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Payenborg
Payenborg
Eingang des Hauptgebäudes
OrtUtrecht, Oudegracht 320
Allgemeines
SchlosstypStadtschloss
BaumaterialStein
Aktuelle PositionWohnhaus/Bürogebäude
Eingebaut14. Jahrhundert
Monumentaler StatusNationaldenkmal
Denkmalnummer31104

Payenborg ist ein Stadtschloss in der niederländischen Stadt Utrecht.[1]

Dieses große widerstandsfähige Steinhaus wurde im 14. Oudegracht 320 gebaut für die Familie (de) Paye oder Payo. Das Verbundhaus wurde auf einem 95 Meter tiefen Grundstück am Kanal gebaut. Es hat ein besonderes Design im Vergleich zu anderen Stadtburgen, da die omdat Grat des Hauptgebäudes ist eher parallel zur Straße/zum Kanal als in der Tiefe. An das ursprüngliche Hauptgebäude grenzt ein schmales Haus, das sich vor allem in den kalten Monaten eher zum dauerhaften Wohnen eignete. Ein oder mehrere Nebengebäude wurden wenig später an das Haupthaus angebaut.

Vermutlich um 1555 wurde der Besitz aufgeteilt. Nach der Teilung existierten Groot Payenborg und Klein Payenborg (Nebenhaus) bis ins 18. Jahrhundert als getrennte Häuser. In dieser Zeit fungierte Groot Payenborg als Musterhaus, in dem die Reichen wohnten, und Handwerker fanden oft in Klein Payenborg Unterschlupf. Im 18. Jahrhundert kam Payenborg wieder in den Besitz eines Besitzers und unter anderem wurde die heutige Fassade des Hauptgebäudes hinzugefügt. Die Brauerei De Aker oder Het Keteltje befand sich dann eine Zeit lang in Payenborg.

Für den größten Teil des 20. Jahrhunderts war die Universität Utrecht der Besitzer und während dieser Zeit wurde Payenborg umfassend umgebaut. Von 1909 bis 1929 befand sich die Fakultät für Zahnmedizin in Groot und Klein Payenborg. 1909 war im weitläufigen Hinterhof ein großes Lehrgebäude errichtet worden, das sich bis zur Remise an der Lange Nieuwstraat erstreckte. Nachdem die Zahnmedizin aus Platzgründen in den Jutfaseweg umgezogen war[2], von 1929 bis 1979 befand sich das Geologische Institut in Groot und Klein Payenborg. Nach dem Weggang der Geologen 1979 zu Der Uithof Payenborg wurde zeitweise über Jahre hinweg genutzt. Die Gebäude wurden in den 1990er Jahren privat verkauft, getrennt vom rückwärtigen Bereich mit dem Bildungsgebäude, in dem in den 1990er Jahren der Payenhof errichtet wurde.

Heute fungiert Payenborg als Wohn-/Bürogebäude mit Lagerfunktion. Klein Payenborg hat ein Tor, das früher zum Payenborchsteeg führte.

Ab 1954 die Utrechter Geologenverband veröffentlichte die Zeitschrift Payenborchiana, benannt nach dem Haus Payenborg.

Quellen

  • RE. de Bruin ua (Hrsg.) 'Ein Paradies voller Opulenz'. Geschichte der Stadt Utrecht, Sterben, Utrecht, 2000, ISBN 9053451757 .
  • S. Krul ua (Hrsg.), Hinter Utrechter Fassaden. Folge 4. Stadtschlösser, Waanders Verlag, Zwolle, 2005.
  • J.A.C. Mathijssen, Payenborg, in: Monatszeitschrift Oud-Utrecht 1979, S. 142-144.

Nüsse

  1. Ebenfalls Payenborch oder Payenborgh erwähnt.
  2. Von 1929 bis 1974 war die Fakultät für Zahnmedizin im Zahnklinik am Jutfaseweg 5 und von 1974 bis 1988 im Uithof im Wentgebouw.