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Valutaoorlog

EIN Währungskrieg oder Währungskrieg ist ein Kampf (transitiv Krieg genannt) zwischen Staaten oder Währungsunionen, um den Preis ihrer Währung gegenüber den Währungen anderer Mächte fallen zu lassen oder zumindest nicht steigen zu lassen[1].

Methoden

Einige Methoden:

  1. Die Verbindung der eigenen Währung mit einer „Ankerwährung“, von der man denkt und hofft, wird nicht im Preis steigen. Beispiel: China hatte seine Währung bis Juli 2010 an den US-Dollar gekoppelt.
  2. Kapitalbeschränkung: Eine Regierung erschwert oder verunmöglicht ausländischem Kapital die „Einreise“ ins Land, um beispielsweise inländische Anleihen zu kaufen. Zum Beispiel hat Brasilien zum 4. Oktober 2010 die Steuer auf ausländische Käufe brasilianischer Anleihen verdoppelt.
  3. Die Zentralbank eines Landes kann die offiziellen Zinssätze senken: Diese Sätze dienen als "Untergrenze" für die Zinssätze dieses Landes. Auch die Versorgung des Bankensystems dieses Landes mit ausreichend Liquidität könnte zu einer Senkung des Gesamtzinsniveaus dieses Landes führen. Investieren in festverzinslich (Staatsanleihen und Unternehmensanleihen) werden daher relativ an Attraktivität verlieren. Dies kann zu einem Rückgang der Währung des jeweiligen Landes führen.
  4. Erhöhung der Geldmenge der eigenen Währung („Running the Money Press“), auch beschönigend quantitative Lockerung erwähnt. Die Annahme dahinter ist, dass einer dieser inflationär Impuls, der zu einer Verringerung der Attraktivität der Währung führen kann. Ob ein solches Mittel zum beabsichtigten Zweck führt, lässt sich nicht mit Sicherheit sagen.
  5. Währungsintervention: Eine Zentralbank kauft Fremdwährungen mit ihrer eigenen Währung. Beispiele: Südkorea kaufte von September bis Oktober 2010 11 Milliarden Dollar, Japan 25 Milliarden, die Schweiz eine unbekannte Zahl, alles mit der Absicht, den Dollar nach oben und die Währung nach unten zu drücken. Dabei ist zu beachten, dass der globale Devisenmarkt von einer solchen Größe ist, dass solche Interventionen in der Regel nur von kurzer Dauer sind. Um auch bei relativ kleineren Währungen nachhaltig zu wirken, wären Interventionen von (umgerechnet) Hunderten von Milliarden Dollar notwendig. Dies erfordert in den meisten Fällen ein gemeinsames Handeln mehrerer Zentralbanken über einen längeren Zeitraum, wofür es in der Regel nicht genügend parallele Interessen gibt.

Einige der oben genannten Methoden beißen sich teilweise selbst in den Schwanz: Bei Nummer 3 der Zinssenkung wird als Nachteil genannt, dass das Absinken des Gesamtzinsniveaus auch zu niedrigeren Finanzierungskosten von Unternehmen führen kann, die sich positiv auf die Aktienkurse auswirken, was wiederum zu einem Zufluss von ausländischem Kapital führen kann, was (an sich) einen Aufwärtseffekt auf diese Währung hat.

Nachteile und Risiken

Einen Währungskrieg zu führen birgt immer Risiken:

  • Eine Inflation, ausgelöst mit einer der oben genannten Methoden, ist nie sicher, ob sie auf ein zuvor vorgesehenes Niveau begrenzt werden kann.
  • Diese Schritte können von anderen Ländern als „unfair“ bezeichnet werden, und diese Länder können dann mit Handelsmaßnahmen reagieren. Dies geschieht beispielsweise in Form von zusätzlichen Einfuhrzöllen oder Einfuhrbeschränkungen, beides zum Schutz der eigenen Produzenten.
  • Ein (erzwungener) Rückgang der inländischen Währung wird dazu führen, dass Importe für inländische Verbraucher proportional teurer werden.
  • Eine Abwertung der Heimatwährung mindert den Wert der auf diese Währung lautenden Anlagen ausländischer Anleger. Beispiel: Angenommen, es besteht der Verdacht, dass der Dollar abwerten könnte. Ein niederländischer Pensionsfonds, der amerikanische Staatsanleihen hält, würde seinen Wert in Euro aufgrund einer Abwertung des Dollars um 5 % oder um 5 % verlieren. Schon die Möglichkeit dazu kann für solche ausländischen Investoren ein Grund sein, solche Anlagen zu verkaufen. Dies führt dann zu einer Erhöhung des Kapitalmarktzinses. Ein Land wird ein solches Risiko stärker berücksichtigen müssen, da ein größerer Teil der Schulden (Staatsschulden sowie Unternehmensanleihen) in ausländischer Hand ist.