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Spaghetti-arrest
Spaghetti-Urteil
Datum14. Oktober1996
ParteienMarc Dutroux
Jean-Marc Connerotte
AngelegenheitS.96.1267.F
KörperKassationsgericht
Proz.-Gen.Eliane Liekendael
VerfahrenRücktritt vom Gericht
Sprache des FallsFranzösisch
GesetzgebungKunst. 542 und 545 sv.
Kunst. 828 Ger.W.
ThemaBerechtigter Verdacht
Unparteilichkeit des Richters
Überweisung an einen anderen Richter
StattfindenArr. Kass. 1996, 379

Es Spaghetti-Urteil ist eine Aussprache von the Kassationsgericht im Belgien vom 14. Oktober 1996 im Zusammenhang mit der Dutroux-Koffer. Das Urteil führte dazu, dass der Untersuchungsrichter Jean-Marc Connerotte wurde aus dem Fall entfernt, weil er bei einem Abendessen gegessen hatte, bei dem sich auch die Opfer befanden.

Das Abendessen

Am Samstag 21. September, 39 Tage nach der Befreiung von Sabine Dardenne und Laetitia Delhez aus dem Keller von Dutroux, wurde in Bertrix organisierte ein Abendessen zu Ehren der überlebenden Opfer. Anwesend waren Sabine und Laetitia, eine Notarin, die Staatsanwaltschaft Michel Bourlet und die Ermittlungsrichterin Connerotte - die noch an diesem Tag verheiratet war. Die Richter bleiben eine Stunde, sprechen die beiden anwesenden Opfer nicht an, erhalten einen Teller Spaghetti und einen Füllfederhalter für umgerechnet 27 Euro. Für ihre Frauen gibt es eine Blume.

Herausforderung

Der Verteidiger von Dutroux, Julien Pierre, reicht eine Beschwerde gegen beide Richter ein. Am 14. Oktober 1996 entscheidet der Kassationshof: Ermittlungsrichterin Connerotte wird wegen des Anscheins von Befangenheit aus dem Verfahren entfernt: Ein Untersuchungsrichter hört nie auf, Richter zu sein, (...) Er darf unter keinen Umständen, wie auch immer ausnahmsweise, den Anschein von Parteilichkeit gegenüber den Parteien und der öffentlichen Meinung erwecken, je nach Motivation.[1] Mit diesem Urteil folgt der Kassationshof dem Rat von Eliane Liekendael, der damalige Generalstaatsanwalt beim Gericht. War im Voraus vom Premierminister Dehaene gebeten, in diesem Fall Erfindungsreichtum zu zeigen, aber Liekendael sagte kein Sprecher für das Gefühl sein; ihr jede Aufgabe war mal die Gesetze anwenden.

Die Ermittlungen zu den Entführungen werden übertragen an Jacques Langlois, ein Kollege von Connerotte te Neufchâteau. Dominique Gerard bekommt die Untersuchung des Autobetrugs. Bourlet darf seine Arbeit fortsetzen, weil er als Staatsanwalt nicht unparteiisch sein muss. Durch die Abhaltung der Ermittlungen in Neufchâteau konnte der Kassationshof erhebliche Verzögerungen durch die Verlegung zwischen Staatsanwälten vermeiden, wie es zwei Jahre zuvor im Fall Cools der Fall war.

Folge

Das Urteil vom Montag, 14. Oktober, erschütterte das Land mit Erstaunen, Unglauben und Misstrauen. Die Richter wurden als "weltfremd" bezeichnet. Sechs Tage später, am Sonntag, 20. Oktober, Weißer Marsch von 300.000 Menschen gelaufen.

Im August hatte Bourlet im Fernsehen gesagt ... Si on me laisse faire (Wenn Sie lassen Sie es mich tun (in der Untersuchung)), obwohl er nicht sagte, mit wem 'sie' zusammen waren. Diese Aussage hat den Verdacht nicht zerstreut.

Wissenswertes

  • In der Serie Das göttliche Monster (die Verfilmung von Tom Lanoyes Monster-Trilogie), die im Herbst 2011 veröffentlicht wurde. EIN gezeigt wurde, wird das „Chipshop-Urteil“ diskutiert. Der Ermittlungsrichter Willy Dedecker wird hiermit aus dem Fall Deschryver entfernt, weil er während des Weißmarsches Chips aus einem Stand der De Witte-Bewegung frisst. Dies ist ein klarer Hinweis auf das Spaghetti-Urteil.