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Westermarck-effect

Es Westermarck-Effekt ist ein vermeintliches Phänomen, bei dem Kinder, die ihre Kindheit zusammen verbringen, irgendwann kein sexuelles Interesse aneinander haben. Das Phänomen ist nach dem schwedisch-finnischen . benannt AnthropologeEdvard Westermarck. Das bekannteste Beispiel für den Westermarck-Effekt ist das fehlende sexuelle Interesse zwischen Geschwistern. Die Wirkung hängt daher stark mit der Tabu auf Inzest.

Der Westermarck-Effekt wird als eine Form der gegensätzlichen Sexualität angesehen Prägung. Wo Freud argumentierte, dass Verwandte von Natur aus eine sexuelle Anziehungskraft zueinander haben und dies das Inzest-Tabu schuf, argumentierte Westermarck das Gegenteil. Das Inzest-Tabu entstand laut Westermarck aus der Tatsache, dass Familienmitglieder kein sexuelles Interesse aneinander hatten und Sex zwischen Familienmitgliedern daher inakzeptabel ist.

Der Westermarck-Effekt wurde nicht nur bei Familienmitgliedern beobachtet, sondern auch bei anderen Gruppen von Kindern, die die meiste Zeit ihrer Kindheit zusammen verbrachten. Eine Untersuchung in Israel Kibbuz zeigten beispielsweise, dass von 3000 Ehen nur 14 (weniger als 0,5 %) zwischen Partnern aus derselben Gruppe geschlossen wurden. Ein weiteres Beispiel waren die Shim Pua-Ehen in China und weiter Taiwan. In einem Shim Pua ​​Ehe Eine arme Familie verkaufte eine Tochter an eine wohlhabende Familie, um den Sohn später zu heiraten. Da die Kinder so viel Zeit miteinander verbrachten, hatten sie kein sexuelles Interesse aneinander.

Wenn Geschwister hingegen getrennt voneinander aufwachsen, können sie sich sehr sexuell zueinander hingezogen fühlen, ein Phänomen, das als genetische sexuelle Anziehung bekannt ist. Da Geschwister dazu neigen, sich sowohl körperlich als auch geistig zu ähneln, fühlen sie sich eher zueinander hingezogen. Verhaltensexperten vermuten, dass der Westermarck-Effekt evolutionär gewachsen ist, da die Nachkommen von Geschwistern oft schwer behindert (Inzucht) sind und keine Nachkommen haben, so dass die sexuelle Anziehung zwischen Geschwistern als erbliches Merkmal wenig Chancen hat. In fast allen Fällen, in denen sich Verwandte ineinander verliebten, waren es getrennt voneinander aufgewachsene Verwandte, wie zum Beispiel das deutsche Bruder-Schwester-Paar Patrick Sübing und Susan Karolewski.

Kritik

Einige Soziologen und Anthropologen haben die Gültigkeit von Forschungen kritisiert, die den Westermarck-Effekt unterstützen, der die Bedeutung der natürlichen Selektion für die Erklärung des menschlichen Verhaltens demonstrieren würde. Eine Studie von Eran Shor und Dalit Simchai aus dem Jahr 2009 ergab, dass Kinder, die in israelischen Kibbuzim eng beieinander aufgewachsen waren, zwar nicht heirateten, sich aber deutlich zu denen hingezogen fühlten, die mit ihnen aufgewachsen waren. Die Autoren kommen zu dem Schluss, dass der Fall der Kibbuzim wenig Unterstützung für den Westermarck-Effekt bietet und dass das gemeinsame Aufwachsen von Kindern ohne soziale Normen und Zwänge nicht automatisch zu sexueller Vermeidung führt.[1]