WikiDer > Carlos Kleiber
Carlos Kleiber | ||||
| Vollständiger Name | Karl Ludwig Bonifatius Kleiber | |||
| Geboren | 3. Juli1930 im Berlin | |||
| Verstorben | 13. Juli2004 im Konjsica | |||
| Geburtsland | Deutschland | |||
| Beruf(e) | Dirigent | |||
| (und) IMDb-Profil | ||||
| (und) Allmusic-Profil | ||||
| (und) Last.fm-Profil | ||||
| ||||
Karl Ludwig Bonifatius (Carlos) Kleiber (Berlin, 3. Juli1930 – Konjsica Biene Litija, 13. Juli2004) war ein österreichischDirigent. Er wurde geboren in Deutschlandwo er seine Kindheit verbrachte. Er hatte zuerst den Österreicher Staatsangehörigkeit, dann ist die Argentinisch und ab 1980 (vermutlich) wieder die österreichische. Zwischen 1935 und 1953 lebte er in Argentinien und dann wieder in Deutschland. Schließlich lebte er mit seinem Slowenisch Ehefrau Stanislava Brezovar in Konjsica (50 km östlich von Ljubljana) wo er starb.
Lebenszyklus
Carlos Kleiber war der Sohn von Erich Kleiber, der selbst als großer Dirigent gilt, und der in Berlin geboren amerikanisch Ruth Goodrich, die mütterlicherseits von jüdisch Ursprung. Die Familie wanderte 1935 nach Argentinien aus, um Nazi-Regime zu fliehen, nachdem sein Vater keine Einmischung in seine Arbeit als Chefdirigent der Staatsoper Unter den Linden in Berlin. In Argentinien wuchs Kleiber auf, wurde Karl Carlos und machte seine ersten Schritte in der Welt der klassische Musik.
Auf Drängen seines Vaters begann Kleiber ein Studium Chemie im Zürich, aber er brach es für die Musik ab. Seine Dirigentenkarriere begann 1952 in der OperTheater von La Plata. Ein Jahr später gab er sein Europa-Debüt in München. Kleiber betrieb renommierte Opernhäuser, doch seine Verträge waren immer nur von kurzer Dauer. Er ging lieber seinen eigenen Weg. Er war die erste Wahl der Berliner Philharmoniker zu Herbert von Karajan lehnte dieses Angebot jedoch ab.
Er war mit der Oper von verbunden Potsdam, das Deutsche Oper am Rhein im Düsseldorf (1956-1964), die Oper von Zürich (1964-1966), die Staatsoper te Stuttgart (ab 1966) und die Bayerische Staatsoper zu München (ab 1968). Er dirigierte Tristan und Isolde Zusammensein mit Debüt Bei der Wiener Staatsoper 1973 und im Folgejahr an der Bayreuther Festspiele. Kleiber trat als Gastdirigent unter anderem bei den Wiener Philharmoniker und der Königliches Concertgebouw-Orchester.
Zu den Höhepunkten in Kleibers Karriere zählen Aufführungen der Opern Tristan und Isolde von Wagner, Ottello von Verdi und carmen von Bizet. 1989 und 1992 leitete er die traditionelle Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker in dem Wiener Musikverein. 1994 erlebte er beispiellose Triumphe mit Auftritten von Der Rosenkavalier von Richard Strauss im Wien. Dies sollte seine letzte Oper sein. Sein letztes Orchesterkonzert war im Februar 1999, als er Cagliari auf Sardinien das Vierte und der SiebteSymphonie von Beethoven geführt.
In seinen letzten Lebensjahren führte Kleiber ein zurückgezogenes Leben im Münchner Umland. Er starb ganz unerwartet am 13. Juli 2004 in seinem Ferienhaus. Seine sterblichen Überreste wurden in der Krypta beigesetzt, in der auch seine Frau begraben liegt. Sie hinterließen zwei Kinder, Sohn Marko und Tochter Lillian.
Anerkennung
Kleiber, der nur selten Interviews gab, galt als schwierig, nervös, witzig, unberechenbar und perfektionistisch, wurde aber für seine Loyalität gegenüber den Intentionen der Komponisten, deren Werke er interpretierte, hoch gelobt. Manche halten ihn sogar für den größten Dirigenten aller Zeiten. Er wurde von Kollegen weithin als Genie gelobt, obwohl es bedauert wurde, dass er mit seinem enormen Talent so wenig Leistung gebracht hat. 2011 wurde gefragt Englisch Musikmagazin BBC-Musik an 100 führende Dirigenten aus der ganzen Welt, der für sie das inspirierendste Beispiel war. Carlos Kleiber hat sich vorher durchgesetzt Leonard Bernstein, Claudio Abbado und Herbert von Karajan.
Kleiber war kompromisslos und würde ein Werk nur aufführen, wenn er mit den Proben und den Darbietungen der Musiker zufrieden war. Das führte leicht zu Spannungen. Immer wieder sagte er Last-Minute-Aufführungen aus unbekannten Gründen ab, blieb aber an allen großen Opernhäusern ein gern gesehener Gast. Er trat selten auf, weil er den "industriellen Wahnsinn", wie er es nannte, des internationalen Dirigierens hasste. Wenn er Geld oder ein Auto brauchte, ließ er sich für einige Konzerte einladen und königlich bezahlen.
Viele Auftritte von Carlos Kleiber wurden nicht auf Tonband aufgezeichnet, aber die aufgezeichneten Konzerte gelten als sehr hochwertig. Beethovens Aufnahmen zählen zu den besten und - übrigens eigensinnig Tempoauswahl - auch als das Besondere aller Zeiten.
Carlos Kleiber erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter den Goldenen Taktstock von Ba Mailänder Scala im Mailand.