WikiDer > Pagadder-Turm
EIN Paddelturm ist ein Hausturm, der in einigen Hafenstädten (einschließlich Antwerpen, Gent, Brügge) in der Spanische Zeit wurde gebaut, um das Prestige zu erhöhen.
Eine typische, aber irrige Theorie über die Funktion der Türme lautet: Aufgrund der kleinen Räume im Turm wurden kleine Leute als Ausguck in den Turm geschickt. Tage zuvor standen sie auf ihren Türmen und spähten zum Horizont in der Hoffnung, ihre treue Schiffsflagge (normalerweise mit Gewürzen beladen) über dem Horizont zu hissen. Kim erscheinen. Wer zuerst ein Schiff sah, konnte es beanspruchen und eine Maut- oder Verbrauchsteuer darauf verdienen. Der Name "Paadder" soll sich vom spanischen Wort "pagadores", aus dem Verb pagar = bezahlen. Das waren die Zahlmeister des Solds für die Spanier, die in Antwerpen stationiert waren und zu klein waren, um an den Kämpfen teilzunehmen. Daher der später noch heute gebräuchliche Spitzname für Kleinkinder: „Paadders“.
Die Wahrheit ist jedoch einfacher. Haustürme wie dieser wurden aus Prestigegründen errichtet, ohne wirklichen Nutzen. Höfe sind von der Straße aus nicht sichtbar, Türme aber schon. Gerade weil die Türme nutzlos sind, ist es attraktiv, einen zu besitzen, denn das deutet auf Reichtum hin. Der Kaufmann mit dem schönsten und größten Paadderturm genoss das meiste Ansehen.[1]
Pagadder kommt von „pagus“, dem lateinischen Wort für Landschaft. Wenn die Eltern vom Land kommen, das Kind aber in der Stadt geboren wurde, spricht man von einem Paadder. (Wenn sowohl das Kind als auch die Eltern in der Stadt geboren wurden, spricht man von einem Sinjoor.)
Darüber hinaus gibt es auch eine Theorie, die erklärt, warum diesem Wort eine zweite Bedeutung gegeben wurde: kleine Antwerpener Kinder, unabhängig von ihrer Herkunft. Da dort keine Straßen gebaut sind, werden die Menschen dort 'pagus', 'paggelt' oder 'wackeln' gebaut, im Gegensatz zur Stadt mit ebenem Boden, wo man ohne Schwierigkeiten laufen kann. Da auch kleine Kinder instabil laufen, ist der Vergleich schnell angestellt.
Verweise
- ↑Jan Lampo, Happy City: Die goldenen Jahre von Antwerpen (1485-1585). Amsterdam University Press (31. Januar 2018), S. 42.