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Alfred Biolek | ||||
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| Vollständiger Name | Alfred Franz Maria Biolek | |||
| Geboren | Freistadt, 10. Juli 1934 | |||
| Land | ||||
| Beruf | Unterhaltungsschauspieler, Talkmaster, Anwalt, TV-Produzent | |||
| Bekannt aus | Bios Bahnhof, Boulevard Bio, alfredissimo! | |||
| (und) IMDb-Profil | ||||
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Alfred Franz Maria Biolek (Freistadt, 10. Juli1934) ist ein Deutsche Unterhaltungsschauspieler, Talkmaster, Anwalt und TV-Produzent.
Jugend und Bildung
Alfred Biolek wurde 1934 in Freistadt im damaligen Tschechoslowakei als Sohn des frisch promovierten Juristen Joseph Biolek und Hedwig Biolek-Lerch, einer Klosterschülerin und Gelegenheitsschauspielerin. Er wuchs mit seinen beiden Brüdern in einer wohlhabenden Familie auf und war Messdiener. Sein Vater war Mitglied der Sudetendeutsche Party (SdP) und stellvertretender Bürgermeister von Freistadt. Während der Zweiter Weltkrieg war die familie von der Russisch Armee und Vater Joseph und sein älterer Bruder wurden gefangen genommen. Der Bruder wurde später freigelassen, aber der Vater wurde angeklagt und später freigesprochen, wahrscheinlich wegen seines Bürgermeisteramts und seiner SdP-Mitgliedschaft. 1946 zog die Familie nach Waiblingen Biene Stuttgart, wo sein Vater wieder als Anwalt arbeitete.
Bis zu seinem Abitur 1954 besuchte Biolek das Staufer-Gymnasium in Waiblingen, verbrachte das Schuljahr 1951/52 als einer der ersten deutschen Austauschschüler mit AFS in dem Vereinigte Staaten und dann Jura studiert Freiburg im Breisgau, München und Wien. Im fünften Semester gründete er mit einigen Kommilitonen das Kabarett Das Trojanische Pferd. Während eines Auslandssemesters in Wien trat er dem Katholischen Studierendenverein KÖHV Nordgau in Wien im Österreichischen Kartellverband bei. Nach seiner Rückkehr nach Freiburg 1957 war Biolek kommissarisches Mitglied des KDStV Hercynia Freiburg und später des KDStV Vandalia Prag in München. 1966 ging er dort wieder weg. Er war auch ein temporäres Mitglied der CDU.
1958 absolvierte Biolek das erste juristische Staatsexamen mit Prädikat in Baden-Württemberg. Anschließend arbeitete er als wissenschaftlicher Assistent von Ernst von Caemmerer an der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg und promovierte 1962 mit der Dissertation "Die Schadensersatzpflicht des Verkäufers und des Herstellers mangelhafter Waren nach englischem Recht" zum Doktor der Rechtswissenschaften. 1963 legte er das zweite juristische Staatsexamen ab. Im ersten Jahr seiner Tätigkeit als Gerichtsschreiber beim Handelsgerichtshof vertrat er die Kanzlei seines an Krebs erkrankten Vaters.
Werdegang
Im Februar 1963 wurde Biolek Mitglied der ZDF anschließend zum Rechtsanwalt ernannt, wechselte aber bald zur redaktionellen Tätigkeit, was ihn mehr stimulierte. Unter anderem arbeitete er als Moderator in Sendungen wie Tipps für Autofahrer, Urlaub nach Maß, Nachtclub und Die Drehscheibe. 1970 wechselte er zu Bayern-Film, zog von Waiblingen nach München und änderte seinen bis dahin konservativen Lebensstil radikal. Er nahm am Leben der Münchner . teil Bohemien. Rund um den Freundeskreis Rainer Werner Fassbinder war einer seiner Bekannten. Ab 1974 produzierte er das Programm Bin laufende Band mit Rudi Carrell, die seinen beruflichen Durchbruch markierte.
Als Moderator
Im Januar 1976 startete Biolek mit dem Journalisten Dieter Thomas für die WDR im Köln die Talkshow Kölner Treff, das auf dem gleichen Format basierte, das er seit 1973 unter dem Titel hat Wir kommen, kommen im Kölner Kabaretttheater Senftöpfgen aufgeführt hatte. Im Februar 1978 startete das von ihm produzierte und präsentierte Programm Bios Bahnhof, in dem er auch sein Talent als Talententdecker unter Beweis stellen konnte. Anke Engelke wurde auch von Biolek entdeckt. Im Ausland bereits etablierte Namen feierten dank Biolek auch in Deutschland kommerzielle Erfolge, darunter Monty Python, Helen Schneider, Kate Bush, Die Polizei und Hermann van Veen. Die Talkshow folgte in den 80er Jahren Bei Bio, das Programm Bühne anzeigen (1984) und die Spielshow Mensch Meier (1985). Von 1991 bis 2003 war Biolek in seiner wöchentlichen Talkshow zu sehen Boulevard Bio. Seit Dezember 1994 kocht er auch mit prominenten Gästen in seiner Serie alfredissimo, in dem Gäste ihre Lieblingsgerichte vorschlugen. Im Herbst 2006, der letzten Staffel von alfredissimo! produziert.
Als Geschäftsmann
Mit seiner 1979 gegründeten Firma Pro GmbH ist Biolek mit 25 % am Kölner Restaurant Alter Wartesaal mit begleitender Disco beteiligt. Als Kaufmann wurde er über die Pro GmbH auch für das Künstlermanagement von Ralph Morgenstern und davor Dirk Bach und hat Programme wie Mitternacht Rushhour, Nachtwäsche, Kaffee Latsche, Blond am Freitag, Personen, die Maischberger und der SitcomLukas entwickelt und produziert. Im Mai 2010 wurde das Insolvenzverfahren über das Vermögen des produzierenden Unternehmens wiedereröffnet, nachdem die Geschäftsführung des Unternehmens im März einen Antrag auf Wiedereröffnung gestellt hatte. Die Geschäftsaktivitäten wurden von zwei aufeinanderfolgenden Gesellschaften fortgeführt.
Andere Aktivitäten
Neben seinen TV-Produktionen moderierte Biolek auch zahlreiche Talkshows. Neben seiner Medientätigkeit ist er seit Oktober auch Professor an der Kunsthochschule für Medien in Köln. Im November 2000 wurde er als erster Deutscher zum UN-Sonderbotschafter für die Weltbevölkerung ernannt New York. Insbesondere die Aids-Situation in Afrika liegt ihm am Herzen. Darüber hinaus unterstützt er die interkulturelle Arbeit der Amerikanischer Außendienst. Im Oktober 2005 gründete Biolek die Alfred Biolek Stiftung – Hilfe für Afrika, die sich dafür einsetzt, jungen Menschen in Afrika einen guten Start ins Leben zu ermöglichen. Nach seinem Rückzug aus dem aktiven Stiftungsgeschäft hat er die Stiftung im Juli 2015 in einen Stiftungsfonds der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW) umgewandelt.
Biolek war auch im Bereich Kabarett tätig. Er ist einer der Schirmherren des Varietés Bar jeder Vernunft im Berlin-Wilmersdorf. Seit Oktober 2006 ist er beim Bühnenprogramm Mein Theater mit dem Fernsehen, in dem er Fragmente seiner Karriere zeigte und erklärte, deutschlandweit auf Tournee. Außerdem wurde er in jeder Stadt von einem prominenten Gast unterstützt, wie z Harald Schmidt, mit dem er ein spontanes Gespräch nach dem Vorbild von . führte Boulevard Bio.
Seit Januar 2009 kroch er in die Rolle eines Historikers im Musical Monty Pythons Spamalot im Kölner Musical Dome. Im Juli 2009 fand anlässlich des 75. Geburtstags von Alfred Biolek eine Gala im Kölner E-Arbeit mit dem titel Danke, Bio, die von der . ausgestrahlt wurde ARD. Im Jahr 2012 moderierte er eine monatliche Gesprächsrunde mit dem Titel Biogramm im Theater Contra Kreis in Bonn, wo er 35 Jahre zuvor Gast gewesen war.
Privatleben
Mitte der 60er Jahre verliebte er sich zum ersten Mal in einen Mann und verstand seitdem, dass er schwul ist, was er auch offen zugab. 1969 trat er von der ZDF und zog 1970 nach München.
2010 stürzte Biolek von einer Wendeltreppe und lag mit schweren Verletzungen zeitweise im Koma.
Auszeichnungen
- 1983 – Adolf-Grimme-Preis mit Gold für Bios Bahnhof
- 1993 – Deutscher Kritikerpreis
- 1994 – Goldene Kamera in der Kategorie Beste TV-Unterhaltung vor dem Boulevard Bio
- 1994 – Bambi
- 1994 – Landesverdienstkreuz des Landes Nordrhein-Westfalen
- 1995 – Goldenes Schlitzohr
- 2000 – Bobby
- 2002 – Deutscher Buchpreis
- 2002 – Deutscher Weinkulturpreis
- 2003 – Karl-Valentin-Orde
- 2003 – Großes Bundesverdienstkreuz
- 2004 – Goldene VDP-Nadel „für seine Leistungen im Bereich des deutschen Spitzenweins“
- 2008 – Goldene Kamera für sein Lebenswerk
- 2009 – Deutscher Fernsehpreis – Ehrenpreis für sein Lebenswerk
- 2009 – Warsteiner Preis – Deutscher Gastronomiepreis – Lifetime Award
- 2010 – Gerüstbaupreis
- 2010 – Kulturpreis der Otmar-Alt-Stiftung
- 2013 – Kaiser-August-Orden Alfred Biolek – Gründer der Alfred Biolek Stiftung
TV-Karriere
- 1971–1972 – Sprecher, Schauspieler, Produzent der deutschen Sonderausgabe von Monty Pythons Flying Circus
- 1974–1976 – Filmproduzent der Rudi Carrell-Am laufenden Band anzeigen
- 1978–1982 – Bios Bahnhof, die erste eigene Unterhaltungsshow
- 1983–1984 – Bei Bio
- 1985–1991 – Mensch Meier
- 1991–2003 – Boulevard Bio Talkshow
- 1994–2006 – alfredissimo!, Kochshow mit Prominenten
Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise
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