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Bulkenaar
Schott
Nachbarschaft in Die NiederlandeFlagge der Niederlande
Bulkenaar (Nordbrabant)
Schott
Ort
ProvinzFlagge NordbrabantNordbrabant
GemeindeHinweis RoosendaalRoosendaal
Koordinaten51° 31′ N, 4° 25′ O
Portal  Portalsymbol  Die Niederlande

Schott ist ein Nachbarschaft in der Gemeinschaft Roosendaal in der niederländischen Provinz Nordbrabant. Es liegt einen Kilometer südwestlich der Stadt Roosendaal an der Bahnstrecke nach Bergen op Zoom. Es ist größtenteils ein landwirtschaftliches Gebiet (ein ehemaliges Bachtal), das von drei Straßen (der Bulkenaarsestraat, dem Huijbergse Weg und der Autobahn A58) umgeben ist. Entlang dieser Straßen befindet sich eine nicht zusammenhängende Bandbebauung von Einfamilienhäusern und Bauernhöfen mit Scheunen und Schuppen. Die landwirtschaftlichen Flächen werden derzeit hauptsächlich für den Ackerbau (Anbau von Kartoffelchips, Chicorée und Zuckerrüben sowie Silomaisanbau) genutzt. Es beherbergt auch eine mittelgroße Schweinefarm (fast 1000 Schweine) und auf mehreren Parzellen werden Pferde gehalten.

Im Jahr 2019 wurde bekannt gegeben, dass die Gemeinde Roosendaal und der Vorstand des Bravis-Krankenhauses diesen Standort für den Neubau des Bravis-Krankenhauses geplant haben (als Ersatz für die derzeitigen Standorte in Bergen op Zoom und Roosendaal, die geschlossen werden sollen. Der Bau beginnt laut planen den Standort Bulkenaar im Jahr 2023. Phase 1 des Neubaus soll 2025 abgeschlossen sein und die Pflegefunktion des ehemaligen Krankenhauses Lievensberg (heute Bravis-Krankenhaus) in Bergen op Zoom wird an den Standort Bulkenaar verlagert.

Seit der Bekanntgabe der Pläne stehen Bewohner und Nachbarn des Bulkenaar und des Kreises Tolberg den Plänen zum Aufbau dieses regionalen Pflegeclusters am Standort Bulkenaar positiv und kritisch gegenüber. Anfangs war die Rede vom Bau eines neuen Krankenhauses. Inzwischen ist von einem Pflegecluster die Rede, was bedeutet, dass sich langfristig viele weitere pflegebezogene Aktivitäten auf diesen Entwicklungsbereich konzentrieren werden. Insbesondere die zu erwartende Zunahme des Verkehrsaufkommens (mehr als 500.000 pro Jahr, ein Großteil davon durch und direkt entlang des nahegelegenen Wohngebiets Tolberg) trieb viele Anwohner zum Besuch der Beratungsabende.

Die aktuellen kommunalen Pläne zur Erschließung von Bulkenaar in Kombination mit der südlichen Öffnung des Tolberg-Bezirks und einem Grünpuffer am Tolberger Weiher haben die Abneigung gegen den „Bulkenaar-Plan“ nun (Oktober 2020) weitgehend zerstreut.

Was viele Anwohner noch immer misstrauisch verfolgen, ist die Planung des Vorstandes des Bravis-Krankenhauses. Die COVID-19-Pandemie hat gezeigt, dass die geplante Größe (m2 Nutzfläche) des neuen Krankenhauses nach oben angepasst werden muss. Die Optionen sind dann: höher bauen, mehr unterirdisch bauen und/oder mehr Fläche bauen. Nachdem nun auch der ÖPNV durch COVID-19 unter Druck steht und der Besitz und die Nutzung des Autos wieder zunimmt, müssen auch die erforderliche Quadratmeterzahl für Parkzwecke und die mögliche Zunahme des Autoverkehrs kritisch hinterfragt werden.

Archäologische Funde. In den Tagen vor Neujahr 2020-2021 machten sich einige Menschen (Erwachsene und Jugendliche) mit Metalldetektoren auf die Suche nach Bodenfunden. Bald wurden Munitionsreste aus dem 2. Weltkrieg gefunden (darunter zwei Blindgänger, vermutlich 50-Pfünder). Nach einer Meldung bei der Polizei von Roosendaal wurde die gefährliche Munition von EOD-Spezialisten eingesammelt und an anderer Stelle gezündet. Unmittelbar nach dem Jahreswechsel machte sich eine große Gruppe von Menschen auf die Suche nach weiteren archäologischen Funden. Auch sie waren erfolgreich und fanden neben kleineren Metallgegenständen wie Musketenkugeln auch sehr alte Silber- und Goldmünzen. Diese letzten Artefakte sind möglicherweise mit mittelalterlichem Hausmüll auf Bulkenaar gelandet. Fotos der archäologischen Funde folgen. Auf dieser Grundlage kann eine bessere Datierung der archäologischen Funde vorgenommen werden.