WikiDer > Strategie
strategikon (6. Jahrhundert) ist ein Handbuch für den Krieg, das vom Kaiser geschrieben wurde Mauricius I; es ist vor allem ein praktisches Handbuch, "ein eher bescheidener, elementarer Leitfaden", wie die Einleitung sagt, "für diejenigen, die sich der Generalität widmen". In akademischen Kreisen wird um den wahren Autor des Strategikons gestritten. Mauricius mag nur die Initiative ergriffen haben, und vielleicht war sein Bruder oder ein General an seinem Hof der wahre Schriftsteller.
Strategikon wurde geschrieben, um die Militärreformen des Soldaten/Kaisers Mauricius I. zu kodifizieren. Diese Reformen blieben über 500 Jahre lang unverändert, bis ins 11. Jahrhundert.
Der Text besteht aus 12 Kapiteln oder "Büchern", die sich alle bis auf eines mit der Organisation, Ausbildung und Unterstützung berittener Truppen befassen. Es enthält auch Pläne für die Rekrutierung der Milizarmee von Bauern, die Söldner ersetzen soll. Bemerkenswert und von toll ethnografisch Bedeutung hat das elfte Buch mit den Beschreibungen verschiedener byzantinischer Feinde (Franken, Lombarden, avars, Türken und Sklaven). Strategikon gehört auch zur byzantinischen Rechtsliteratur, da es auch eine Liste von Militärdelikten und den entsprechenden Verurteilungen enthält.
Strategikon wird in Militärkreisen als die erste und einzige perfektionierte Theorie der kombinierten Streitkräfte bis zum Zweiten Weltkrieg gefeiert.