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Thomas Montanus (Diksmuide, 7. Juni1617 - Brügge, 8. April1685) oder Thomas Van den Berghe war mal Arzt in Brügge und veröffentlichte ein Buch über die Eigenschaften der schwarzer Tod.
Familie
Montanus war ein Sohn von Arzt Robert Van den Berghe und Catharina Bosmans. Robert Van den Berghe war der Autor des Buches über Diätetik aus dem 17. Diaetema sive solubris victus ratio novo-antiquana.
Thomas war nacheinander mit Petronella De Keyzer (in Gent, 1646), mit Anna Elyas (um 1649) und mit Maria Van Sandijcke (Brügge 1641-1720) (1673) verheiratet. Er hatte eine Tochter aus der zweiten und einen Sohn aus der dritten Ehe, die jung starben.
Lebenszyklus
Montanus absolvierte in Brügge Sekundärstudien, wahrscheinlich bei den Jesuiten. Im Oktober 1634 begann er ein Studium der Artes an der Universität Leuven, wo er immatrikuliert war Pädagogik De Burcht. Vielleicht wurde er damals zum ersten Mal mit einer Pestepidemie konfrontiert. Im Juli 1639 erwarb er sein Medizinstudium. Um sein Wissen zu vervollständigen, reiste er während einer peregrinatio akademisch in Deutschland und Italien. Nach seiner Rückkehr ließ er sich in Gent nieder.
1643 zog er nach Sint-Winoksbergen und 1645 wurde er Chefarzt im alten St. John's Hospital der Stadt. Während der Spanisch-Französischer Krieg Zweifellos war er mit Pestkrankheiten konfrontiert, denn er bezog sich in seinen späteren Schriften auf sie. 1652 wurde er zum Pensionärsarzt von Sint-Winoksbergen ernannt.
Im Juli 1655 ließ er sich als Ehrenbürger bei der Brugse Vrije registrieren und zog 1656 nach Brügge. Am 16. Juli desselben Jahres wurde er Pensionärsarzt der Stadt Brügge und Arzt am Sint-Janshospitaal. 1663 wurde er auch Pensionärsarzt der Brugse Vrije.
Die schwarze Pest
1666 brach in Brügge eine Pestepidemie aus. Montanus wurde zum Vorstandsvorsitzenden der neu gegründeten „Kamer van Gezondheyd“ ernannt. Die Entwicklung der Krankheit wurde bei allen Infizierten und ihren Familien Tag für Tag aufgezeichnet. Dies ermöglichte es Montanus, das Ausmaß der Entwicklung der Epidemie genau zu verfolgen.
Er veröffentlichte einen Bericht über die Brügge-Pest, Qualitas Loimodea sive pestis Brugana anni MDCLXVI.
Persönlichkeit
Montanus genoss in der medizinischen Welt seiner Zeit große Autorität. So viel wird klar, wenn man sich das 1677 gemalte Gemälde von Philippe Bernaerdt wurde mit dem Eid der Chirurgen unter der Leitung von Montanus als Vorsitzender des Prüfungsausschusses erstellt.
1665 gründete er den ärztlichen Berufsverband „Confraternitas S. Lucae medici“. Er war auch als medizinischer Sachverständiger tätig.
Wissenswertes
- Montanus kaufte das Herrenhaus 1675 Höhle Ofen in dem Braambergstraat, an der Ecke des Joseph Suveestraat. Er starb dort und nach seinem Tod blieb das große Haus bis 1723 im Besitz seiner Witwe.
- In Brügge ist ein Verein zur Medizingeschichte dieser Stadt aktiv. Gegründet unter der Präsidentschaft von Robert Pannier. Es trägt den Namen vzw Montanus, Collegium Medicum Historicum Brugense. Sie veröffentlicht ein Jahrbuch unter dem Namen Montanus-Nachrichten.
- In Diksmuide wurde eine Straße nach Thomas Montanus benannt, eine Galerie trägt seinen Namen und eine Büste von ihm wurde im Stadtpark vom Bronzegießer Jan Tamsin aufgestellt.
- In Brügge trägt ein Hotel in Nieuwe Gentweg auf Initiative eines Brüggeer Arztes den Namen Montanus.
- Am 25. April 2015 wurde eine Büste des Montanus im Innenhof des alten Johanniterkrankenhauses aufgestellt. Es ist eine Nachbildung des Diksmuids-Kunstwerks.
Literatur
- Isaac DE MEYER, Hinweis sur Thomas Montanus, Brügge, 1841
- G. VAN TÜRENLAER, Thomas Van den Berghe, in: Biographie nationale de Belgique, T. XXIX, Brüssel, 1956, 269-271.
- J. J. MATTELAER, Thomas Montanus, ein vergessener westflämischer Arzt, in: Journal of Medicine, 1969, 1051-1054
- J. VAN LAERE, Thomas Montanus et la peste à Brügge en l'an de Grace 1666, in Sartoniana, Band 9, Gent, 1996.
- J. VAN LAERE, Thomas Montanus, Autor einer Abhandlung über die Epidemie Qualitas loimodea sive pestis Brugana: einige biographische Details, in: Abhandlungen der Royal Academy of Medicine in Belgium, 1999, S. 317-323.
- E. LACROIX, Vergleichende Untersuchung der Vorstellungen über Ursachen, Krankheitsmechanismen und Therapien der Pest anhand der Pestabhandlungen der Medizinischen Fakultät Paris (1348-1349), von Joannes de Vesalia (nach 1454) und von Thomas Montanus (1669), in: Abhandlungen der Royal Academy of Medicine in Belgium, 1999, S. 325-61.
- Michael DERUYTTERE, "Von Chirurgen, Räubern, Hebammen und Dummen", ein Spaziergang durch die Medizinlandschaft Brügges im 16. - 17. Jahrhundert, Brügge, 2006.
- Robert A. C. Gepäckträger, Vom Raten zum Wissen. Medizin in Brügge im 17. Jahrhundert, zur Zeit von Thomas Montanus', Brügge, 2008
- Robert A. C. Gepäckträger, Thomas Montanus, in: National Biographical Dictionary, Volume 19, Brüssel, 2009, col. 706-712.
- Brigitte BEERNAERT, Denkmaltage 2011, Konflikt, Brügge, 2011.
- Daniel DECLERCK, In Brügge gibt es ein Haus de Marenzi, das Reichshaus an der Braambergstraat, in: Brugs-Ommeland, 2012.
- Wilhelm DER GROSSE, Thomas Montanus, Arzt, in: Montanus Tidings, Brügge, 2015.
Externer Link
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- Niederländische Übersetzung von Qualitas Loimodea sive pestis Brugana anni MDCLXVI[toter Link] , veröffentlicht im Montanus-Nachrichten, Brügge, 2008.