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Biechtstoel
Beichtstuhl in Solothurn, Schweiz

EIN Beichtstuhl ist ein Möbelstück aus Kirchen, in denen die Bekenntnis genommen wird. Der Beichtstuhl ist besonders in römisch katholisch Kirchen im Einsatz.

Normalerweise besteht der Beichtstuhl aus zwei Teilen, die durch ein Gitter oder einen Vorhang getrennt sind. Der Beichtvater soll anonym bleiben, sein Raum ist daher dunkel, damit der Priester als Beichtvater ihn nicht erkennen kann. Auf der einen Seite sitzt der Priester, auf der anderen kniet der Büßer.

Manchmal sitzt der Priester in der Mitte und ein Büßer kann auf beiden Seiten sitzen, einer während der Beichte, während der andere wartet, bis er an der Reihe ist. In diesem Fall wird das Gitter auf der unbenutzten Seite mit einem Schieber verschlossen.

Ein Beichtstuhl kann auch aus zwei eingemauerten Kammern bestehen.

Geständnisse wurden nach der Konzil von Trient und im frühen 17. Jahrhundert wurden überall Beichtstühle errichtet, in denen der Büßer nicht nur vom Priester, sondern auch von den anderen Büßern getrennt wurde.[1]

Seit den 1960er Jahren ist es auch möglich, dass Priester und Büßer in einem gewöhnlichen Raum zusammensitzen, aus Gründen der Anonymität durch einen Vorhang getrennt. Es ist nicht mehr erforderlich, dass der Büßer kniet, er darf sich auch auf einen Stuhl setzen.

Moderne Technik macht es möglich, mit Lichtern anzuzeigen, ob der Beichtstuhl besetzt ist. Ein grünes Licht bedeutet, dass der Priester anwesend und verfügbar ist, ein rotes Licht bedeutet, dass er beschäftigt ist. Im letzteren Fall wird von anderen erwartet, dass sie etwas Abstand halten, damit sie die Gespräche nicht mithören können.

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