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RAPP (Russischer proletarischer Arbeiterverband, Russisch: ; Российская ассоциация пролетарских писателей) war eine offizielle sowjetisch-russische Schriftstellervereinigung 1925 bis um 1932.
Ideen
RAPP machte sich daran, die russische Literatur im Namen der kommunistischen Partei zu "reinigen", deren wichtigste Vertreter die fanatische Leopold Averbach, Dmitri Furmanov, Vladimir Kirsjon und Alexander Fadejevi. Sie sahen die „soziale Aufgabe“ als direkten Befehl an den Schriftsteller. Sie waren zum Beispiel der Meinung, dass Schriftsteller eigentlich gezwungen seien, Kolchosen und Gebäude zu besuchen und über Fünfjahrespläne, Schockarbeiter und so weiter zu schreiben. RAPP wetterte gnadenlos gegen andere Literaturverbände, wie LEF, pereval, OBERIU, sondern vor allem gegen sogenannte 'Follower' (eigentlich: Schriftsteller, die nicht wirklich Stellung bezogen). Sie förderten aktiv die Zensur aus ideologischen Gründen. Zu ihren Zielen gehörten sowohl pro- als auch konterrevolutionäre Schriftsteller, wie z Jewgeni Samjatin, Boris Pilnjak, Michail Bulgakovy, Maksim Gorkic, Alexei Tolstoi, und Vladimir Mayakovsky, letzterer trat ironischerweise und zum Ekel vieler seiner Freunde 1930 (kurz vor seinem Selbstmord) der RAPP bei.
Ende des Vereins
Im April 1932 gründete die RAPP zusammen mit Resten anderer schöpferischer Vereinigungen wie der prolet kühlt ab, die VAPP (ebenfalls ein proletarischer Schriftstellerverband) und die RAPM (proletarischer Verein für Musiker) in die neu gegründete Union sowjetischer Schriftsteller, die schließlich mehrere ihrer Forderungen übernahm. Buchstäblich jedoch haben die Werke der meisten RAPP-Autoren kaum den Test der Zeit bestanden.
Literatur und Quellen
- E. Waegemans: Russische Literatur Utrecht, 1986. (Überarbeitete und aktualisierte Ausgabe: Amsterdam, Antwerpen, 2003).