung unmittelbar bevorstand, konnten bereits Vorkehrungen getroffen werden. Wer viel Geld besaß, konnte dieses in allerlei wertvolle Güter wie Schmuck, Briefmarken, Uhren, Kunst und Antiquitäten, Klaviere, Fahrräder, Fensterglas, Bahn- und Straßenbahnfahrkarten und Lebensmittel investieren. Die Operation verzögerte sich aus technischen Gründen, insbesondere aus Mangel an Schiffen, um die in London gedruckten neuen Noten zu transportieren.

Gutt hat mit der Restrukturierung dafür gesorgt, dass die gesamte Geldmenge stark zurückgefahren und das angeschlagene Vertrauen in das Geld wiederhergestellt wurde. Das Alliierte forderte zusätzliche Milliarden, um den Krieg zu beenden. Dadurch wurden die Auswirkungen der Sanierungsmaßnahme teilweise rückgängig gemacht. Aber im Allgemeinen kann man sagen, dass die Inflation habe es in den Griff bekommen.

Siehe auch

Verweise