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EIN Smart Grid (Englisch vor dem intelligentes/intelligentes (Strom-)Netz) ist ein Stromsystem die die Stromnachfrage auf Basis des momentanen Angebots beeinflusst. Das konventionelle Stromnetz, das kaum Speichermöglichkeiten hat, ist bedarfsorientiert und hierarchisch aufgebaut: An der Spitze steht die Stromproduktion, die über den Momentanverbrauch gesteuert wird. Erneuerbare Energie wird oft durch äußere Bedingungen wie Sonne und Wind erzeugt: Die Produktion erfolgt bedarfsunabhängig.[1] Durch die Steuerung der Nachfrage mit einem Smart Grid kann diese besser an das aktuelle Angebot angepasst werden. Das Smart Grid kann Informationen, Gegenverkehr, Kommunikationstechnologien und Computerintelligenz nutzen.
Performance
Mit Smart Meter für das Stromnetz wird ein Kommunikations- und Kontrollkanal geschaffen. Damit ist es grundsätzlich möglich, den Stromverbrauch jederzeit aus der Ferne auszulesen und den Verbrauch zu beeinflussen, beispielsweise durch Abschalten des Netzes hinter dem Verbrauchszähler. Außerdem ist es möglich, den dezentral erzeugten Strom sekundengenau auszulesen, wodurch die Möglichkeit geschaffen wird, dem Verbraucher im Tagesverlauf schwankende Tarife nach dem Großhandelspreis zu setzen.[2]. Auch elektrische Geräte können so gebaut werden, dass sie auf Steuersignale reagieren. Auf diese Weise kann der Verbrauch teilweise zentral gesteuert werden.
In den Niederlanden bieten NieuweStroom und EasyEnergy flexible Tarife. In Großbritannien gibt es Octopus Agile.
Smart Grid in den Niederlanden
Im Oktober 2009 startete das Wirtschaftsministerium das Innovationsprogramm Intelligente Netze (IPIN). Ziel war es, durch die Zusammenarbeit der verschiedenen Akteure der Branche einen höheren Wissens- und Erfahrungsstand in Bezug auf Smart-Grid-Technologien zu erreichen. Dies geschah durch die Einrichtung von 12 sogenannten Testgeländen; Auf diesem Testgelände könnten im kleinen Maßstab Experimente mit Smart-Grid-Anwendungen durchgeführt werden.[3] Neben IPIN, im Rahmen der Top-Branchenpolitik die Top Consortia for Knowledge and Innovation (TKI) Switch2SmartGrid hat eine Vielzahl von Living Labs eingerichtet, in denen Wissen über Smart Grid-Technologien entwickelt wurde.[4] Ab 2016 wurde diese TKI in die TKI Urban Energy zusammengeführt.
Kritik
- Abgesehen von möglichen Datenschutzproblemen, die im Hauptartikel erörtert wurden Smart Meter behandelt, birgt ein Smart Grid auch Risiken: Die Kommunikations- und Steuersignale können geknackt und missbraucht werden.
- Die Steuerung des Netzes bleibt zentral und hierarchisch, während dezentrale Erzeugung und Steuerung das Netz robuster gegen Ausfälle machen können.
Siehe auch
Verweise
- ↑Smart Grid: Das elektrische Energiesystem der Zukunft. IEEE (Juni 2011). Zugegriffen unter 2. Dezember 2015.
- ↑Day-Ahead-Preise für die Übertragung. transparenz.entsoe.eu. Zugegriffen unter 16. Mai 2020.
- ↑Intelligente Netze. Niederländische Unternehmensagentur (2. Dezember 2015). Zugegriffen unter 2. Dezember 2015.
- ↑TKI Switch2SmartGrid. Switch2SmartGrid (2. Dezember 2015). Zugegriffen unter 2. Dezember 2015.