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Senryu

senryu (川柳) ist eine Form von Japanische Poesie über die Unvollkommenheit des Volkes, geschrieben in drei Zeilen mit 5, 7 und 5 Silben. Es hat daher die gleiche Form wie das Haiku, die aber eher die Vollständigkeit der Welt beschreibt.

Ursprung

Der Senryu ist nach dem Dichter benannt Karai Hachiemon (1718-1790) repräsentiert die Name des Autorssenryu (Wasserweide) benutzt. Die Angemessenheit des Namens wird oft damit erklärt, dass der Senryu wie die Weide ist: biegsam, zäh und weich.

Senryu war die Antwort des Volkes auf die Haiku des Adels und des Klerus, die vor allem die objektive Reinheit der Natur einfing. Der Senryu beschreibt den Menschen in seiner Gewöhnlichkeit, da sie im Hokku oder Haiku nicht vorkamen.

Natur

泥 棒 を dorob wo
捕 え て み れ ば toraete mireba
我 が 子 な り wagako nari

Frei übersetzt:

Jemand bricht ein
Wenn ich ihn erwische
Habe ich meinen Sohn gebissen?

Der obige Text ist ein Senryû, mit einer freien Übersetzung. Mit Senryû bleibt die Relativierung von „Humor“ ein guter Einstiegspunkt; die alten japanischen Meister schreckten nicht einmal vor vulgärer Sprache zurück. Im Mittelpunkt steht der Mensch mit all seinen Gewohnheiten und Entwicklungen. Religion, Politik, Sitten und Gebräuche werden oft durch pointierte Bemerkungen und scharfe Beobachtungen angegriffen. Wo dem Haiku eine intellektuelle und zerebrale Interpretation gegeben wird, scheut der Senryu nicht das Populäre. Menschen werden offen und exponiert, weshalb auch Erotik eine Rolle spielt. Selbsterkenntnis und Sarkasmus zeigen sich in den Worten. So dunkel das Thema auch sein mag, das Gedicht beurteilt den Menschen nicht endgültig. Der Ton des Senryu ist nie zynisch.

Bilden

Ein Senryu benötigt kein Schlüsselwort, im Gegensatz zum saisonalen Wort im Haiku. Die drei Zeilen des Senryu haben 5-7-5 Lauteinheiten (mors) in der strengsten Form. Oft wird diese Forderung recht flexibel angegangen: drei Zeilen mit insgesamt maximal 17 Sitten oder im Westen 17 Silben. Ein Senryu weist normalerweise nicht auf einen Schriftsteller hin.

Unterschied zu Haiku

Das Senryu hat die unvollkommene Menschheit als Subjekt, im Gegensatz zur objektiv perfekten Natur als Subjekt eines Haiku. Die Offenbarung, wenn überhaupt, ist eine erkennbare menschliche Schwäche, im Gegensatz zur Vollkommenheit und Pracht der Natur. Die Gedichte sind in der Form fast identisch.

In der westlichen Form ist der Unterschied aufgrund der unterschiedlichen Weltanschauung im Westen geringer. Aber so klein der Unterschied in der Form auch ist, es gibt einen deutlichen Unterschied im Ton.

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