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Yves Boisset
Yves Boisset
Yves Boisset (2010)
GeborenParis, 14. März1939
GeburtslandFlagge von Frankreich Frankreich
aktive Jahre1959 -
BerufRegisseur
(und) IMDb-Profil
Moviemeter-Profil
Portal  Portalsymbol  Film

Yves Boisset, (Paris, 14. März1939) ist ein französischer Film- und Fernsehregisseur. Er dreht hauptsächlich dramatische Polizeifilme.

Leben und Arbeiten

Erste Filmaktivitäten

Yves Boisset war von klein auf ein Cinephiler. Er schrieb Artikel für Filmmagazine wie Kino und arbeitete unter anderem mit Bertrand Tavernier zur Erstausgabe (1960) von Vingt Ans de Cinema Américain. Gleichzeitig sammelte er bereits Erfahrungen als Regieassistent für große Namen wie Jean-Pierre Melville, René Clement und Sergio Leone.

Debüt als Filmregisseur mit zwei Polizeifilmen

Sein Regiedebüt gab er 1968 mit dem Polizeifilm Coplan Sauve sa peaau, Eine Fortsetzung auf Coplan ouvre le feu à Mexiko (Riccardo Freda, 1966), seinen letzten Film als Regieassistent. Mit dem Polizeifilm Un conde, dem ersten Film, der überhaupt Erfolg hatte, präsentierte er sich als sehr engagierter Filmemacher. Alle seine nachfolgenden Filme bestätigten seinen Ruhm als kritischer Filmemacher, der durch eine spannende Geschichte allerlei Missbräuche aufdeckte.

Die produktiven und engagierten 1970er Jahre

Die 1970er Jahre waren seine fruchtbarsten: Damals wagte er beides in den Fall des marokkanischen Politikers Mehdi Ben Barka (L'Attentat, 1972, Drehbuch von Jorge Semprun) wie auf dem Algerienkrieg (R.A.S., 1973). Dieser Film erlebte ernsthafte Zensurprobleme, erzielte aber an den Kinokassen. Im Dupont Lajoie (1975) beschäftigte er sich eindringlich mit einem schrecklichen Fall von vulgärem Rassismus, dem Algerier zum Opfer fielen. Mit Le Juge Fayard dit Le Sheriff (1977) Boisset lieferte seinen engagiertesten Druck. Durch den Charakter von Patrick Dewaere, einem ehrlichen jungen Richter, der bei seinen Ermittlungen ermordet wurde, zeigte er, wie Politik die Justiz korrumpieren kann.

Dann gönnte er sich eine kurze Atempause, indem er mehrere literarische Werke verfilmte: Un taxi mauve (1977) basiert auf einem bekannten Roman von Michel Deon und La Cle sur la porte (1978) reproduzierte den Roman originalgetreu von Marie Kardinal.

Die frühen Achtziger verlobt

Ab den frühen achtziger Jahren begann Boisset wieder sensible Themen anzusprechen. Im Polizeifilm La Femme flic (1980) kam Inspektor Miou-Miou ein Netzwerk für Kinderprostitution. Allons z'enfants (1981) war nicht R.A.S. sein zweites antimilitaristisches Drama. Danach lieferte er einige spannende Thriller wie den Spionagefilm Spion, live-toi (1982), der futuristische Medienthriller Le Prix du Gefahr (1983) und die Lee Marvin-Fahrzeug kanikule (1984).

Ab Ende der Achtziger: Fernsehen

Ab der zweiten Hälfte der achtziger Jahre verlegte Boisset seine Filmaktivitäten auf das Fernsehen. Dass die Produzenten seine Filme nicht mehr so ​​einfach finanzieren wollten, war vielleicht nicht verwunderlich. Er schuf hauptsächlich historische Werke wie L'Affaire Seznec (1993), in dem ein Mann ohne Beweise des Mordes angeklagt und zu lebenslanger Haft verurteilt wurde. L'Affaire Dreyfus (1995) (nach einem preisgekrönten Drehbuch von Jorge Semprun) sprach über den Angeklagten des Hochverrats Alfred Dreyfus, ein französischer Offizier jüdischer Abstammung. Die Hose (1997) hob den Fall Lucien Bersot hervor: die Erschießung eines französischen Soldaten während der Erster Weltkrieg. Jean Moulin (2002) hat die Geschichte von Jean Moulin, der berühmteste französische Widerstandsheld und L'Affaire Salengro (2009) hat die Geschichte der Front Popular-Politiker Roger Salengro der Selbstmord begangen hat.

Seine Autobiographie wurde 2011 veröffentlicht. La Vie est un choix (Plön).

Filmografie

Regieassistent

Spielfilmfilm

Fernsehen (Auswahl)

  • 1987: Serie noire : La Fee Karabiner (Fernsehserie)
  • 1988: Medicins des hommes (Fernsehserie)
  • 1989: Der Verdächtige (Fernsehfilm)
  • 1993: L'Affaire Seznec
  • 1993: Rutsche frei (Fernsehfilm)
  • 1995: L'Affaire Dreyfus (zweiteiliger Fernsehfilm)
  • 1997: Le Pantalon (Fernsehfilm)
  • 1999: Sam (Fernsehfilm)
  • 2002: Jean Moulin
  • 2005: Ils Fohlenkloner le Christ
  • 2006: Les Mysteres sanglants de l'OTS
  • 2007: La Bataille d'Alger (Dokumentarfilm)
  • 2009: L'Affaire Salengro
  • 2009: 12 Bälle tanzen la Peau für Pierre Laval

Literaturverzeichnis

  • Yves Boisset: La vie est un choix, Plön, 2011

Preise

Sonstiges

Die französische Wochenzeitung Le Nouvel Observateur beschrieb Yves Boisset als den am meisten zensierten Mann in Frankreich.