WikiDer > Benjamin Fleischmann

Benjamin Fleischmann

Benjamin Iosifovich Fleischmann (Russisch: ениамин Иосифович Флейшман, Veniamin Iosifovich Fleishman) (Bezjetsky, 20. Juli1913 - Biene Leningrad, 14. September1941) war ein Russisch-Jüdisch Komponist. Er war ein vielversprechendes Talent, starb aber, bevor er sein einziges bekanntes Werk vollenden konnte.

Biografie

Fleischmann studierte vor Ausbruch des Zweiter WeltkriegKomposition Biene Dmitri Schostakowitsch zum Konservatorien im. N.V.Rimskogo-Korsakova (Russisch: анкт-Петербургская государственная консерватория имени Н.А. имского-Корсакова) in Leningrad. Dort begann er 1939 - auf Anraten seines Lehrers - seine Kammeroper in einem Akt: Rothschilds Geige (Russisch: Скрипка Ротшильда). Die Geschichte dazu Oper basiert auf der gleichnamigen Kurzgeschichte von Anton Tschechow. Die zentrale Figur dieser Geschichte ist der verbitterte Yakov Ivanov, ein Sargmacher und Amateurgeiger. Die Geschichte handelt hauptsächlich von der fortschrittlichen Weisheit der Hauptfigur, die nach dem Tod ihrer Frau Buße tut. Kurz vor seinem eigenen Tod beschließt Ivanov, seine Geige dem Juden Rothschild zu überlassen, den er zunächst verachtete. Mit der Wahl dieses Themas wollte der Komponist gegen die Antisemitismus das damals auch in der Sovietunion regiert. Fleischmann hatte einen sehr sensiblen Charakter und neigte eher zu trauriger als zu fröhlicher Musik. Er hatte ein gutes Gespür für Tschechow, aber die Arbeit an seiner Oper fiel ihm schwer.

Dann Deutschland 1941 ist es Molotow-Ribbentrop-Pakt (der Nichtangriffspakt zwischen Nazi-Deutschland und der Sowjetunion), deutsche Truppen rückten in die Nähe von Leningradwo sie auf heftigen Widerstand stießen. Auch die Leningrader halfen massenhaft bei der Verteidigung der Stadt. Fleischmann meldete sich freiwillig, um sich der Volksbrigade des Rayons Kuybichev anzuschließen, einer Gruppe, die aus militärischen ungelernten Männern bestand. Nur wenige von ihnen haben überlebt. Fleischmann verschwand spurlos, ohne Grab und ohne Erbe, mit Ausnahme seiner unvollendeten Oper, von der er Libretto und hatte eine Klavierversion geschrieben. Schostakowitsch hat sich entschieden Rothschilds Geige zu vervollständigen und zu orchestrieren. Dies ist ein wunderschönes Werk geworden, rein, subtil und traurig.

Das Regime von Josef Stalin erkannte den ausgerufenen Staat 1948 an Israel, aber das hielt den Diktator nicht davon ab, noch im selben Jahr eine Kampagne gegen die jüdischen Intellektuellen in der Sowjetunion zu starten. Deshalb konnte das Werk erst 1968 unter der Leitung von Schostakowitschs Sohn Maksim uraufgeführt werden. Es fand anlässlich der Eröffnung eines experimentellen Kammeropernstudios statt. Die Aufführung war ein voller Erfolg, die Presse war begeistert. Die Kulturfunktionäre bezeichneten das Werk jedoch bald als „zionistisch“: Einen Tag nach der Uraufführung wurde es verboten.

Heute hört man Rothschilds Geige noch selten im Kino. Nur drei Versionen sind erschienen: eine Langspielplatte aus dem Jahr 1985 mit Chor und Orchester des Kulturministeriums der UdSSR und Solisten unter der Leitung von Gennady Rozhdestvensky. 1996 erschien eine CD mit dem Rotterdam Philharmonisches Orchester unter der Leitung des gleichen Dirigenten. Solisten in dieser Aufnahme (die nicht mehr im Handel erhältlich ist) sind: Sergej Lejferkoes - Ivanov; Konstantin Plüschnikow - Rothschild; Ilja Levinski - sjachkes; Marina Shagouch - Marfa. Später entstand eine CD-Aufnahme des Royal Liverpool Philharmonic Orchestra unter der Leitung von Vasili Petrenko unter Beteiligung mehrerer Solisten.