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Es gibt in Belgien zwei Unternehmen, die Brepols zu erwähnen. Brepols N.V. ist ein Verlag und Hersteller von Tagebüchern, Kalendern, Notizbüchern und verwandten Papierartikeln wie Schreibmappen und Etuis. Diese Firma ist auch bekannt als Buchbinderei. Brepols-Verlage ist ein Verlag und war früher Herausgeber von Missale. Heute spezialisiert sich das Unternehmen auf historische Studien und wissenschaftliche Editionen klassischer Autoren, wie z Corpus Christianorum.
Geschichte
Pieter Corbeels, Drucker aus Leuven, kam mit seinem Druckergast Philippus Jacobus Brepols 1795 bis Turnhout, möglicherweise um vor den französischen Besatzern zu fliehen. Corbeels wurde bald zu einem Stadtdrucker, der Pässe und Plakate für die Stadt druckte. Im Sommer 1798 zog Corbeels als einer der Führer der Bauernkrieg. Er wurde gefangen genommen und hingerichtet.
Weil Corbeels gegen die Franzosen kämpfte, wurde sein Lehrling P.J. Brepols, die Verantwortung der Druckerei. Corbeels' Witwe führte das Geschäft für kurze Zeit, aber ab 1800 übernahm Brepols allmählich das Haus und seinen Inhalt.
Bald wurde die Druckerei um eine Buchbinderei erweitert und um einen Laden und eine Papierhandlung ergänzt. Brepols handelte anfangs auch mit den unterschiedlichsten Dingen, von Lederwaren bis hin zu Hüten.
In den ersten Jahren wurden hauptsächlich religiöse Werke und Schulbücher gedruckt. 1817 übernahm Brepols Le Tellier in Lier, von dem er seit einiger Zeit Kinderdrucke kaufte. Ab 1826 druckte Brepols selbst Kartenspielen und auch die produktion von bemaltem papier, fantasie-, marokko- und marmorpapier wurde aufgenommen. Der noch relativ junge Prozess der Lithografie wurde 1829 von Brepols übernommen. Um 1833 schloss sich Brepols seinem Schwiegersohn Joannes Josephus Dierckx an und das Unternehmen wurde unter dem Namen Brepols en Dierckx Zoon weitergeführt. Seitdem wird dieser Name auf den Druckprodukten verwendet.[1]Am 5. Juli 1834 startete er die erste Wochenzeitung der Kempen, die Allgemeines Ankündigungsblatt, das bis 1875 in Brepols gedruckt wurde.
Am 3. Januar 1845 wurde P.J. Brepolen. Das Unternehmen ging dann in die Hände von Tochter Antoinette Brepols und später von Vater und Sohn über du Four. Es wuchs langsam, bis es in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu einer der bedeutendsten Druckereien der Welt wurde. Doch das Blatt wendete sich und das Unternehmen, das einst 2.200 Mitarbeiter zählte, wurde in vier separate kleinere Unternehmen aufgeteilt. Im Jahr 2003 beantragten zwei Unternehmen der Gruppe die vroeg Konkordat Auf. Der Verlag und ein Teil der Buchbinderei bleiben bestehen. Derzeit sind dort rund 200 Mitarbeiter beschäftigt.
Sprossen
Viele Gründer und Mitbegründer anderer großer Druckereien in Turnhout erlernten einst das Druckgewerbe in Brepols.
- Der Prokurist J. E. Glénisson kehrte dem Unternehmen den Rücken und gründete seine eigene Fabrik: Glénisson und Van Genechten.
- P. F. Wellens gründete zusammen mit dem Kreditgeber Delhuvenne seine eigene Firma: Wellens-Delhuvenne & Co.
- Stefan Splichal, verantwortlich für Das Ankündigungsblatt in Brepols erhielt die Witwe von Delhuvenne das Angebot, De Kempenaer zu übernehmen. Splichal gründete 1856 seine eigene Druckerei/Verlagsfirma: Splichal-Roosen.
- Beersmans war viele Jahre bei Brepols als Buchbinder beschäftigt, gründete aber 1866 seine eigene Druckerei: Beersmans-Pleek.
- Leonard Biermans, ebenfalls aus der Firma Brepols, gründete 1875 eine eigene Spielkartenfabrik.
- Kurz vor dem Ersten Weltkrieg, Henri Cheers gab Brepols als Leiter der Kirchenbuchabteilung auf und gründete seine eigene Firma in der Otterstraat: Henri Proost & Co.
Einige dieser Unternehmen existieren noch immer, obwohl im 20. Jahrhundert viele Fusionen und Übernahmen stattgefunden haben. Biermans, Van Genechten und Brepols arbeiten seit 1970 in der Spielkartenfabrik zusammen Cartamundi.
Externer Link
| Quellen, Anmerkungen und/oder Verweise |